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Schnee – aber nur kurzzeitig

Nachdem es bisher in diesem Winter viel zu warm war und die Bienen oft bei etwas über 10°C unterwegs waren, war es endlich einmal für ein paar Tage kälter. Die Bienenkästen waren zum ersten mal in diesem Winter mit etwas Schnee bedeckt.

Durch den Schnee konnte man gut erkennen, dass sich die Vögel die den nahen Futterkasten aufgesuchen, wohl auch mal eine Biene mögen.

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Satteldächer: Dachsanierung nötig

Langfristig werden die Bienenkästen der Bottwarbienen wohl keine Satteldächer mehr haben. Leider erfüllen das Material und die Verarbeitung der Satteldächer nicht meine Anforderungen. Nachdem auch die Nachbesserung eines Daches mit wasserfestem Holzleim keine nachhaltige Verbesserung gebracht hat, habe ich jetzt die ersten 3 Dächer gegen klassische Deckel ersetzt.

Auf den Honigetiketten des Bottwarbienenhonigs bleiben die Satteldächer aber erhalten.

Die neuen Deckel sehen zwar nicht so gut aus wie Satteldächer, haben aber auch Vorteile. Sie lassen sich entschieden einfacher stapeln und lagern. Inzwischen sind es ja schon einige Bienenkästen mehr als zu Beginn der Hobbyimkerei.

 

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Mehr Bio…

Die Initiative Mehrbio.de wirbt mit einen netten Clip für deutsche Biokartoffeln und Bio-Landwirtschaft. Klare Aussage: Die schlausten Bauern haben die strärksten Kartoffeln.

Ich glaube wir können auch davon ausgehen, dass die schlausten Imker, die sich an einer biologische Haltungsweise orientieren, die stärksten Bienen und den stärksten Honig haben.

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Oxalsäuredihydrat-Behandlung

Der letzte Schritt der Behandlung gegen Varroa ist die Oxalsäurebehandlung gegen Ende des Jahres. Idealerweise sind die Völker zu dieser Zeit brutfrei und die Temperaturen sind winterlich und konstant unter 10°C, d.h. die Bienen fliegen nicht mehr. In diesem Jahr ist es nicht ideal… Bis vor ein paar Tagen waren die Tagestemperaturen immer wieder deutlich über 10°C und die Bienen sind geflogen und haben auch Pollen eingetragen. Ein Zeichen für Bruttätigkeit.

Um die Chancen für die Milben zur Fortpflanzung zu reduzieren, könnte man die Brut entnehmen oder zerstören. Da die Temperaturen jetzt aber nur knapp über 0°C waren und eine ggf. auch nicht vollumfänglich wirksame Behandlung auf jeden Fall besser ist wie keine Behandlung, habe ich es vorgezogen, die Bienen nicht zu sehr zu stören und bei jedem Volk und Ableger die Behandlung durchzuführen. Wirtschaftsvölker erhalten dabei rund 50ml (starkes Volk), Ableger rund 30ml (schwaches Volk) der Lösung direkt auf die Bienen in den Wabengassen der Wintertraube geträufelt.

Bei allen Völkern sitzen die Bienen auf 5-7 Wabengassen und machen insgesamt einen guten Eindruck. Auf den ersten Blick ist kein „Schwächling“ dabei. Ob alles gut gelaufen ist, wird sich aber natürlich erst im Frühjahr zeigen.

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Kerzen + Weihnachten

Weihnachten ist die Hauptsaison für feine Kerzen aus Bienenwachs. Dieses Mal war die erste selbst erstellte Gussform im Einsatz. Es handelt sich dabei um ein einen altertümlichen Bienenkorb. Diese Kerze hat einen Durchmesser von 5 cm und ist 8,5 cm hoch. Sie wiegt 90 g. Da wir erst noch 2-3 Kerzen testen möchten (Dochtstärke, Abbrennverhalten) kommt sie noch nicht in den Shop. Vielleicht nächste Saison.
Wir hätten da auch noch ein paar Ideen für ausgefallenere Kerzenformen.

Der Weihnachtsrenner sind dieses Jahr aber nicht die Kerzen, sondern die Honigschokolade. Vielleicht sollten wir besser einen Warnhinweis auf die Etiketten drucken: „Dieses Produkt besitzt nachweislich enormes Suchtpotenzial. Achtung Hochgenuss!“

Zum Begriff Hochgenuss meint der Duden:

  • besonderer Genuss, besonderes Vergnügen; (gehoben) Wonne
  • Delikatesse, Leckerbissen; (gehoben) Gaumenfreude, Gaumenkitzel; (bayrisch, österreichisch) Schmankerl

Passt …

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200% Honigschokoladengenuss

Nach einigen Versuchen steht jetzt unsere neue Honigkreation:

100% Blütenhonig + 100% Bio Kakao = 200% Honigschokoladengenuss

Für diesen „Nutellakiller“ mischen wir cremigen Blütenhonig mit fair gehandeltem bolivianischem  Bio Kakao. Ein besonders aufwendiger Rührprozess veredelt die Mischung ähnlich wie beim Conchieren von feiner Schokolade.

