Obwohl das Bienenjahr etwas früher begonnen hatte, haben die Frostnächte im April dazu geführt, dass wir dieses Jahr etwa 2 Wochen später geschleudert haben. Da wir bei den Bottwarbienen nach Standorten getrennt schleudern (siehe auch: Terroir der Bottwarbienen), kam dieses Jahr eine weitere Charge hinzu. Zum ersten Mal gibt es Honig vom Lerchenberg, an dem seit letzten Herbst einige Bienenstöcke stehen.

Wie immer werden nur die reifen Honigwaben aus dem Honigraum entnommen. Was noch nicht reif erscheint, bleibt im Stock. Den Honig, den die Bienen am Rand des Brutraums eingetragen haben, behalten die Bienen. So ist sichergestellt, dass sie auch Trachtpausen gut überstehen.

Honigwaben aus Halbzargen in der Schleuder

Honigernte ist bei den Bottwarbienen viel Handarbeit.

Um das Deckelwachs nutzen zu können, wurden dieses Mal wieder alle Waben mit der Entdeckelungsgabel von Hand entdeckelt und nicht mehr mit den Heißluftfön schnell aufgeschmolzen. Von Hand dauert es länger, aber man kann das sehr reine Wachs z.B. für die Herstellung von eigenen Cremes oder Seifen nutzen. Auch die 4-Waben-Schleuder wird mit einer Handkurbel bedient.

Während dem Schleudern wird mit einem Refraktometer regelmäßig der Wassergehalt des Honigs gemessen. So kann sichergestellt werden, dass der Honig den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes entspricht, wonach der Wassergehalt 18% nicht übersteigen darf. Auch wenn wir unseren Honig nicht in DIB-Gläsern verkaufen, orientieren wir uns selbstverständlich an diesen Regeln.

Aufgrund des Frostes und des damit verbunden Verlusts eines großen Teils der Obstblüte, ist die Honigernte etwas geringer ausgefallen. Es reicht aber auch dieses Jahr sicher, um die Stammkunden der Bottwarbienen mit Honig zu versorgen.

Frischer Wabenhonig als Stärkung beim Entdeckeln und Schleudern

Nach dem Schleudern wird der Honig in speziellen Honigeimern gelagert, um die Qualität sicher zu erhalten. Da derzeit noch Blütenhonig aus 2016 vorhanden ist, wird der Honig erst bei Bedarf cremig gerührt und in Gläser gefüllt.

Die für die Ernte genutzten Gerätschaften, wie Honigschleuder, Entdeckelungsgeschirr, usw. wird wieder gewissenhaft gesäubert und für die nächste Honigernte eingelagert.