Mit dieses Mal etwas kleinerem Teilnehmerkreis fand der letzte Praxisteil des Neuimkerkurses bei der Imkerei Kranich statt:

Die Behandlung der Wintertraube mit Oxalsäure.

Es ist jetzt schon einige Zeit ziemlich kalt. Das bedeutet, dass die Königin keine Eier mehr legt und die Bienen aus der Brut gehen. Wartet man dann noch bis alle Bienen geschlüpft sind, dann ist der Bienenstock brutfrei. Das ist der richtige Moment um die Oxalsäurebehandlung zu machen. Sie ist der letzte Schritt der Varroabehandlung und dient der Restentmilbung. Es sollen möglichst viele der noch auf den Bienen befindlichen Milben dezimiert werden.

Die Behandlung erfolgt mit 50ml einer 3,5%igen Oxalsäurelösung, die mit Zucker angerührt ist (Zusammensetzung: 3,5 Gramm Oxalsäure und  100 Gramm Zucker in einem säurebeständigen Behälter auf 1 Liter Gesamtmenge mit warmem Wasser aufgießen, reicht für 20 Völker). Als Imker kann man fertige Präparate über den Imkerverein bestellen und hat damit einen einfach zu handhabenden Behälter und die entsprechende Spritze um die Säure zu applizieren.

Zuerst wird geprüft, wo die Bienen in der Beute sitzen und dann die 50ml mit der Spritze gleichmäßig auf die Bienen geträufelt. Die Bienen werden sich gegenseitig putzen und dabei das mit der Säure versetzte Zuckerwasser aufnehmen. Über das Blut der Bienen gelangt der Wirkstoff in die Varroamilbe und lässt diese absterben.

In einer der Beuten machten die Neuimker einen interessante Fund. Eine Spitzmaus war wohl schneller wie der Imker mit dem Anbringen des Mäusegitters. Die Maus hatte es sich wohnlich eingerichtet und im hinteren Teil der unteren Zarge ein Nest gebaut.

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