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Versuche mit Thermografie

Wie geht es den Bienen?
Leben sie noch?
Haben sie noch genug Futter?

Diese Fragen lassen sich im Winter nicht so einfach beantworten. Sie fliegen nicht und man sollte die Kästen am besten garnicht öffnen. Ich mache sie nur ein einziges Mal geplant auf, nämlich zur Winterbehandlung mit Oxalsäure. Zum Träufeln der Ox-Zucker-Lösung muss man zwangsläufig den Bienenkasten öffnen. Aber auch dabei sollte man schnell sein, um die Bienen und den Wärmehaushalt in der Kiste nicht unnötig zu stören.

Die klassische Methode ist, am Kasten zu klopfen und zu hören, ob sie leicht aufbrausen. Damit stört man sie aber und im Winter ist jede Störung schädlich. Ich mache also keine Klopfproben.

Eine technische Option bietet die Thermografie oder einfacher formuliert, eine Wärmebildkamera. Solche Kameras können das Infrarotspektrum darstellen, d.h. auch geringe Temperaturunterschiede bildlich darstellen. Auf diese Weise lassen sich Temperaturunterschiede erkennen. Im Fall der Bienenkästen kann man erkennen, wo die Bienen ihre Wintertraube gebildet haben, denn dort ist es wärmer als im Rest der Kiste. Schließlich wärmen die Bienen nur den Bienensitz und nicht den ganzen Innenraum.

Grundsätzlich kann man erkennen, ob in der Kiste ein Bienenvolk sitzt. Aber auch die Volkstärke lässt sich im Vergleich zu anderen Kästen grob abschätzen. Auch über die Futtermenge liefert das Wärmebild Hinweise. Wenn das Volk weit unten sitzt, dann ist darüber sehr wahrscheinlich noch ein größerer Futtervorrat. Wenn das Volk weit oben sitzen würde, wäre das ein Hinweis darauf, dass sie schon viel Futter verbraucht haben und nach oben gezogen sind.

Wie so oft beim Imkern ist auch bei dieser Methode viel Interpretation gefragt. Im Fall von meinen bunten Beuten wärmen sich bei Sonneneinstrahlung die dunkleren Kästen an der Oberfläche schneller auf, als die hellen Farben. Das kann zu unklaren Ergebnissen führen. Besser funktioniert es also, wenn die Sonne nicht scheint und es möglichst kalt ist. So ist die Temperaturdifferenz zwischen der Bienentraube und der Umgebung größer.

Ich werde noch weiter mit diesem Verfahren experimentieren.

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Weihnachtsmärkte

Wir waren dieses Jahr wieder mit unserem Stand auf dem kleinen Weihnachtsmarkt in Heinriet. Dieser Markt wird von ortsansässigen Vereinen betrieben und findet in der Ortsmitte von Unterheinriet statt. Hier ist es immer ganz entpannt und gemütlich.

Unseren Glühmet gab es aber auch in diesem Jahr nicht nur bei uns selbst, sondern auch wieder bei der Striezelhütte, die dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Calwer Weihnachtsmarkt vertreten war. Aber natürlich wurden auch zuhause auf dem Großbottwarer Weihnachtsmarkt Baumstriezel gebacken.

Zum Abschluss wird die Striezelhütte dann am 16.12.2023 auch noch auf dem Weihnachtsmarkt in Löchgau für super frische und leckere Baumstriezelkuchen sorgen.

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eurobee 2023 in Friedrichshafen

Mitte November sind die wesentlichen Arbeiten bei den Bienen für das Kalenderjahr abgeschlossen. Es ist eingefüttert, die Fluglöcher sind reduziert oder mit Mäusegittern versehen. Das meiste Material ist wieder im Lager und es sind nur noch ein paar alte Waben einzuschmelzen. Bevor das Weihnachtsgeschäft beginnt ist also etwas Zeit für Weiterbildung und Messebesuch.

Auf der eurobee vom 09.-12.1.2023, der vom Berufs- und Erwerbsimkerbund organisierten Messe gibt es ein tolles Angebot an Information und Material. Rund 7.000 Besucherinnen und Besucher waren an den drei Messetagen in Friedrichshafen. Es werden zahlreiche Vorträge und Workshops angeboten und die 138 Aussteller auf der Messe zeigten neben dem umfangreichen Standardangebot auch die neuesten Entwicklungen.

