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2022 – Rückblick auf ein spannendes Jahr in der Imkerei

Wanderungen und Honigernte

Um es gleich vorweg zu schreiben: Es gab wieder Honig… Nach dem Rekordjahr 2020 war 2021 fast ein Totalausfall. In 2022 waren die Entwicklung der Bienenvölker und vor allem auch die Witterungsverhältinisse wieder besser für die Honigbienen. Kein Rekordjahr, aber auf einem ordentlichen Niveau. Imkerei ist eben auch Landwirtschaft und in diesem Bereich sind die Erträge bekanntermaßen sehr wechselhaft und sehr oft nicht selbst zu beeinflussen.

Die meisten Wanderungen fanden zusammen mit meinem befreundeten Imkerkollegen Dirk statt. So kann man sich gegenseitig prima unterstützen und es macht auch einfach auch noch mehr Spaß!

  • Frühtracht bzw. Blütenhonig von unseren eigenen Streuobstwiesen bzw. aus dem oberen Bottwartal
  • Rapshonig von neuem Standort bei einem bienenbegeistertem Nebenerwerbslandwirt
  • Sommertracht bzw. Sommerblütenhonig ebenfalls von unseren eigenen Streuobstwiesen bzw. aus dem oberen Bottwarttal
  • Edelkastanienhonig aus dem Pfälzer Wald bzw. von der Pfälzer Weinstraße – auch eine sehr schöne Weingegend!
  • Lindenhonig dieses Mal nicht von unserem angestammten Platz – der Diebstahl 2021 wirkt noch nach – sondern von einem neuen Standort
  • Waldhonig aus dem Schwäbisch-Fränkischen Wald. Unser angestammter Standplatz. Es gab wie erwartet relativ wenig Ertrag und die Klimaveränderungen, die Trockenheit der letzten Jahre und der Rückgang des Fichtenbestandes zeigt hier klare Auswirkungen

Vermehrung / Bienenzucht

Wir betreiben bislang keine wirklich ausgeprägte eigene Bienenzucht. Das Know-how haben wir, aber die Zeit und das nötige präzise Timing lassen das derzeit nicht zu. Wir bilden sogenannte Ableger von den Völkern, die gute Eigenschaften zeigen. Auf diese Weise ergänzen oder ersetzen wir immer einen Teil unserer Bienenvölker. Auch dieses Jahr haben wir ergänzend dazu wieder ein paar Königinnen eines professionellen Züchters zugekauft und damit sogenannte Kunstschwärme erstellt.

Trockener Sommer

Im Sommer war es zeitweise so trocken, dass wir unsere Bienenstände wieder einmal mit Hühnertränken ausgerüstet haben. So bekommen die Bienen zusätzlich dringend benötigtes Wasser.

Fütterung und Bienengesundheit

Durch das frühe Ende der Trachten haben die Bienen sehr viel Futtersirup bereits direkt beim oder kurz nach dem Einfüttern wieder aufgebraucht. Die Bienenvölker haben diesen Treibstoff bzw. dieses Energie dringend gebraucht. Es musste dieses Mal also sehr viel mehr Futter über einen deutlich längeren Zeitraum gegeben werden. Selbstverständlich sparen wir auch trotz der massiv gestiegenen Futterpreisen nicht beim Füttern. Da die Bienen aber z.B. durch die Wärmephase zum Jahreswechsel sehr aktiv werden, könnte das Futter in den Bienenvölkern knapp werden. Wir werden aber genau darauf achten und soweit nötig und möglich nachfüttern.

Wir folgen im Wesentlichen den Empfehlungen des Württembergischen Behandlungskonzepts, das von der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim entwickelt und von Zeit zu Zeit auch angepasst wird. D.h. wir behandeln unser Bienen zur Eindämmung der Varroa-Milben und der damit in Zusammenhang stehenden Bienenkrankheiten ausschließlich mit den natürlichen organischen Säuren Ameisensäure und Oxalsäure. Die Behandlungen werden als Verdunstung oder Träufelbehandlung durchgeführt und es ist immer sichergestellt, dass dies nur außerhalb der Tracht erfolgt, bzw. so schonend wie möglich für die Bienen ist. Zur Gesunderhaltung der Honigbienen sind dies Behandlung bisher unverzichtbar.

Da wir aktiv beim Deutschen Bienenmonitoring mitarbeiten und dafür unter anderem regelmäßig Bienenproben genommen und analysiert werden, haben wir für die in diesem Programm befindlichen Bienenvölker direkte und verlässliche Informationen. Die Untersuchung im Herbst 2022 kam zu dem Ergebnis, dass nur in 1 von 10 Völkern Varroa-Milben gefunden werden konnten. Dies bedeutet selbstverständlich nicht, dass in diesen Völkern keine Milben sind. Es zeigt aber, dass der Befalls mit Varroa-Milben unterdurchschnittlich niedrig ist und die Führung und Behandlung unserer Völker auf einem sehr guten Niveau ist.

