Unsere Bienen werden nach dem Hohenheimer Konzept gegen Varroamilben behandelt. Die auch als „Varroose-Bekämpfungskonzept Baden-Württemberg“ bezeichnete Vorgehensweise basiert auf der Entnahme von Drohnenbrut und der Verwendung von organischen Säuren.  Dieses Konzept ist „bio“ und kann damit auch in der Bio-Imkerei (z.B. Bioland-Zertifizierung) eingesetzt werden.

Das Behandlungskonzept kommt ohne spezielle Medikamente aus, sondern setzt auf eine bewusste Völkerführung (Drohnenbrutentnahme im Frühjahr) und auf in der Natur vorkommende Ameisensäure (Sommerbehandlung) und Oxalsäure (Winterbehandlung). Ergänzend kann bei der Ablegerbildung im Frühjahr auch Milchsäure verwendet werden. Hier findet sich der Flyer der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim: hier klicken.

Im Winter, bzw. bei Brutfreiheit ggf. auch schon ab Spätherbst, werden die Bienen, die dann eng in einer Wintertraube zusammensitzen, mit Oxalsäure beträufelt. Diese 3,5% Oxalsäure-Dihydrat Lösung wird mit Zucker angerührt. Je nach Volkstärke werden bis zu 50ml Lösung zwischen die Wabengassen auf die Bienen geträufelt. Die Bienen putzen sich dann gegenseitig und nehmen dabei die Oxalsäure auf. Die aufsitzenden Milben werden abtötet, wenn diese an den Bienen saugen.

Mit diesem Schritt werden, die im Winter noch im Bienenvolk verbliebenen Milben eingedämmt, um im Frühjahr mit einem geringeren Milbendruck starten zu können.

Nach den aktuellen Ergebnissen des DeBiMo ist die Varroabelastung der 10 untersuchten Bottwarbienenvölker deutlich unterdurchschnittlich. Es bleibt also zu hoffen, dass auch die Winterverluste unterdurchschnittlich bleiben.