Beispiele für solche Entwicklungen sind zum Beispiel die verschiedenen Ansätze zur Sublimation von Oxalsäure oder neue kostengünstige Edelstahlbehälter und Prototypen von passendem Wärmemantel von CAADEX aus Ungarn. Auch die halbautomatische Honigabfüllmaschine mit Servomechanismus statt Pumpe aus Deutschland, die ich mir schon bei der letzten Messe angeschaut hatte, hat sich sehr gut weiterentwickelt.

Man hat auf dieser Messe die Möglichkeit, sich nicht nur allgemein zu informieren, sondern auch konkret Themen zu besprechen. Ich konnte ein technisches Problem mit meinem beheizten Rührwerk direkt mit einer verantwortlichen Person des Herstellers diskutieren und erhalte nun direkten Support. Auch die Gespräche mit verschiedenen Etikettenherstellern waren sehr interessant. Am Stand eines Softwareherstellers für Imkereidatenverwaltung bin ich zufällig mit einem schweizer Imker in Kontakt gekommen, der diese Software schon länger einsetzt. Dieser Erfahrungsaustausch hat die Informationen des Herstellers sehr gut ergänzt.

Vorträge, die ich besucht habe:

  • B-THENET, Dr. Kirsten Traynor, Landesanstalt für Bienenkunde, Hohenheim
    Ziel ist eine Bewertung und Verbreitung bester Betriebspraktiken
  • Imkerei im Klimawandel – Winterbrutpause, Dr. Annely Brandt, Bieneninstitut Kirchhain
    Pro und Contra zum Käfigen der Königin, um eine künstliche Brutpause zur Behandlung gegen Varroa zu erreichen
  • Das Projekt Bienenwald Hessen – Ein Wald für Bienen / Bienen für den Wald, Martin Gabel, Bieneninstitut Kirchhain
    Innovative Ansätze zur Mehrfachnutzung ehemaliger Fichtenbestände oder landwirtschaftlicher Flächen
  • Biene40 – Wie geht es meinen Bienen, Prof. Dr. Claus Brell, Hochschule Niederrhein
    Mit möglichst einfacher Sensor- und Digitaltechnik sollen Daten und Erkenntnisse aus dem Bienenstock gewonnen werden
  • Podiumsdiskussion zum Thema Zucht, u.a. mit Paul Jungels, Frank Osterloh und Meinrad Leiter
    Paul Jungels: „Wenn jeder Imker bei seiner Vermehrung beginnt, eine Auswahl besserer Eigenschaften zu treffen, ist schon sehr viel erreichbar“
  • Apicultura Ora dÈtna: Betriebsvorstellung, S. Costa, Zafferana Etnea, Italien
  • Honigverfälschung und deren Nachweisverfahren, Bernd Kämpf, FoodQS GmbH
    Immer neue Methoden der Honigverfälschung machen auch immer ausgefeiltere Analysen notwendig
  • Vespa Velutina – Die Gefahr vor dem Flugloch, Dr. Sebastian Spiewok, Deutsches Bienenjournal
    Die Asiatische Hornisse ist nicht mehr aufzuhalten

Nach zwei Tagen vor Ort musste ich feststellen, dass die Zeit eigentlich noch zu kurz war. Einige Stände konnte ich mir nicht mehr ansehen und es hätte auch noch weitere interessante Vorträge und Firmenvorstellungen gegeben. Vielleicht werde ich nächstes Jahr bei der eurobee 2024 alle 3 Tage vor Ort sein.

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Honig aus dem Bottwartal und Wanderungen mit den Bienen in 2023

Wandern mit den Bienen bedeutet, dass man die Bienenvölker zu speziellen Trachten bringt.

Würde ich die Bienenvölker das ganze Jahr an den Bienenständen im oberen Bottwartal stehen lassen, dann könnten „nur“ zwei verschiedene Honige geerntet werden. Frühtracht oder Blütenhonig im Frühjahr nach der Obstblüte und Sommerblütenhonig im Spätsommer. Leichte Unterschiede von Standort zu Standort gibt es zwar, aber in Geschmack und Charakter sind diese Honige ganz klassisch.

Um Sortenhonige zu erhalten, muss man sicherstellen, dass sich die Bienen auf eine Trachtquelle konzentrieren. D.h. es sollte im Umfeld keine weitere Tracht geben, die für die Bienen ähnlich attraktiv ist. Und da solche Aktionen zu zweit mindestens dreimal soviel Spaß machen, war ich auch dieses Jahr zusammen mit meinem Imkerfreund Dirk aus Ostfildern unterwegs.

Nach dem recht verregneten Frühjahr ging es dann fast zu schnell und wir waren zeitweise parallel in verschiedenen Trachten unterwegs.