Neuer Wochenmarkt

Bislang haben wir unseren Honig auf den kleinen Wochenmärkten in Beilstein und Unterheinriet verkauft. Seit diesem Jahr sind wir mit unserem kleinen Stand auch auf dem Wochenmarkt am Samstag in Marbach am Neckar vertreten. Dieser Wochenarkt befindet sich verkehrsgünstig gelegen auf dem Parkplatz am Schulzentrum bzw. dem Friedrich-Schiller-Gynmasiums und in der Regel sind wir alle 2 Wochen dort.

Teilnahme an Veranstaltungen

Während der Hochphase der Corona-Pandemie konnten viele Veranstaltungen garnicht oder nur eingeschränkt online stattfinden. In diesem Jahr konnten einige Veranstaltungen wieder zum alten Format zurückkehren und persönliche Treffen stattfinden. Im Kleinen zum Beispiel die Stammtische des Imkervereins, aber auch der Hohenheimer Tag der Landesanstalt für Bienenkunde oder die eurobee, die Süddeutschen Berufs- und Erwerbsimkertage. Es war in jedem Fall sehr gut, die Imker-Kolleginnen und -kollegen zum Gespräch und Erfahrungsaustausch endlich wieder persönlich treffen zu können.

Weihnachlicher Markt in Heinriet

Wir waren erstmals mit unserem Imkereistand auf diesem kleinen aber sehr stimmungsvollen Weihnachtsmarkt vertreten. Neben unserem klassischen Angebot haben wir unseren Weihnachts-Met hier auch selbst ausgeschenkt.

Honigwein für die Striezelhütte

Ab dem Spätsommer konnte die Striezelhütte wieder an Veranstaltungen teilnehmen. So gab es auch unseren selbst hergestellter Met wieder auf Mittelaltermärkten und Weihnachtsmärkte.

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Nein zu einer Deponie im oberen Bottwartal!

Auch wir wurden von der katastrophal kommunizierten Nachricht überrascht: Eine Deponie mit 45 Hektar Größe inmitten des Naherholungsgebietes Oberes Bottwartal?!

Die Idee einer Deponie in der Nähe unserer Bienenstände und damit mitten im Flugbereich unserer Honigbienen scheint völlig absurd zu sein. Wir erhalten hier mehrere Streuobstwiesen und tragen damit und vor allem durch die Bestäubungsleistung unserer Bienen zum Erhalt dieser schützenswerten Kulturlandschaft bei.

Wer hier seine Streuobstwiese bewirtschaftet oder einfach nur ein „Stückle“ hat, der muss eine Vielzahl von Regelungen und Einschränkungen beachten. Aber eine riesige Deponie mit neuen Zufahrtsstraßen, massivem Verkehrsaufkommen und der enormen Belastung durch Lärm und Staub/Dreck soll erlaubt sein? Mal ganz abgesehen von möglichen Belastungen für den Boden durch die eingebrachten Abfälle…!

Weitere Infos finden sich hier: https://www.nein-zur-deponie.de/

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Nachtrag zu 2021 – Wanderschaft bzw. Evakuierung

Standorte und Wanderungen 2021

  • Blütenhonig im Bottwartal – keine Honigernte
  • Rapshonig auf der Ostalb – unterdurchschnittliche Honigernte
  • Akazienhonig in Rheinland Pfalz – keine Honigernte und Diebstahl von Beutenmaterial
  • Lindenhonig an der Murr – unsere Bienenvölker wurden komplett mit dem Honig gestohlen
  • Edelkastanienhonig in Rheinland Pfalz – unterdurchschnittliche Honigernte
  • Sommerhonig im Bottwartal – keine Honigernte
  • Sommerhonig in der Südpfalz – unterdurchschnittliche Honigernte
  • Waldhonig im Schwäbisch-fränkischen Wald – nicht angewandert, da keine Tracht zu erwarten war

Auch die Bienenzucht war in 2021 schwieriger. Für eine gezielte Zucht mit Sammelbrutableger und Umlarven war zu wenig Zeit und die Völker zu weit verteilt. Die klassische Methode über die Ablegerbildung mit dem Schwarmtrieb war aber auch weniger erfolgreich als in den vorangegangenen Jahren. Um dann die gestohlenen Völker schnell wieder auszugleichen, haben wir einige Königinnen zugekauft und über Kunstschwärme neue Bienenvölker gebildet. Auch hier war es natürlich auch nicht dienlich, dass die Völker im Schnitt deutlich schwächer waren und so auch weniger Bienenmasse zur Völkerbildung zur Verfügung stand.

Wir setzen bei der Bienengesundheit auf das klassische Behandlungskonzept der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim. Mit einigen unserer Bienenvölker unterstützen wir das Deutsche Bienenmonitoring. Die Analysen im Herbst 2021 haben gezeigt, dass die Varroa-Belastung unserer Bienen höher war, als in den vorangegangenen Jahren. Auch hier kann die Wettersituation bzw. die schlechtere Entwicklung der Völker eine Rolle gespielt haben. Fast schon folgerichtig, hatten wir im Winter 2021/2022 auch rund doppelt so viele Verluste als üblich.

