Die Bienen sind für den Winter vorbereitet, draussen ist es kühl und früh dunkel. Was jetzt?

Da Weihnachten auch wieder sehr überraschend kommen wird, geht es jetzt ans Kerzengiessen. Die Gelegenheit, einem Profi über die Schulter zu schauen habe ich sehr gerne genutzt.

In dem Raum, in dem wir im Juli unseren Sommerhonig geschleudert haben, riecht es jetzt intensiv nach Bienenwachs. Das reine Bienenwachs wird über dem Wasserbad für das Giessen auf konstanten 65-70°C gehalten. Gut 20 verschiedene Silikonformen stehen bereit. Vom einfachen Teelicht bis zum komplizierten stehenden Engel mit großen Flügeln ist alles dabei. Der Schwerpunkt bei den Motiven liegt aber klar auf dem Weihnachtsgeschäft, bei dem neben dem klassischen Honig vor allem auch Kerzen aus reinem Bienenwachs und Naturkosmetik nachgefragt wird.

Neben der nötigen Materialkunde ging es bei unserem kleinen Praktikum auch um die praktische Handhabung der Formen, d. h. das richtige Rüsten für das Giessen. Der Docht muss in die Form eingelegt werden, die Form mit Gummibändern verschlossen und der Dochthalter auf der Form korrekt platziert werden. Wenn der Docht korrekt ausgerichtet ist, wird das giessbereite Bienenwachs eingefüllt. Die gegossenen Kerzen werden noch im warmen Zustand ausgeformt, da sie dann noch leicht nachbearbeitet werden können und natürlich auch, damit die Form bald für den nächsten Abguss zur Verfügung steht. Einfacher sind da die Teelichter. Hier wird der Wachszylinder in einer Mehrfachform gegossen und der vorgefertigte Docht mit seinem Metallhalter durch das durch einen Nagel beim Giessen ausgesparte Loch gesteckt.

Wer sich für die Kerzen der Imkerei Kranich interessiert, findet sie aktuell bei ebay im Shop „bottwartalimkerei“.

ImkereiKranich_Kerzenengel