Der Winter ist ja eigentlich kein Winter. Das ständige auf und ab der Temperaturen ist für uns zwar unangenehm, für die Bienen kann es aber sogar gefährlich werden. Wenn die Temperaturen steigen, werden die Bienen aktiver und eventuell beginnen Sie sogar schon neue Brut zu bilden. Diese Aktivität kostet mehr Energie als die Winterruhe und da im Moment das Nahrungsangebot noch recht überschaubar ist, brauchen sie ihren Winterfuttervorat schneller auf. Das kann im schlimmsten Fall zur Folge haben, dass gerade die stärkeren Völker an den Rand des Verhungerns kommen. Daher ist gegebenenfalls eine Notfütterung erforderlich.

Ich möchte sicher gehen, dass meine Bienen durch das wechselhafte Wetter keinen zu großen Schaden nehmen und unterstütze sie mit der Gabe von Futterteig. Jedes Volk erhält rund 800 Gramm Futterteig. Dazu schneide ich die Päckchen in drei Teile, umwickle sie gegen Austrocknen und Verkleben der Bienen mit Klarsichtfolie und schneide auf der Unterseite einen Streifen der Hülle heraus. Diese Öffnung wird auf die Wabengasse über der Mitte der Wintertraube gelegt, damit die Bienen von unten an den Futterteig herankommen.

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Damit der Raum zwischen den Oberträgern der Rähmchen und dem Deckel genug Platz für den Futterteig ist, kommen Distanzrahmen zum Einsatz.

Die Durchsicht der Völker hat gezeigt, dass sie unterschiedlich groß und unterschiedlich aktiv sind. Ein Volk scheint nicht gut über den Winter gekommen zu sein. Das Volk in der Beute #13 macht dieser Zahl alle Ehre und fliegt sofort auf Angriff, nachdem ich die Folie vorsichtig angehoben habe.

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Als erste Blüten am Bienenstand finden sich Schneeglöckchen, Krokusse und Christrosen.

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