Ich weiß, es widerspricht wahrscheinlich dem schwäbischen Sinn für Ordnung und Sauberkeit. Aber warum müssen denn Streuobstwiesen schon Mitte Mai auf Golfrasenniveau runtergemäht werden? Es gibt doch noch kein Fallobst, das man im hohen Gras nicht finden würde.

Zwei Gründe für ausreichend hohe Podeste: Weniger Rückenprobleme für Imker und freie Flugbahn über das hohe Gras hinweg

Wie jedes Jahr machen wir das wieder nicht mit. Kaum fängt ein Stücklesbesitzer an zu mähen, scheinen alle nachziehen zu müssen. Egal, bei den Bottwabienen bleibt die Wiese stehen bis mindestens Mitte Juni. In jedem Fall aber so lange, bis alle Wiesenblumen, Kräuter und Gräser die Möglichkeit hatten, Samen auszubilden. Es ist kein Zufall, dass unsere Wiesen deutlich vielfältiger sind und neben den Bienen auch Heerscharen von anderen Insekten und Reptilien Heimat bieten. Wir haben mit einer klassichen Sense lediglich den Raum vor den Fluglöchern und hinter den Beuten etwas freigeschnitten. So können Bienen und Imker etwas einfacher arbeiten.

Wiese und Bienenkästen in der Abendsonne

Gemäht wird im Juni dann mit dem Balkenmäher und an engeren Stellen mit der Sense von Hand.