Der Plan war ja ein anderer. Eigentlich wollte ich die Hälfte meiner Bienenvölker in Oberstenfeld und die andere Hälfte in Weinsberg überwintern. Verteilte Standorte und verteiltes Risiko. Leider haben die Vetärinärämter der beiden Landkreise rund 10 Wochen gebraucht, um herauszufinden, dass ich nun doch mit einer Tierhalternummer Standorte in beiden Kreisen haben kann. Da dieser Klärungsprozess aber sehr langsam und ohne Zwischeninfo gelaufen ist, habe ich mich zwischenzeitlich umentschieden.

Der Standort in Weinsberg bleibt als Option für nächstes Frühjahr erhalten, aber über den Winter kommen alle Bienen nach Oberstenfeld. Sozusagen nach Hause. Eigentlich wollte ich nicht mehr als 3 Völker in den Garten am Haus stellen, aber nun werden es über den Winter eben 6. In einer Ecke des Gartens hat einer meiner Rahmen aus Weinsberg gerade noch Platz. Für das Arbeiten am Bienenvolk ist der Platz eigentlich zu eng, aber für die wenigen noch vor dem Winter nötigen Arbeitsschritte sollte es genügen. Den dritten Platz auf diesem Rahmen wird dann der Ableger mit der Schauzarge einnehmen, der gerade noch in Großbottwar steht und dessen Futterzarge noch nicht leer ist.

Samstag mittags habe ich den Umzug in Großbottwar vorbereitet, indem ich die Liebig Dispenser der Ameisensäurebehandlung entfernt und zum einfacheren Transport die Satteldächer gegen normale Holzdeckel ausgetauscht habe. Zur Sicherheit kamen jeweils 2 Spannriemen um die Beuten. Eigentlich wollte ich die Völker auf einer Zarge überwintern, aber nachdem sie die Brutnester nicht nach oben gezogen haben, bleiben sie eben auf 2 Zargen. Die alten Waben kann ich auch noch im Frühjahr entfernen.

Der spannendere Teil des Umzugs erfolgte dann gegen 21:30 Uhr. Draussen war es „stockdunkel“ und alle Bienen in ihrem Stock. Die Fluglöcher wurden mit Schaumstoffstreifen verschlossen und die Anflugbretter entfernt. So waren die Beuten einfach zu verladen und konnten am neuen Standort unkompliziert auf den bereits bereitstehenden Rahmen gestellt werden. Natürlich wurden die Fluglöcher in der Nacht wieder geöffnet.

Am nächsten Morgen habe ich die Spannriemen entfernt und die Satteldächer wieder aufgesetzt. Nach der üblichen Kontrolle der Waben (Stifte vorhanden? Ja.) kamen die Futterzargen auf die Beuten und mit rund 5kg Apisuc bekommen die Bienen jetzt ihre zweite Portion Futter für den Wintervorrat.