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Relaunch dieser Webseite

In 2022 hatten wir sehr lange mit technischen Problemen im Backend der Webseite zu kämpfen und es gab daher auch schon seit einiger Zeit keine weiteren Beiträge oder Aktualisierungen mehr. Das heißt aber nicht, dass in der Imkerei nicht trotzdem viel passiert ist. So viel, dass die Webseite nicht oberste Priorität hatte, sondern wie immer natürlich die Bienen.

Durch die Unterstützung eines befreundeten „Nerds“ funktioniert die technische Basis nun wieder. Wichtig anzumerken ist, dass der Begriff „Nerd“ hier mit größtem Respekt für das herausragende Know-how verwendet wird.

Der Jahreswechsel hat nun auch die Möglichkeit geboten, die Webseite ein paar wenige Tage offline zu stellen. Die gründliche Überarbeitung zeigt sich unter anderem auch im Design. Das jahrelang verwendete Theme AVADA musste weichen und nach guten Erfahrungen bei einem anderen Projekt kommt hier nun auch bei den Bottwarbienen Storefront von Automattic zum Einsatz. Die bereits von Beginn an verwendete Shop-Software WooCommerce stammt ebenso von Automattic und damit ist u.a. auch eine reibungslose Integration dieser Bausteine gewährleistet.

Viele Grüße aus dem Bottwartal!
Martin Schäfer

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Wir erhöhen unsere Honigpreise moderat

Wir planen schon seit einiger Zeit und das meint rund 1-2 Jahre, unsere Honigpreise anzupassen. Relevanten Kostensteigerungen konnten und können wir uns als kleine Freizeitimkerei nicht entziehen. Beispielsweise beträgt die Steigerung bei Futtersirup von 2021 auf 2022 rund 55%. Und aufgrund der Energiekostensteigerungen steigen auch die Kosten für Honiggläser und Flaschen.

Da wir weiterhin attraktive Preise anbieten möchten, erhöhen wir die Preise für unsere Honiggläser aber nur moderat um 50 Cent pro Glas.
Die neuen Preise gelten ab 02.04.2022.

Wir haben bereits mit einigen unserer Kunden gesprochen und freuen uns über das sehr gute Feedback und Verständnis. Zitat: „Eure Preise sind doch eigentlich zu günstig und der Honig seinen Preis wert.“

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Veitshöchheimer Imkerforum

Das Veitshöchheimer Imkerforum hat am 05.02.2022 online stattgefunden und das war eine gute Gelegenheit auch mal bei einem anderen Bieneninstitut reinzuhören. Es war eine inhaltlich sehr interessante und auch sehr gut organisierte Veranstaltung mit rund 1.000 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet.

Infos zum Imkerforum finden sich hier auf der Webseite der LWG: https://www.lwg.bayern.de/bienen/bildung_beruf/093457/index.php

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Asterix-Bienen?

Wir befinden uns am 30. Januar des Jahres 2022 bei 7° Celsius am Bienenstand. Alle Bienenvölker im Bottwartal ruhen… Alle Bienenvölker? Nein! Eine von unbeugsamen Carnicas bevölkerte Beute hört nicht auf, den niedrigen Temperaturen zu trotzen…

Irgendwie erinnert dieses Volk heute an das kleine Dorf in Gallien.

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Bienendiebstahl in der Presse

Wir haben nach dem Diebstahl unserer Bienen die Tageszeitungen in unserem Umfeld kontaktiert und auf unseren Verlust aufmerksam gemacht. Möglichst viel Aufmerksamkeit erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Hinweise bei der Polizei eingehen.

Die Beuten, die Bienen oder den Lindenhonig hat es uns nicht zurückgebracht. Wenn das Thema Bienendiebstahl aber insgesamt bekannter ist, wird von Passanten vielleicht mehr auf die Bienenkästen „aufgepasst“ und es finden sich dann bei einem zukünftigen Fall vielleicht Zeugen. Viel besser wäre es aber natürlich, wenn es keine Bienendiebstähle mehr geben wird. Meine persönliche Vermutung ist aber, dass das Problem weiter zunehmen wird.

Ludwigsburger Kreiszeitung 24.07.2021

Auch die Marbacher Zeitung hat in ihrem Online-Angebot einen kurzen Hinweis gebracht. In der Print-Ausgabe war an diesem Wochenende kein Platz mehr.

BILD Stuttgart 24.07.2021

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Bienenvölker wurden gestohlen!!!

Es passiert immer mal wieder, aber jetzt hat es auch unsere Bottwarbienen getroffen: 6 Bienenvölker, die zwischen Marbach und Rielingshausen an der Lindenallee standen, wurden zwischen Freitag 16.07.2021 um 22:20 Uhr und Samstag 17.07.2021 um 9:15 Uhr gestohlen!

