Die Ableger bekommen ihr Futter in mehreren kleineren Portionen. Das bedeutet, dass man auch jetzt noch regelmäßig an die Bienenstände kommt um das Futter einzufüllen und nach dem Rechten zu sehen.

Normalerweise füttere ich abends in der Dämmerung. Dieses Mal wurde es aufgrund anderer Aktivitäten und dem starken Regen aber sonntags am frühen Morgen. Eigentlich eine gute Zeit. Es ist noch sehr ruhig am Rand der Weinberge, die Schießanlagen zur Abwehr der Traubendiebe sind noch nicht in Betrieb und im Tal ist es noch feucht und nebelig.

Das Futter ist schnell eingefüllt. Imkerroutine. Die starken Ableger haben ihre Portion im Laufe der Woche restlos umgetragen, die Schwächeren haben noch Reste in der Futterzarge. Zustand und Größe der Ableger lassen sich so recht gut abschätzen, ohne die Bienen am mit 6°C kühlen Morgen stören zu müssen. Es sind nur ganz vereinzelt Bienen unterwegs.

Die regelmäßigen Besuche am Bienenstand sind auch gut für die Walnussernte. Nach kalten Nächten und bei etwas mehr Wind fallen die reifen Nüsse zu Boden und man bekommt sie sozusagen frisch aus den Hüllen vor die Füsse gelegt. Die Ernte des Walnussbaumes am asphaltierten Weinbergweg ist vollständig den Passanten zum Opfer gefallen. Wahrscheinlich findet es jeder okay, wenn er 2-3 Nüsse aufhebt und mitnimmt. In Summe haben wir aber so von diesem Baum keine einzige Nuss selbst bekommen.

An die beiden Bäume im hinteren Teil des Grundstücks scheinen sich die Spaziergänger weniger heran zu trauen. Vielleicht hilft doch auch die Barriere aus Bienenkästen. Auf ein paar Nüsse verzichten wir aber dennoch auch ganz bewusst. In der Gegend gibt es Eichhörnchen und sicher noch andere nussliebenden Tierchen. Ihnen überlassen wir gerne einen Teil der Ernte.

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