Der Behandlungserfolg mit 60%iger Ameisensäure ist stark von den Witterungsverhältnissen abhängig. Nach dem Schleudern der sehr wenigen Sommertracht haben wir daher sofort mit der ersten Behandlung begonnen. Die zweite Behandlung erfolgt dann nach dem Einfüttern. Die dieses Jahr auf einem Brutraum geführten Völker durften ihren Honigraum behalten, die zweizargigen Völker haben am Rand der Brutnester noch ausreichend Futter um auf den Honigraum verzichten zu können. Sie bekommen die hellen Waben nach der ersten Behandlung im Tausch gegen dunkle Brutwaben, die dann ausgeschmolzen werden.

Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass der neue Nassenheider professional Verdunster etwas robuster bei Temperaturschwankungen ist. Aus diesem Grund sind dieses Jahr neben den klassischen Liebig-Dispensern auch 10 Nassenheider Verdunster im Einsatz.

Angaben der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim:

Vorteile:
  • Langzeitverdunster, der durch das „2-Docht-System“ Temperaturschwankungen etwas ausgleicht
  • Hat auch bei kühl-feuchten Witterungsbedingungen meist eine ausreichende Wirksamkeit
Nachteil:
  • Etwas umständlicher Zusammenbau

Der Nachteil ist aber absolut unerheblich, der Nassenheider Verdunster ist aus meiner Sicht zwar nicht ganz so einfach aufgebaut wie der Liebig-Dispenser, aber trotzdem absolut einfach zu handhaben.

2016BehandlungAS4-IMG_3104
Nassenheider professional, durch System mit 2 Dochten keine Einstellung auf die erwartete Witterung erforderlich.

2016BehandlungAS3-IMG_3105
Der klassische Liebig Dispenser mit reduziertem Docht für 20-26°C auf einem sehr starken einzargigem Ableger (Schwarm).