Parallel zu meinen Völkern wurden auch am oberen Ende der Lindenallee von einem Imkerkollegen aus Kleinaspach ebenfalls 2 Völker gestohlen. Bei allen gestohlenen Völkern handelt es sich um starke Wirtschaftsvölker, deren Honigräume mit Lindenhonig gefüllt waren und die jeweils in den nächsten 2-3 Tagen an die Heimatstandorte abgewandert worden wären. Der Dieb hat den Zeitpunkt also ideal gewählt, um starke Bienenvölker und eine maximale Honigmenge Lindenhonig zu stehlen. D.h. diese Diebestour wurde ganz offensichtlich von jemandem mit der nötigen Sachkenntnis und Erfahrung ausgeführt.

Es handelt sich um Hohenheimer Einfachbeuten aus Weymouth-Kiefer, das Rähmchenmaß ist Deutsch Normal, d.h. in jeder Zarge befinden sich 12 Rähmchen bzw. im Brutraum 9-11 Rähmchen inkl. Baurahmen auf Position 2 und einem Thermoschied von ApiNord hinten. Über dem Brutraum befinden sich eingelegte Absperrgitter. Es sind Honigbienen der Rasse Apis Mellifera Carnica. Unter dem Deckel aus Edelstahl befinden sich Stockkarten in A4. Die Anflugbretter sind aus Siebdruckplatten gebaut und mit Edelstahl-Flachverbindern unter die Beuten geklemmt. Der Anstrich besteht aus Auro Holzlasur Aqua160 bzw. roter Leinölfirnis.

Für Hinweise, die zum Auffinden meiner Bienenvölker bzw. Bienenkästen dienen, biete ich einen Finderlohn von 500 Euro.

Hat jemand etwas gesehen und kann Hinweise zum Täter machen?
Hat jemand die Bienenkästen an einem anderen Standort gesehen?

Selbstverständlich haben wir sofort bei der Polizei Anzeige erstattet!

Hinweise werden daher bestimmt auch gerne von der Polizei direkt entgegen genommen:
Polizeirevier Marbach am Neckar
Telefon: 07144 900-0
Polizeiliches Aktenzeichen ST/1372092/2021

Standort der Bienenvölker:

Die betroffenen Bienenvölker:

Die Beuten sind nummeriert mit Aluziffern: 1, 10, 18, 29, 32 und 34
Rückansicht der Bienenkästen
Lindenallee zwischen Rielingshausen und Kreisverkehr Marbach (Brücke über die Murr)
Beutenständer und Steine wurden zurückgelassen
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Weissacher Imkertag erstmals online

Dieses Jahr fand der letztes Jahr pandemiebedingt abgesagte 47. Weissacher Imkertag statt. Dieses Mal erstmalig als Online-Format. Natürlich kommt es so nicht zu den Gesprächen und dem Erfahrungsaustausch mit Kollegen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, oder eben nur das eine Mal im Jahr in der Strudelbachhalle trifft. Und natürlich gibt es am heimischen Schreibtisch auch nicht die Maultaschen und den Kuchen der Landfrauen.
Aber ansonsten war es eine absolut gelungene Veranstaltung. Technisch professionell organisiert, hat alles reibungslos funktioniert.

Natürlich 23%!

Die Vorträge waren wieder interessant. Man kann von diesen Veranstaltungen immer wieder Impulse mitnehmen. Manchmal auch, dass man etwas weiterhin nicht machen wird. In meinem Fall das Pollen sammeln für die Vermarktung.

Das Programm des Online-Imkertags:

Begrüßung
Dr. Kurt Mezger, Abteilungspräsident Abteilung 3 am Regierungspräsidium Stuttgart

Grußwort
Daniel Töpfer, Bürgermeister der Gemeinde Weissach

Aktuelles aus dem Sachgebiet Tierhaltung
Stefanie Binder, Sachgebietsleiterin Tierhaltung am Regierungspräsidium Stuttgart

Biodiversität in der Bienenfachberatung
Nadine Herbrand, Regierungspräsidium Stuttgart

Bienenschutz und Pflanzenschutz – ein Widerspruch?
Dr. Jens Pistorius, Leiter des Instituts für Bienenschutz am Julius Kühn-Institut (JKI)

Rückblick / Ausblick – Aktuelles aus der Fachberatung
Thomas Kustermann, Fachberater für Imkerei am Regierungspräsidium Stuttgart

Aktuelle Projekte an der Landesanstalt für Bienenkunde
PD Dr. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde (LAB) an der Universität Hohenheim

Pollen sammeln in Baden-Württemberg
Carolin Friedle, Doktorandin an der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim

Pollen: Gewinnung, Verarbeitung und Vermarktung
Hans Rosen, Imkermeister

Schlusswort

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Social Distancing mit den Bienen beendet

Die Bienen fliegen wieder und das heißt, dass man als Imker endlich wieder direkten Kontakt mit den Bienen hat.