Blütenhonig / Frühtracht

Diesen Honig erhalten wir von den Standorten im oberen Bottwartal. Dieses Jahr war das Wetter zur Obstblüte leider ziemlich schlecht, wir haben aber trotzdem ausreichend Honig erhalten und die Völker haben sich mit dieser ersten Tracht des Jahres gut entwickelt.

Rapshonig

Wie im vergangenen Jahr habe ich einige Bienenvölker auf die Schwäbische Alb im Landkreis Reutlingen gewandert. Wir haben das große Glück, dort einen Landwirt zu kennen, der uns super unterstützt und selbst immer Spaß daran hat, unsere Bienen zu beobachten und mit uns zu fachsimpeln. Der Standplatz war dieses Jahr in der Mitte von drei großen Schlägen Raps und trotzdem mit Gespannen gut zu erreichen. Optimale Bedingungen für sehr guten Rapshonig.

Bienenvölker an den Rapsfeldern auf der Schwäbischen Alb

Sommerblütenhonig

Nicht alle Bienen waren unterwegs. Ein Teil der Völker blieb auch auf den heimischen Bienenständen stehen, um Sommertracht zu sammeln. Schließlich ist uns dieser „Heimathonig“ auch sehr wichtig. Nicht umsonst ist Blütenhonig – egal ob Früh- oder Spättracht – der Lieblingshonig vieler Honigesser.

Edelkastanienhonig

In den Edelkastanien- bzw. Maronenwald führt uns immer die weiteste Wanderung im Jahr. Einige Bienenvölker reisen dazu an die Pfälzer Weinstraße und dort im Pfälzer Wald in eine Region, in der sehr viele Edelkastanien im Wald wachsen. Unser Standplatz dort ist recht schwer zu erreichen, aber es ist immer wieder toll, wenn die Kastanienbäume blühen und der ganze Wald nach Maronen riecht.

Bienen im Edelkastanienwald in der Pfalz

Lindenhonig

Lindenhonig gibt es dieses Jahr sogar von zwei Standorten. Nachdem 2021 meine Bienenvölker an einer Lindenallee im Kreis Ludwigsburg gestohlen wurden, habe ich diesen Standort nicht mehr genutzt. Inzwischen ist der Dieb jedoch ermittelt und verurteilt und ich habe es wieder gewagt. Allerdings war es hier eine kleinere Wandergruppe und die Bienenvölker dieses Mal mit technischen Einrichtungen gegen Diebstahl gesichert.

Parallel war eine größere Wandergruppe an Lindenalleen im Landkreis Tübingen. Damit ist sichergestellt, dass wir dieses Mal auch genügend Lindenhonig anbieten können und diese Sorte nicht wieder als erstes zur Neige geht.

Kein Waldhonig oder Melezitosehonig

Obwohl die Prognosen im Frühjahr noch ein sehr gutes Waldtrachtjahr vorhergesagt haben, hat sich das Blatt gewendet. Durch den trockenen Sommer konnten sich die Honigtauerzeuger (Waldläuse wie z.B. die Fichtenquirlschildlaus) nicht gut entwickeln und es gab in weiten Teilen keine oder nur eine geringe Waldtracht. Ich hatte an dem angestammten Standplatz im Schwäbisch-Fränkischen Wald kein Glück und habe die Völker wieder zurückgeholt, als sie ihre Vorräte aufgebraucht hatten, um sie kräftig zu füttern.

Bienen am Waldstandort

Fazit Honigernte 2023

Natürlich ist es Schade, dass es mit dem Waldhonig nicht geklappt hat, aber es war trotzdem ein sehr gutes Honigjahr! Imkerei ist ein Teil der Landwirtschaft und wie diese sehr abhängig vom Umwelteinflüssen wie Regen, Temperaturverläufen, etc. Außerdem ist mir die Gesundheit meiner Bienen wichtiger als die Maximierung des Honigertrages.
Die Qualität der geernteten Honige ist sehr gut und die Menge reicht sicher aus, um unsere Kunden bis zur nächsten Ernte mit Honig von den Bottwarbienen zu versorgen.

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10 Jahre Bottwarbienen mit Edelkastanien-Honigbonbons

Am 15. Juni 2013 habe ich mein erstes Bienenvolk erhalten. Es war ein Ableger, den ein Kollege von mir von seinen Bienen für mich erstellt hatte. Dem Voraus gingen viele Jahre, in denen ich ihn immer wieder zu seinen Bienen befragt habe und wir uns über das Imkern unterhalten haben. Ich hatte das noch garnicht im Sinn, aber er hat mir dann angeboten, es doch einfach selbst zu versuchen.
An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön!
Viele Jahre später, als er größere Winterverluste hatte, konnte ich ihm dann sogar auch ein Volk überlassen.

