Im Grunde bin ich kein „fundamentalistischer“ Umweltschützer. Alles solte mit der nötigen Sachlichkeit und mit Augenmaß diskutiert werden. Aber warum muss man Streuobstwiesen auf Golfrasengrün runtermähen? Dafür habe ich bei aller Toleranz gegenüber unterschiedlichen Ansichten dazu, was „schön“ ist, wirklich kein Verständnis.

Es ist völlig okay, wenn in den Wohngebieten die paar Quadratmeter Grünfläche um die Terrasse oder der Vorgarten auf 2-3cm getrimmt werden. Bei mir darf der Löwenzahn natürlich auch im Hausgarten wachsen, aber ich kann verstehen, dass man das auch anders sehen kann. Warum aber mitten in der Natur bzw. dem Kleinod unserer Kulturlandschaft, der Streuobstwiese?

Vielfalt: Streuobstwiese und Bienenstand

Die Streuobstwiesen und Bienenstände bei den Bottwarbienen werden meistens nur zweimal im Jahr mit einem Balkenmäher gemäht. Das bedeutet, dass sich Gräser und Wiesenblumen voll entwickeln und Samen bilden können. So wird die Vielfalt erhalten und Insekten, Reptilien, Amphibien,Vögeln, etc. bleibt ein wertvoller Lebensraum erhalten.
Beispielsweise haben sich bei den Bienenständen der Bottwarbienen am Forstberg (Oberstenfeld) und am Lerchenberg (Großbottwar) Eidechsen unter den Paletten und Plattformen, auf denen die Bienenkästen stehen, angesiedelt. Häufig sonnen sie sich neben den Beuten oder sogar auf den dunklen Flugbrettern.

Es ist nicht das Ideal, eine Streuobstwiese garnicht mehr zu nutzen und sozusagen verwildern zu lassen. Um diese Kulturlandschaft für Natur aber auch den Menschen zu erhalten, ist eine sinnvolle Pflege und Nutzung der richtige Weg.

Also: Besser selten mähen und Balkenmäher statt Mulchmäher verwenden.