Wir lieben Waldhonig und das Wandern in den Schwäbische-Fränkischen Wald ist immer ein sehr schöner Teil des Imkerns im Sommer. Unser Platz liegt sehr abgelegen in Mitten des Waldes an einer Wiese, auf der früher die Bäume aufgezogen wurden. Eine Art Baumschule im Wald.

Frühstückskaffee im Wald kurz nach Sonnenaufgang und Aufstellen der Völker – das Highlight der Waldwanderung 2019!

Vorletztes Jahr hatten wir den perfekten Waldhonig. Tolles Aroma und extrem geringer Wassergehalt.

Letztes Jahr hatten wir zuerst auch sehr guten Waldhonig, aber dann kam massiv Mellezitose und wir hatten große Mühe, den Honig aus den Waben zu bekommen. Wir haben daraus aber etwas sehr Gutes geschaffen: Waldhonig-Glühmet für die Weihnachtsmärkte.

Dieses Jahr?

Die Prognosen waren sehr schlecht. Thomas Lorenz – Trachtobmann des LVWI – hat schon auf dem Hohenheimer Tag im März ausgeführt, dass die nächsten 5-10 Jahre schwierig werden. Wörtlich: „Die nächsten 3 Jahre könnt ihr vergessen!“. Nunja, er hatte zumindest für dieses Jahr und für unseren Standort recht.

Ende Juni sind wir bewusst mit deutlich weniger Völkern als in den letzten Jahren aufgewandert. Mit dabei war dieses Mal aber ein Imkerkollege, der bislang noch nie mit seinen Bienen im Wald war.

Da wir dieses Jahr unsere eigene Stockwaage dabei hatten, konnten wir die Entwicklung sehr gut verfolgen und waren nicht auf die Waagen des Trachtnetzes angewiesen. Leider zeigte sich schnell, dass es keine Zunahme gibt und die Völker nur etwa ihr Gewicht halten. Auch die Waagen des Trachtnetzes zeigten unklare Daten oder keine Zunahmen.

Dieses Mal nur 4 Völker und die Stockwaage

Nach 2 Wochen haben wir den Ausflug in den Wald abgebrochen und die Bienen wieder ins Bottwartal zurück geholt. Die Kästen waren inzwischen leichter als beim Start.

Fazit: Ein schöner Waldausflug war es trotzdem und vielleicht haben wir nächstes Jahr wieder mehr Glück.