Was macht man mit so einem Jubiläum? Im Juni war aufgrund der Wanderaktivitäten und der ständigen Schwarmkontrolle keine Zeit für eine besondere Aktion.
Aber hier sind sie jetzt, unsere eigenen Edelkastanien-Honigbonbons!
Gute Hongbonbons gibt es natürlich schon, aber diese Bonbons sind besonders. Sie wurden für uns von einer Bonbonmanufaktur auf ganz klassische Weise handwerklich hergestellt. Und natürlich stammt der für die Bonbons verwendete Edelkastanienhonig von unseren Bienen.

Eine spontane Idee führte zu unserem ersten eigenen Honigbonbon. Auf einem Markt hatten wir unseren Stand direkt gegenüber vom „Bonbole“ und jetzt gibt es die ersten Edelkastanien-Honigbonbons dieser tollen kleinen Bonbonmanufaktur.

Wir haben ein paar Kilo dieser Bonbons für uns herstellen lassen und solange der Vorrat reicht, gibt es sie überall da, wo es auch unseren Honig gibt.

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Wir verkaufen nicht mehr auf dem Wochenmarkt in Beilstein

Dieser Markt war der erste auf dem wir mit unserem Stand vertreten waren und wir sind daher auch viel länger dabei geblieben, wie es eigentlich Sinn gemacht hat. Ab September 2023 werden wir Freitags leider nicht mehr dort sein. Zeitgleich mit uns hat auch der Gemüsestand aufgehört, diesen Markt zu beschicken.

Nachdem sich andere Marktbeschicker aber nicht an für uns wesentliche Absprachen halten, werden wir diesen Wochenmarkt nicht mehr unterstützen. Der Wochenmarkt in Beilstein ist zu klein, um den Aufwand für uns dauerhaft zu rechtfertigen. Um unsere dortigen Stammkunden zu versorgen, waren wir trotzdem noch alle 2 Wochen auf dem Markt.

Für unsere Stammkunden sind wir natürlich weiterhin gerne da und die ersten Kunden vom Wochenmarkt in Beilstein haben ihren Honig auch schon direkt bei uns in Oberstenfeld gekauft. Herzlichen Dank!

Dieses Angebot gibt es schon immer und es gilt natürlich nicht nur für Honigliebhaber aus Beilstein, sondern für die ganze Region. Schließlich ist es uns wichtig, unseren Honig nicht nur regional zu ernten und ihn ebenso auch regional zu verkaufen. Honiggenuss von hier sozusagen.

Unseren Honig kann man weiterhin hier erhalten:

  • Wochenmarkt in Marbach, Samstag am Schulzentrum FSG (alle 2 Wochen)
  • Wochenmarkt in Unterheinriet, Donnerstag im Ortszentrum (alle 2 Wochen)
  • Bei uns direkt in Oberstenfeld (idealerweise vorher anrufen, dann können wir alles vorrichten und den Abholtermin abstimmen)
  • Tagesmärkte, wie z.B. der Frühlingsmarkt in Tamm
  • Online-Shop
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2022 – Rückblick auf ein spannendes Jahr in der Imkerei

Wanderungen und Honigernte

Um es gleich vorweg zu schreiben: Es gab wieder Honig… Nach dem Rekordjahr 2020 war 2021 fast ein Totalausfall. In 2022 waren die Entwicklung der Bienenvölker und vor allem auch die Witterungsverhältinisse wieder besser für die Honigbienen. Kein Rekordjahr, aber auf einem ordentlichen Niveau. Imkerei ist eben auch Landwirtschaft und in diesem Bereich sind die Erträge bekanntermaßen sehr wechselhaft und sehr oft nicht selbst zu beeinflussen.

Die meisten Wanderungen fanden zusammen mit meinem befreundeten Imkerkollegen Dirk statt. So kann man sich gegenseitig prima unterstützen und es macht auch einfach auch noch mehr Spaß!

