Dieses Jahr sind mehrere Kurse an der Landesanstalt für Bienenkunde auf dem Programm. Der zweite Kurs war die Einführung in die Honigmikroskopie bei Dr. Dr. Horn. Herr Horn ist bekanntermaßen ein Spezialist für Palynologie, d.h. die wissenschaftliche Untersuchungen über den Aufbau und die Struktur der Sporen und Pollenwandung. Vereinfacht könnten man auch sagen, dass es um das Erkennen und Unterscheiden von Pollen geht.

Durch die Bestimmung von Pollen in einer Honigprobe, den Anteilen in der Probe und die Kombination der Pollenarten lässt sich ein Honig nicht nur bezüglich seiner botanischen Zusammensetzung, sondern auch seiner örtlichen Herkunft analysieren.

Nach der theoretischen Einführung in die Formen und den Aufbau von Pollenkörnern ging es an den praktischen Teil. Zuerst wurde allerdings im Labor gezeigt, wie solche Proben aus Pflanzen bzw. aus Honig erstellt werden können.

Jeder Seminarteilnehmer hat verschiedene Präparate erhalten, um die Pollenkörner selbst unter dem Mikroskop zu suchen und zu bestimmen.

  • Echte Sal-Weide
  • Wald-Kiefer
  • Zier-Apfel
  • Zitter-Pappel
  • Krokusse
  • Eibe
  • Erle
  • Hänge-Birke
  • Linde
  • Rosskastanie
  • Spitz-Ahorn
  • Buschwindröschen
  • Stiel-Erle
  • Raps
  • Löwenzahn
  • Blütenhonig

Die Präparate der einzelnen Pflanzen wurden direkt aus Pollen erstellt und man konnte daher diese Pollenart jeweils in allen Formen und Lagen sehr gut sehen. Besonders schön ist dabei der Pollen des Löwenzahns. Der Blütenhonig enthielt eine Mischung verschiedener Pollen dieser Tracht und es lässt sich damit gut nachvollziehen, wie aufwendig es ist, einen Honig zu analysieren indem man die Pollen identifiziert und auszählt.