Alle Bienenvölker fliegen und tragen Pollen für die erste Brut ein

Im phänologischen Kalender der Natur wird das Jahr in 10 Jahreszeiten eingeteilt. Das Jahr beginnt mit dem Vorfrühling durchschnittlich Mitte Februar. Zeigerpflanze dafür sind die Hasel und Schneeglöckchen. Bei den Wildpflanzen ist die Salweide wichtig. Alle diese Pflanzen blühen derzeit auch schon am Hauptbienenstand der Bottwarbienen.

Diese Pflanzen zeigen nicht nur an, dass es los geht, sie sind auch für die Bienen wichtig. Beispielsweise sammeln die Bienen Haselpollen, was den ersten kräftigen Brutschub unterstützt. Auch die Salweide ist für die Bienen von besonders wertvoll. Die Bienen fliegen jetzt aber nicht nur aus, um Pollen für die erste Brut zu sammeln, sondern auch um Kot abzusetzen. Frühe und häufige Reinigungsflüge sind für die Gesundheit und das Überleben des Bienenvolkes von großer Bedeutung. Werden die Bienen den Kot nicht außerhalb des Stockes los, kann es zu Erkrankungen kommen.
Aber jetzt ist das kein Thema mehr, bei Temperaturen von teilweise >15°C können die Bienen ausreichend gut ausfliegen.

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Eisblumenhonig?

Nein, Eisblumenhonig gibt es natürlich nicht. Nachdem es Ende Januar / Anfang Februar tagsüber schon über 10°C hatte, sind die Bienen bereits geflogen. Es waren aber nicht nur Reinigungsflüge, sondern sie haben auch bereits frischen Haselpollen eingetragen. Alle Völker waren vital und manche hatten sogar bereits mit dem Brutbetrieb begonnen.

Bei der erneuten Kältephase werden sie versuchen die Brut warmzuhalten und dabei deutlich mehr Futter verbrauchen. Bleibt also zu hoffen, dass der Futtervorrat ausreichen wird und es auch nicht zu einem Futterabriss kommt. Dieser Begriff bezeichnet die Problematik, dass sich die Bienentraube aufgrund der sehr kalten Temperaturen enger zusammen zieht und dann der manchmal nur sehr kurze Weg zum Futtervorrat nicht mehr überbrückt werden kann. So kann es vorkommen, dass ein Bienenvolk verhungert, obwohl es nur wenige Zentimeter von ausreichend Futter entfernt ist. Aber gehen wir mal davon aus, dass alles gut geht.

In den nächsten Tagen wird die Temperatur auch in der Nacht selten unter 0°C fallen und die Tagestemperaturen werden bald wieder zweistellig sein. Dann wird sich zeigen, wie gut die Bienen über den Winter gekommen sind. In den letzten Jahren konnten wir diese Frage immer mit „sehr gut“ beantworten. Wir sind daher sehr zuversichtlich und freuen uns darauf, die Bienen bald wieder fliegen zu sehen.

Ausser ab und zu mal zu kontrollieren, ob am Bienenstand alles ok ist, ist bei den Bienen gerade nichts zu tun. Die Fluglochkeile sind inwischen wieder von kleinem Loch (Wespenabwehr im Spätherbst) auf die breitere Öffnung gedreht. So können die Bienen bei wärmerem Wetter problemlos den Totenfall raus räumen. Wir sind inzwischen davon abgekommen, Drahtgitter zu verwenden. Die Bienen kommen mit dem Totenfall, aber auch mit frischen Pollenhöschen, nur schwer durch das 8x8mm große Gitter. Sobald die Völker im Frühjahr wieder stark genug sind, werden die Fluglochkeile wieder ganz entfernt.

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Winterarbeiten: Oxalsäure, Honiggläser, Spechtalarm und Webshop

Für manche Aufgaben bleibt während der Hochsaison auch einfach keine Zeit oder man kann manches auch gut im Winter erledigen. Es bleibt immer noch etwas zu tun. Egal bei welchem Hobby. Man könnte doch noch …

Oxalsäurebehandlung (Restentmilbung)

Die klassische Winteraufgabe schlechthin. Muss sein und muss auch genau dann sein. Bei uns in diesem Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag. Das Datum ist dabei aber nicht entscheidend. Wichtig für diese auch Restentmilbung genannte Behandlung der Bienentraube mit einer Oxalsäurelösung ist die Brutfreiheit. Da die Oxalsäure im Gegensatz zur Ameisensäure der Sommerbehandlung nicht in die Brutzellen hinein wirkt, sollte das Volk bei der Behandlung brutfrei sein. Das ist im Regelfall rund 2-3 Wochen nach dem ersten Frost gegeben. Wir hätten also schon früher behandeln können, aber Weihnachten passte ganz gut in die terminliche Planung. Es fanden schließlich keine sonstigen Begegnungen statt.