  • Frühtracht bzw. Blütenhonig von unseren eigenen Streuobstwiesen bzw. aus dem oberen Bottwartal
  • Rapshonig von neuem Standort bei einem bienenbegeistertem Nebenerwerbslandwirt
  • Sommertracht bzw. Sommerblütenhonig ebenfalls von unseren eigenen Streuobstwiesen bzw. aus dem oberen Bottwarttal
  • Edelkastanienhonig aus dem Pfälzer Wald bzw. von der Pfälzer Weinstraße – auch eine sehr schöne Weingegend!
  • Lindenhonig dieses Mal nicht von unserem angestammten Platz – der Diebstahl 2021 wirkt noch nach – sondern von einem neuen Standort
  • Waldhonig aus dem Schwäbisch-Fränkischen Wald. Unser angestammter Standplatz. Es gab wie erwartet relativ wenig Ertrag und die Klimaveränderungen, die Trockenheit der letzten Jahre und der Rückgang des Fichtenbestandes zeigt hier klare Auswirkungen

Vermehrung / Bienenzucht

Wir betreiben bislang keine wirklich ausgeprägte eigene Bienenzucht. Das Know-how haben wir, aber die Zeit und das nötige präzise Timing lassen das derzeit nicht zu. Wir bilden sogenannte Ableger von den Völkern, die gute Eigenschaften zeigen. Auf diese Weise ergänzen oder ersetzen wir immer einen Teil unserer Bienenvölker. Auch dieses Jahr haben wir ergänzend dazu wieder ein paar Königinnen eines professionellen Züchters zugekauft und damit sogenannte Kunstschwärme erstellt.

Trockener Sommer

Im Sommer war es zeitweise so trocken, dass wir unsere Bienenstände wieder einmal mit Hühnertränken ausgerüstet haben. So bekommen die Bienen zusätzlich dringend benötigtes Wasser.

Fütterung und Bienengesundheit

Durch das frühe Ende der Trachten haben die Bienen sehr viel Futtersirup bereits direkt beim oder kurz nach dem Einfüttern wieder aufgebraucht. Die Bienenvölker haben diesen Treibstoff bzw. dieses Energie dringend gebraucht. Es musste dieses Mal also sehr viel mehr Futter über einen deutlich längeren Zeitraum gegeben werden. Selbstverständlich sparen wir auch trotz der massiv gestiegenen Futterpreisen nicht beim Füttern. Da die Bienen aber z.B. durch die Wärmephase zum Jahreswechsel sehr aktiv werden, könnte das Futter in den Bienenvölkern knapp werden. Wir werden aber genau darauf achten und soweit nötig und möglich nachfüttern.

Wir folgen im Wesentlichen den Empfehlungen des Württembergischen Behandlungskonzepts, das von der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim entwickelt und von Zeit zu Zeit auch angepasst wird. D.h. wir behandeln unser Bienen zur Eindämmung der Varroa-Milben und der damit in Zusammenhang stehenden Bienenkrankheiten ausschließlich mit den natürlichen organischen Säuren Ameisensäure und Oxalsäure. Die Behandlungen werden als Verdunstung oder Träufelbehandlung durchgeführt und es ist immer sichergestellt, dass dies nur außerhalb der Tracht erfolgt, bzw. so schonend wie möglich für die Bienen ist. Zur Gesunderhaltung der Honigbienen sind dies Behandlung bisher unverzichtbar.

Da wir aktiv beim Deutschen Bienenmonitoring mitarbeiten und dafür unter anderem regelmäßig Bienenproben genommen und analysiert werden, haben wir für die in diesem Programm befindlichen Bienenvölker direkte und verlässliche Informationen. Die Untersuchung im Herbst 2022 kam zu dem Ergebnis, dass nur in 1 von 10 Völkern Varroa-Milben gefunden werden konnten. Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass in diesen Völkern keine Milben sind. Es zeigt aber, dass der Befalls mit Varroa-Milben unterdurchschnittlich niedrig ist und die Führung und Behandlung unserer Völker auf einem sehr guten Niveau ist.

Neuer Wochenmarkt

Bislang haben wir unseren Honig auf den kleinen Wochenmärkten in Beilstein und Unterheinriet verkauft. Seit diesem Jahr sind wir mit unserem kleinen Stand auch auf dem Wochenmarkt am Samstag in Marbach am Neckar vertreten. Dieser Wochenarkt befindet sich verkehrsgünstig gelegen auf dem Parkplatz am Schulzentrum bzw. dem Friedrich-Schiller-Gynmasiums und in der Regel sind wir alle 2 Wochen dort.

Teilnahme an Veranstaltungen

Während der Hochphase der Corona-Pandemie konnten viele Veranstaltungen garnicht oder nur eingeschränkt online stattfinden. In diesem Jahr konnten einige Veranstaltungen wieder zum alten Format zurückkehren und persönliche Treffen stattfinden. Im Kleinen zum Beispiel die Stammtische des Imkervereins, aber auch der Hohenheimer Tag der Landesanstalt für Bienenkunde oder die eurobee, die Süddeutschen Berufs- und Erwerbsimkertage. Es war in jedem Fall sehr gut, die Imker-Kolleginnen und -kollegen zum Gespräch und Erfahrungsaustausch endlich wieder persönlich treffen zu können.

