Zitat von Jörg Kachelmann vom 12.01.2017: ES IST ZEIT DEUTLICH ZU WERDEN #EGON – #STURM-ALARM

Natürlich hatte er recht. Die Schwerpunkte lagen zwar nördlicher, aber auch bei den Bottwarbienen hat es ordentlich gewindet. Nachdem es am frühen Morgen vom Freitag dem 13. ziemlich stürmisch zuging, habe ich sicherheitshalber die Bienenstände kontrolliert. Also zwischen Nacht und Dämmerung in die Weinberge.

Am Forstberg hat der Sturm einige Äste abgebrochen und den Blechdeckel einer Beute runtergeblasen. Da die Bienen den Holzdeckel mit Propolis festgeklebt haben, ist nichts schlimmeres passiert.

Ein befreundeter Imker nennt das ja gerne Steinzeitimkerei, wenn man Blechdeckel benutzt, die man mit Steinen beschweren muss. Aber da diese Konfiguration auch Vorteile hat, haben viele meiner Beuten konische Edelstahldeckel. Mehr Wind heißt dann eben mehr Steine.

Am Lerchenberg war es noch etwas heftiger. Offenbar ist die Lage durch die umliegenden Bäume und Hecken nur scheinbar geschützter. Der Wind fand in dem offenen Bereich des Bienenstandes seinen Windkanal und hat hier drei Blechdeckel runtergeblasen. Bei zwei Kisten lief es wieder nach dem Motto: Es stürmt, aber die Propolis hält.
Bei einem Volk hat es aber auch den Holzdeckel erwischt und die Abdeckfolie war natürlich auch mit weggeflogen. Die Bienen saßen sehr eng in der Wintertraube und da es bei rund 3°C keinen Niederschlag gab, scheint nochmal alles gut gegangen zu sein. Nach dem Auflegen einer neuen Folie wurden sie gleich etwas aktiver. Also auch an diesem Bienenstand mehr Steine auf die Deckel, um für weitere Winterstürme gewappnet zu sein.

Quelle: www.kachelmannwetter.com

Die Grafik von kachelmannwetter.com zeigt, dass die Bottwarbienen am Morgen des 13.01. sozusagen im roten Bereich lagen. Windböen mit >90km/h wurden von den umliegenden Stationen gemessen.

Fazit: Wenn das Wetter spannend wird, braucht es Kachelmann und Steine.