Wie ich in diesem Blog schon öfter geschrieben habe, praktiziere ich das Hohenheimer Konzept. Es besteht aus verschiedenen Maßnahmen, die die Varroamilben im Zaum halten sollen: Ausschneiden von Drohenbrut aus dem Baurahmen, Ameisensäurebehandlung im Sommer (Verdunsten) und Oxalsäurebehandlung im Winter (Träufeln). Ganz los wird man die Milben nie, aber es ist wichtig, die Milbenpopulation unter der Schadschwelle zu halten. In den letzten Jahren hat das auch immer sehr gut funktioniert.

Beispielsweise wurden bei der Laboruntersuchung meiner 10 Völker im Deutschen Bienenmonitoring in den Bienenproben im Herbst gar keine Varroamilben gefunden. Das heißt jedoch nicht, dass diese Völker überhaupt keine Milben haben. Es ist davon auszugehen, dass in jedem Bienenvolk Varroamilben sind. Manche haben mehr, manche haben weniger. Meine Völker offenbar weniger. Das heißt aber nicht, dass man auf die weitere Behandlung verzichten kann. Schließlich habe ich noch mehr Völker als diese 10 genau kontrollierten. Ich mache die Behandlung daher auch bei einem sehr guten DeBimo-Ergebnis, reduziere aber gegebenenfalls die Dosis etwas, um die Völker nicht zu sehr zu belasten. Auch wenn es sich um natürlich vorkommende organische Säuren handelt, belasten die Behandlungen die Bienenvölker.

Selbstverständlich muss bei dem Umgang mit der Oxalsäure auch darauf geachtet werden, dass man nicht in direkten Kontakt damit kommt. Eigenschutz und vorsichtiger Umgang ist daher selbstverständlich.

Wer es noch genauer wissen möchte, kann sich auch im nachfolgenden Flyer zu diesem Behandlungskonzept informieren:

Honig cremig rühren und verschiedene Honige in Gläser abfüllen

Vor Weihnachten ging es hoch her und wir waren froh, dass wir von den meisten Honigsorten genug Gläser auf Vorrat bereit hatten. Nach dem Vorweihnachtsgeschäft war dann wieder Zeit für das Auffüllen des Gläserlagers. Zur Abfüllung wird der in speziellen Honigeimern gelagerte Honig langsam und nur soweit wie maximal notwenig erwärmt. Der Blütenhonig kommt dann zum cremig rühren in das Rührwerk, andere Honige wie zum Beispiel Waldhonig und Sommerblütenhonig können direkt abgefüllt werden.

Und wenn man dann gerade am Abfüllen ist, schadet es auch nicht, das Lager der Met-Flaschen noch etwas aufzufüllen. Die nächsten Fässer sind ja auch bereits schon in der Reifelagerung.

Video: Waldhonig fließt aus dem Abfüllbehälter in ein 500g-Glas. Starkes mäandern des Honigs ist ein Zeichen für einen geringen Wassergehalt (hier 15%) und damit eine hohe Qualität.

Spechtalarm am Forstberg

Über die Jahre kam es selten mal vor, dass Spechte die Bienenkästen angepickt haben. Dieses Mal hat es aber gleich ein paar Völker erwischt. Wahrscheinlich hat ein Grünspecht versucht, an die Bienen zu kommen, indem er Löcher in die Frontseiten gemeiselt hat. Er hat die Bienen auf diesem Weg nicht erreichen können, aber das Hämmern stört die Bienen in ihrer Ruhe und bedeutet großen Streß.
Da die Bienenkästen über die Löcher Wärme verlieren und vielleicht noch mehr ungebetene Besucher animiert werden, gilt es die Löcher schnell zu verschließen. Das Loch ausbohren und ein Stück Holz einsetzen geht natürlich nicht. Als pragmatische Übergangslösung bis zum Frühjahr habe ich die Löcher ganz einfach mit einer Mischung aus Hanf-Rauchmaterial für den Smoker und Holzleim zugespachtelt. Mal sehen, ob das seinen Zweck erfüllt.

Webshop

Von Zeit zu Zeit muss auch bei digitalen Daten mal aufgeräumt und durchgeputzt werden. Die ruhige Weihnachtszeit war daher ideal, um mal wieder ein paar neue Produkte aufzunehmen, Fotos zu aktualisieren und die Struktur anzupassen. Wir verkaufen unseren Honig und alles andere zwar viel lieber direkt lokal, aber der Webshop leistet auch als eine Art Online-Katalog gute Dienste.

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Ein Zentner Kerzen aus reinem Bienenwachs

Nachdem wir letztes Jahr ausgesetzt hatten, haben wir dieses Jahr unsere Kerzenwerkstatt im Oktober wieder in Betrieb genommen und bis Nikolaus rund 50kg reines Bienenwachs zu Kerzen verarbeitet.