Weihnachlicher Markt in Heinriet

Wir waren erstmals mit unserem Imkereistand auf diesem kleinen aber sehr stimmungsvollen Weihnachtsmarkt vertreten. Neben unserem klassischen Angebot haben wir unseren Weihnachts-Met hier auch selbst ausgeschenkt.

Honigwein für die Striezelhütte

Ab dem Spätsommer konnte die Striezelhütte wieder an Veranstaltungen teilnehmen. So gab es auch unseren selbst hergestellter Met wieder auf Mittelaltermärkten und Weihnachtsmärkte.

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Nein zu einer Deponie im oberen Bottwartal!

Auch wir wurden von der katastrophal kommunizierten Nachricht überrascht: Eine Deponie mit 45 Hektar Größe inmitten des Naherholungsgebietes Oberes Bottwartal?!

Die Idee einer Deponie in der Nähe unserer Bienenstände und damit mitten im Flugbereich unserer Honigbienen scheint völlig absurd zu sein. Wir erhalten hier mehrere Streuobstwiesen und tragen damit und vor allem durch die Bestäubungsleistung unserer Bienen zum Erhalt dieser schützenswerten Kulturlandschaft bei.

Wer hier seine Streuobstwiese bewirtschaftet oder einfach nur ein „Stückle“ hat, der muss eine Vielzahl von Regelungen und Einschränkungen beachten. Aber eine riesige Deponie mit neuen Zufahrtsstraßen, massivem Verkehrsaufkommen und der enormen Belastung durch Lärm und Staub/Dreck soll erlaubt sein? Mal ganz abgesehen von möglichen Belastungen für den Boden durch die eingebrachten Abfälle…!

Weitere Infos finden sich hier: https://www.nein-zur-deponie.de/

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Nachtrag zu 2021 – Wanderschaft bzw. Evakuierung

Standorte und Wanderungen 2021

  • Blütenhonig im Bottwartal – keine Honigernte
  • Rapshonig auf der Ostalb – unterdurchschnittliche Honigernte
  • Akazienhonig in Rheinland Pfalz – keine Honigernte und Diebstahl von Beutenmaterial
  • Lindenhonig an der Murr – unsere Bienenvölker wurden komplett mit dem Honig gestohlen
  • Edelkastanienhonig in Rheinland Pfalz – unterdurchschnittliche Honigernte
  • Sommerhonig im Bottwartal – keine Honigernte
  • Sommerhonig in der Südpfalz – unterdurchschnittliche Honigernte
  • Waldhonig im Schwäbisch-fränkischen Wald – nicht angewandert, da keine Tracht zu erwarten war

Auch die Bienenzucht war in 2021 schwieriger. Für eine gezielte Zucht mit Sammelbrutableger und Umlarven war zu wenig Zeit und die Völker zu weit verteilt. Die klassische Methode über die Ablegerbildung mit dem Schwarmtrieb war aber auch weniger erfolgreich als in den vorangegangenen Jahren. Um dann die gestohlenen Völker schnell wieder auszugleichen, haben wir einige Königinnen zugekauft und über Kunstschwärme neue Bienenvölker gebildet. Auch hier war es natürlich auch nicht dienlich, dass die Völker im Schnitt deutlich schwächer waren und so auch weniger Bienenmasse zur Völkerbildung zur Verfügung stand.

Wir setzen bei der Bienengesundheit auf das klassische Behandlungskonzept der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim. Mit einigen unserer Bienenvölker unterstützen wir das Deutsche Bienenmonitoring. Die Analysen im Herbst 2021 haben gezeigt, dass die Varroa-Belastung unserer Bienen höher war, als in den vorangegangenen Jahren. Auch hier kann die Wettersituation bzw. die schlechtere Entwicklung der Völker eine Rolle gespielt haben. Fast schon folgerichtig, hatten wir im Winter 2021/2022 auch rund doppelt so viele Verluste als üblich.

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Relaunch dieser Webseite

In 2022 hatten wir sehr lange mit technischen Problemen im Backend der Webseite zu kämpfen und es gab daher auch schon seit einiger Zeit keine weiteren Beiträge oder Aktualisierungen mehr. Das heißt aber nicht, dass in der Imkerei nicht trotzdem viel passiert ist. So viel, dass die Webseite nicht oberste Priorität hatte, sondern wie immer natürlich die Bienen.

