Da die Wirtschaftsvölker zur Überwinterung rund 16-18kg Futtersirup bekommen haben, sollten sie eigentlich noch genug Futter haben. Man kann die Beuten mit Federwaagen wiegen, um die Restfuttermenge zu bestimmen, aber das finde ich recht aufwendig. In der Vergangenheit ist mir auch schon ein Volk verhungert, das noch jede Menge Futter hatte. Bei einem Kälteeinbruch konnte es die wenigen Zentimeter Abstand zum Futter nicht mehr überbrücken.
Um den Bienen einen sicheren „Futterkick“ zu geben und auch als eine Art Monitoring, erhalten Sie ein kleines Paket Futterteig. Dabei kommt ein vom Block abgeschnittenes Stück in einen Gefrierbeutel. Dieser Beutel kann flach auf die Rähmchen aufgelegt werden und passt damit noch unter den Deckel. Der Beutel wird nach hinten umgeschlagen, um den Bienen einen flachen Schlitz als Zugang zu geben. So kommen sie nicht sofort an den ganzen Futterteig, die Masse klebt auch nicht an Rähmchen oder Abdeckfolie fest und trocknet auch nicht aus.

13.02.2017: Futterteigbeutel auf einen Ablegervolk von 2016 (#8, 7 Rähmchen)

 

19.02.2017: Kontrolle des Volkes, ca. 4-6cm des Teiges haben die Bienen gefressen oder umgetragen (#8)

Auf den beiden Fotos kann man sehr gut den Unterschied erkennen. Die Bienen arbeiten sich auf der ganzen Länge des offenen Schlitzes in den Beutel vor. Sie haben Futter abgenommen, aber es reicht bei gleichem Fortschritt noch mindestens eine weitere Woche. Vielleicht ist das Wetter und die Entwicklung der Natur dann auch schon eine Stück näher am Frühling und braucht kein zusätzliches Futter mehr. Aber man weiß ja nie. Sicher ist sicher…!