Für die Kerzen verwenden wir kein Wachs aus unserer eigenen Imkerei, da wir dieses Wachs vollständig für neue Mittelwände und Anfangsstreifen benötigen. Ein weiterer Grund ist, dass das Reinigen des Wachses für die Verwendung bei Kerzen sehr aufwendig ist. Damit die Kerze gleichmäßig brennt und nicht rußt oder spritzt, sollte das Wachs möglichst keine Schwebstoffe mehr enthalten. Wir kaufen das Wachs für die Kerzen über unseren Stammhändler zu und können damit sicherstellen, dass es auch wirklich um 100% Bienenwachs handelt.
Da der Begriff „reines Bienenwachs“ bei der Bezeichnung von Kerzen nicht geschützt ist, finden sich in Bienenwachskerzen im Handel manchmal erstaunlich hohe Anteile an Paraffin oder Stearin.

Unsere Kerzen sind alle massiv und aus Wachs gegossen, d.h. sie brennen länger und gleichmäßiger als aus Wachsplatten aufgerollte Kerzen. Die von uns verwendeten Dochte bestehen aus Baumwolle und werden bei den meisten Kerzen vor dem Gießen leicht in die Form eingespannt. Bei den Teelichtern verwenden wir gewachste und vorkonfektionierte Dochte.

Wir haben wieder eine reiche Auswahl an weihnachtlichen oder winterlichen Kerzen im Programm, aber auch neutrale Formen sind dabei. Es sind auch neue Formen dazu gekommen, die wir aber noch nicht in den Webshop aufgenommen haben. Auch bei den Kerzen gilt, dass wir sie am liebsten regional verkaufen.

Da der Aufwand recht groß ist und wir im Rest des Jahres keine Zeit für die Kerzenherstellung haben, haben wir die Bestände an Teelichtern und Kerzen mit neutralen Formen auch wieder aufgebaut. Wir werden daher im neuen Jahr auch weiterhin Kerzen und Teelichter auf den Wochenmarktständen anbieten können.

 

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Apfelsaft als „Frühjahrstracht reloaded“

Letztes Jahr gab es keinen Blütenhonig, da sich die Obstblüte durch Regen und Frost nicht entwickeln konnte. Dieses Jahr war es zum Glück das genaue Gegenteil.

Im Frühjahr hat alles gepasst. Die Völker waren schon weit genug entwickelt und die Blühphase der Obstbäume wie Kirschen, Äpfel, Birnen, etc. wurde nicht durch schlechtes Wetter gestört oder abgebrochen. Das Ergebnis war viel und sehr guter Blütenhonig, auch Frühtracht genannt.

Aber nicht nur die Blüte war gut, es konnte sich auch viel Obst entwickeln. Aufgrund der fehlenden Niederschläge sind die Frühte etwas kleiner geraten, aber es waren eben sehr, sehr viele. Damit hatten wir nach der sehr guten Frühtrachternte auch eine sehr gute Obsternte.

Dieses Jahr wird es daher auch ein paar spezielle Honigwein-Varianten geben, bei denen auch unser eigenes Obst eine wichtige Rolle übernimmt. Der erste Met dieser Reihe ist ein Kirsch-Met, den wir mit vollreifen Sauerkirschen kreiert haben. Die ersten Flaschen sind an unserem Marktstand schon zu haben.

Äpfel gab es besonders üppig. Also haben wir das Runde in das Eckige gemacht. Nein, mit Fussball hat das ganz sicher nichts zu tun. Aber am besten lagern und verwenden lässt sich der eigene Apfelsaft, wenn man ihn direkt nach dem Pressen pasteurisiert und in Bag-In-Box abfüllt. Bei unserem Honig, unserem Honigwein und dem Honiglikör passiert jeder Schritt der Produktion bis zum verkaufsfertigen Produkt von uns selbst und bei uns selbst. Das Pressen des Apfelsafts haben wir allerdings den Profis der Mostereien in Scharnhausen und Poppenweiler überlassen. Wir haben auch nicht alles in stapelbaren Kartons eingelagert, sondern einen Teil auch selbst zu Most weiterverarbeitet. Ein klassisches schwäbisches Mostschorle hat eben auch was …

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Yellowjackets – Wespenalarm an den Bienenständen

Diesen Herbst scheinen es deutlich mehr zu sein, als in den vergangenen Jahren. Im Oktober geht den Wespen die Nahrung aus und die Völker lösen sich auf. Alle Wespen suchen Futter und Jungköniginnen suchen einen Unterschlupf für den Winter. Dabei versuchen sie sehr massiv, in die Bienenkästen zu kommen.

Wenn die Temperaturen niedriger sind und die Bienenvölker so langsam kleiner werden, hilft nur noch das Verkleinern der Fluglöcher. Hat bis jetzt der Mäusekeil gereicht, um diese Untermieter draußen zu halten, muss jetzt auf Fluglöcher in Ablegergröße reduziert werden bis die Wespenattacken wieder nachlassen. Spätestens, wenn die Temperaturen noch weiter sinken, sollte das soweit sein. Dann reicht auch der Mäusekeil wieder aus, oder das Flugloch kann über den Winter offen bleiben.