Durch die Unterstützung eines befreundeten „Nerds“ funktioniert die technische Basis nun wieder. Wichtig anzumerken ist, dass der Begriff „Nerd“ hier mit größtem Respekt für das herausragende Know-how verwendet wird.

Der Jahreswechsel hat nun auch die Möglichkeit geboten, die Webseite ein paar wenige Tage offline zu stellen. Die gründliche Überarbeitung zeigt sich unter anderem auch im Design. Das jahrelang verwendete Theme AVADA musste weichen und nach guten Erfahrungen bei einem anderen Projekt kommt hier nun auch bei den Bottwarbienen Storefront von Automattic zum Einsatz. Die bereits von Beginn an verwendete Shop-Software WooCommerce stammt ebenso von Automattic und damit ist u.a. auch eine reibungslose Integration dieser Bausteine gewährleistet.

Viele Grüße aus dem Bottwartal!
Martin Schäfer

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Wir erhöhen unsere Honigpreise moderat

Wir planen schon seit einiger Zeit und das meint rund 1-2 Jahre, unsere Honigpreise anzupassen. Relevanten Kostensteigerungen konnten und können wir uns als kleine Freizeitimkerei nicht entziehen. Beispielsweise beträgt die Steigerung bei Futtersirup von 2021 auf 2022 rund 55%. Und aufgrund der Energiekostensteigerungen steigen auch die Kosten für Honiggläser und Flaschen.

Da wir weiterhin attraktive Preise anbieten möchten, erhöhen wir die Preise für unsere Honiggläser aber nur moderat um 50 Cent pro Glas.
Die neuen Preise gelten ab 02.04.2022.

Wir haben bereits mit einigen unserer Kunden gesprochen und freuen uns über das sehr gute Feedback und Verständnis. Zitat: „Eure Preise sind doch eigentlich zu günstig und der Honig seinen Preis wert.“

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Veitshöchheimer Imkerforum

Das Veitshöchheimer Imkerforum hat am 05.02.2022 online stattgefunden und das war eine gute Gelegenheit auch mal bei einem anderen Bieneninstitut reinzuhören. Es war eine inhaltlich sehr interessante und auch sehr gut organisierte Veranstaltung mit rund 1.000 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet.

Infos zum Imkerforum finden sich hier auf der Webseite der LWG: https://www.lwg.bayern.de/bienen/bildung_beruf/093457/index.php

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Asterix-Bienen?

Wir befinden uns am 30. Januar des Jahres 2022 bei 7° Celsius am Bienenstand. Alle Bienenvölker im Bottwartal ruhen… Alle Bienenvölker? Nein! Eine von unbeugsamen Carnicas bevölkerte Beute hört nicht auf, den niedrigen Temperaturen zu trotzen…

Irgendwie erinnert dieses Volk heute an das kleine Dorf in Gallien.

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Bienendiebstahl in der Presse

Wir haben nach dem Diebstahl unserer Bienen die Tageszeitungen in unserem Umfeld kontaktiert und auf unseren Verlust aufmerksam gemacht. Möglichst viel Aufmerksamkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Hinweise bei der Polizei eingehen.

Die Beuten, die Bienen oder den Lindenhonig hat es uns nicht zurückgebracht. Wenn das Thema Bienendiebstahl aber insgesamt bekannter ist, wird von Passanten vielleicht mehr auf die Bienenkästen „aufgepasst“ und es finden sich dann bei einem zukünftigen Fall vielleicht Zeugen. Viel besser wäre es aber natürlich, wenn es keine Bienendiebstähle mehr geben wird. Meine persönliche Vermutung ist aber, dass das Problem weiter zunehmen wird.

Ludwigsburger Kreiszeitung 24.07.2021

Auch die Marbacher Zeitung hat in ihrem Online-Angebot einen kurzen Hinweis gebracht. In der Print-Ausgabe war an diesem Wochenende kein Platz mehr.

BILD Stuttgart 24.07.2021

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Bienenvölker wurden gestohlen!!!

Es passiert immer mal wieder, aber jetzt hat es auch unsere Bottwarbienen getroffen: 6 Bienenvölker, die zwischen Marbach und Rielingshausen an der Lindenallee standen, wurden zwischen Freitag 16.07.2021 um 22:20 Uhr und Samstag 17.07.2021 um 9:15 Uhr gestohlen!

Parallel zu meinen Völkern wurden auch am oberen Ende der Lindenallee von einem Imkerkollegen aus Kleinaspach ebenfalls 2 Völker gestohlen. Bei allen gestohlenen Völkern handelt es sich um starke Wirtschaftsvölker, deren Honigräume mit Lindenhonig gefüllt waren und die jeweils in den nächsten 2-3 Tagen an die Heimatstandorte abgewandert worden wären. Der Dieb hat den Zeitpunkt also ideal gewählt, um starke Bienenvölker und eine maximale Honigmenge Lindenhonig zu stehlen. D.h. diese Diebestour wurde ganz offensichtlich von jemandem mit der nötigen Sachkenntnis und Erfahrung ausgeführt.

Es handelt sich um Hohenheimer Einfachbeuten aus Weymouth-Kiefer, das Rähmchenmaß ist Deutsch Normal, d.h. in jeder Zarge befinden sich 12 Rähmchen bzw. im Brutraum 9-11 Rähmchen inkl. Baurahmen auf Position 2 und einem Thermoschied von ApiNord hinten. Über dem Brutraum befinden sich eingelegte Absperrgitter. Es sind Honigbienen der Rasse Apis Mellifera Carnica. Unter dem Deckel aus Edelstahl befinden sich Stockkarten in A4. Die Anflugbretter sind aus Siebdruckplatten gebaut und mit Edelstahl-Flachverbindern unter die Beuten geklemmt. Der Anstrich besteht aus Auro Holzlasur Aqua160 bzw. roter Leinölfirnis.

Für Hinweise, die zum Auffinden meiner Bienenvölker bzw. Bienenkästen dienen, biete ich einen Finderlohn von 500 Euro.

Hat jemand etwas gesehen und kann Hinweise zum Täter machen?
Hat jemand die Bienenkästen an einem anderen Standort gesehen?

Selbstverständlich haben wir sofort bei der Polizei Anzeige erstattet!

Hinweise werden daher bestimmt auch gerne von der Polizei direkt entgegen genommen:
Polizeirevier Marbach am Neckar
Telefon: 07144 900-0
Polizeiliches Aktenzeichen ST/1372092/2021

Standort der Bienenvölker:

Die betroffenen Bienenvölker:

Die Beuten sind nummeriert mit Aluziffern: 1, 10, 18, 29, 32 und 34
Rückansicht der Bienenkästen
Lindenallee zwischen Rielingshausen und Kreisverkehr Marbach (Brücke über die Murr)
Beutenständer und Steine wurden zurückgelassen
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Weissacher Imkertag erstmals online

Dieses Jahr fand der letztes Jahr pandemiebedingt abgesagte 47. Weissacher Imkertag statt. Dieses Mal erstmalig als Online-Format. Natürlich kommt es so nicht zu den Gesprächen und dem Erfahrungsaustausch mit Kollegen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, oder eben nur das eine Mal im Jahr in der Strudelbachhalle trifft. Und natürlich gibt es am heimischen Schreibtisch auch nicht die Maultaschen und den Kuchen der Landfrauen.
Aber ansonsten war es eine absolut gelungene Veranstaltung. Technisch professionell organisiert, hat alles reibungslos funktioniert.

Natürlich 23%!

Die Vorträge waren wieder interessant. Man kann von diesen Veranstaltungen immer wieder Impulse mitnehmen. Manchmal auch, dass man etwas weiterhin nicht machen wird. In meinem Fall das Pollen sammeln für die Vermarktung.

Das Programm des Online-Imkertags:

Begrüßung
Dr. Kurt Mezger, Abteilungspräsident Abteilung 3 am Regierungspräsidium Stuttgart

Grußwort
Daniel Töpfer, Bürgermeister der Gemeinde Weissach

Aktuelles aus dem Sachgebiet Tierhaltung
Stefanie Binder, Sachgebietsleiterin Tierhaltung am Regierungspräsidium Stuttgart

Biodiversität in der Bienenfachberatung
Nadine Herbrand, Regierungspräsidium Stuttgart

Bienenschutz und Pflanzenschutz – ein Widerspruch?
Dr. Jens Pistorius, Leiter des Instituts für Bienenschutz am Julius Kühn-Institut (JKI)

Rückblick / Ausblick – Aktuelles aus der Fachberatung
Thomas Kustermann, Fachberater für Imkerei am Regierungspräsidium Stuttgart

Aktuelle Projekte an der Landesanstalt für Bienenkunde
PD Dr. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde (LAB) an der Universität Hohenheim

Pollen sammeln in Baden-Württemberg
Carolin Friedle, Doktorandin an der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim

Pollen: Gewinnung, Verarbeitung und Vermarktung
Hans Rosen, Imkermeister

Schlusswort