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Bienen töten (normalerweise) keine Eidechse

An unseren Bienenständen leben sehr viele Eidechsen, Blindschleichen, usw. Die alten Podeste auf denen die Bienenkästen stehen sind sehr gute Habitate für Eidechsen. Die aus Einweg- oder Mehrwegpaletten aus Holz gebauten Podeste bieten Schutz und sind für die Eidechsen hervorragend zum Sonnenbaden geeignet. Natürlich spielt vielleicht auch eine Rolle, dass sie hier Nahrung finden können. Ab und an natürlich auch mal eine Biene. Durch den natürlichen Wechsel in den Bienenvölkern fallen rund um die Kästen auch tote Bienen an.

Häufig sieht man die Eidechsen zwischen den Bienenkästen und bei schlechterem Wetter auch schon mal auf einem der dunklen Anflugbrettern, auf denen sie sich dann offenbar aufwärmen. Einmal habe ich auch gesehen, dass sich eine Eidechse vor Schreck in ein Flugloch geflüchtet hat, um sich zu verstecken. Ob das hier auch der Fall war?

Bei der Entnahme der Ameisensäureverdunster habe ich ein totes Eidechsenmännchen gefunden. Überraschenderweise nicht unter der Beute oder direkt auf dem Gitterboden, sondern auf dem Brutraum, d.h. auf den Oberträgern. Wie ist es dort hingekommen?

In jedem Fall ist es dort nicht mehr weggekommen, denn auf der Haut finden sich viele schon eingetrocknete Stichapparate von Bienen. Die Bienen haben sich also gewehrt und die Eidechse einige Male gestochen. Das hat sie wohl nicht überlebt. Normalerweise räumen Bienen Fremdkörper oder Eindringlinge aus der Beute heraus. Die Eidechse war eindeutig zu groß und sperrig zum Rausräumen.

Bilder von Eidechsen und Co gibt es auch in diesem Beitrag: https://bottwarbienen.de/eidechsen-und-co-am-bienenstand/

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Entdeckelungswachsschmelzer – Nicht nur für Deckelwachs!

Man kommt manchmal an den Punkt, an dem die Investition in mehr Technik sinnvoll erscheint. Aber wird sich das auch bewähren?

Im Nachhinein ist das natürlich einfach zu bewerten. Ja, es hat sehr viel Sinn gemacht und Nutzen gestiftet einen isolierten Entdeckelungswachsschmelzer zu kaufen. Ich habe mich für ein Gerät von Logar entschieden. Neben dem Einschmelzen von Entdeckelungswachs kann dieses Gerät auch dazu genutzt werden, Melezitosehonig zu gewinnen, ohne dass die Qualität des Honigs durch zu starke Erwärmung leidet.

Bisherige Nutzung in unserer Imkerei:

  • Ausschmelzen von Melezitosehonig, Vorteil: nicht schleuderbarer Anteil des Waldhonigs ohne Qualitätsverlust gewinnen.
  • Einschmelzen von Entdeckelungswachs und Trennung vom Honig, Vorteil: dieser Honig kann genutzt werden. Wir verwenden ihn für die Herstellung von Honigwein und Likör.
  • Einschmelzen von alten Waben, Vorteil: Im geschlossenen Entdeckelungswachsschmelzer gibt es kein Problem mit Räuberei, im Gegensatz zum Dampfwachsschmelzer, der im Freien betrieben werden muss.

Beim Einschmelzen von Waben oder Entdeckelungswachs, fließt der Honig durch den Gitterboden in den Gefäßboden und wird durch die aufschwimmende Wachsschicht vor Überhitzung geschützt. So kann der Honig nach dem Abkühlen von Wachs und Gerät ganz einfach über einen Quetschhahn entnommen werden und direkt durch ein Sieb in einen Honigeimer fließen.

Man kann das Gerät auch zum Auftauen von Honig verwenden, d.h. der kristallisierte Honig kann ähnlich wie in einem Wärmschrank langsam erwärmt werden, um ihn wieder zu verflüssigen. Die Temperatur des Schmelzers kann je nach Anwendungsbereich von 30 bis 90 °C eingestellt werden. Über die im Deckel eingebaute Heizung und den Ventilator wird eine gleichmäßige Temperatur im Kessel erzeugt.

Bei uns werden die Rähmchen nach dem Ausschmelzen in einer Spülmaschine mit Natronlauge gewaschen. Nach dem Trocknen werden sie für die nächste Saison eingelagert und dann wieder mit Mittelwänden versehen. Auch der Schmelzer lässt sich einfach reinigen. Zwischen den einzelnen Chargen kann der Trester auf dem Gitterboden sehr einfach mit einer Edelstahlspachtel entnommen werden, am Ende der Saison wurde der Gitterboden mit einem Hochdruckreiniger gesäubert.