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Honigsensorik

Was genau schmecken wir denn, wenn wir unseren Honig geniesen? Beim Wein pflegt man schon seit Generationen den Ansatz, Geschmack zu beschreiben und damit das Geschmackserlebnis sozusagen zu verbalisieren. Gut oder schlecht reicht auch beim Honig nicht aus, um den Charakter eines Misch- oder Sortenhonigs zu beschreiben und damit einzuordnen.

Zu einer ersten Annäherung an die Sensorik des Honigs haben wir ein Seminar des Ernährungszentrums Mittlerer Neckar in Ludwigsburg besucht. Johanna Ott und Dr. Alois Ott haben nach einer Einführung in die Biologie der Honigbiene, die Grundlagen der Imkerei und der Inhaltsstoffe in die Honigsensorik eingeführt.

Begriffe wie heuig, fruchtig, mentholisch, herb, balsamisch finden sich auf dem Aromarad mit dessen Hilfe sich Geruch, Konsistenz, Mundempfinden, Geschmack und Abschluss beschreiben lassen.

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Nach einer ersten Einführung mit Geruchsproben, um die Wahrnehmung unterschiedlicher Aromen zu testen, wurden verschiedenartigste Sortenhonige gemeinsam probiert und nach eigener Wahrnehmung beschrieben. Für jeden Teilnehmer des Seminars war eine Pyramide aus Probiergläschen vorbereitet, die gemeinsam unter Anleitung der Referentin verkostet und nach besten Kräften beschrieben wurden. Immer wieder kam es dabei zu ganz unterschiedlichen Aussagen zu der selben Probe. Geschmack ist nun einmal subjektiv und vom eigenen Empfinden und der eigenen Prägung abhängig.

  • Robinienhonig (Akazienhonig)
  • Rapshonig
  • Frühjahrshonig mit Löwenzahn
  • Götterbaumhonig
  • Löwenzahnhonig
  • Lindenhonig
  • Waldhonig
  • Weißtannenhonig
  • Edelkastanie
  • Buchweizenhonig

Versuchen Sie es doch selbst einmal. Es müssen ja nicht zwingend so viele Proben sein. 2-3 verschieden Honige reichen erst einmal völlig aus. Nehmen Sie sich das Aromarad zu Hand und schreiben Sie sich Ihre Eindrücke einmal bewusst auf. Sie werden überrascht sein, wie unterschiedlich sich plötzlich die Honige präsentieren und wieviel man wahrnehmen kann, wenn man sich die feinen Unterschiede bewusst macht und versucht, sie zu beschreiben.

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Besonderer Geschenkkorb

Für einen ganz besonderen Anlaß haben wir einen ganz besonderen Geschenkkorb zusammengestellt:

  • Sommerhonig und Waldhonig von den Bottwarbienen
  • Honigschokolade (selbst gemacht)
  • Walnüsse in Honig (selbst gemacht)
  • Mokka-Seife (selbst gesiedete Seife mit Mokka, Bienenwachs, Seide, …)
  • Saubere Tomate (selbst gesiedete Seife mit Bio-Tomatensaft, Bienenwachs, Seide, …)
  • Marmorseife (selbst gesiedete Seife mit marmorierter Struktur aus Kokosnussöl, Kakaobutter, Blut- und Bitterorange, …)
  • Quitten-Likör (selbst gemacht aus eigenen Quitten)
  • Honig-Eierlikör (selbst gemacht)
  • Honig-Likör (selbst gemacht)
  • Bienenwachskerze (selbst gemacht)
  • Kakifrüchte (eigene Ernte von den Bottwarbienen bestäubt)
  • Schlehenwein (nicht selbst gemacht)
  • Bambuskorb und Stroh (nicht selbst gemacht)

Herzliche Grüße an den Helden der Tortenschlacht!

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USA: Bestäubung bringt das Geld

Am Ende geht es doch nur immer ums Geld, oder? In jedem Fall lassen sich viele Themen auf den Punkt bringen, wenn man sie in Währung ausdrückt. So auch das Thema Bestäubungsleistung. In der aktuellen Ausgabe der Wirstschaftszeitschrift brand eins finden sich in der Rubrik Welt der Zahlen unter anderem diese beiden Angaben:

Einnahmen der US-Imker durch den Verkauf von Honig im Jahr 2012, in Millionen Dollar:    283

Einnahmen der US-Imker durch Auftragsbestäubungen im Jahr 2012, in Millionen Dollar:    656

Wenn Sie also beim Backen Ihrer Weihnachtsplätzchen kalifornische Mandeln als Zutat verwenden, hat ein Imker daran wahrscheinlich mehr verdient als an seinem Honig. Mandeln wachsen bei uns zwar nicht, aber sehr viele unserer Nutz- und Zierpflanzen sind auf die Bestäubung durch heimische Bienen angewiesen. In jedem Fall müssen Sie also „Deutschen Honig“ für Ihre Plätzchen verwenden. Versprochen?!

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Erster Versand über nearBees

nearBees kann nicht nur lokal, nearBees kann auch schnell:

Sonntag –  Account eingerichtet und Verpackungen bestellt
Montag – Erste Honigbestellung eingegangen
Dienstag – Verpackungen erhalten und erste Bestellung verschickt

Viele Grüße an die Macher von nearBees und den ersten nearBees Kunden der Bottwarbienen!


Nachtrag:

Dienstag  – Zweite Bestellung
Mittwoch – Zweite Bestellung ausgeliefert

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Bottwarbienen bei nearBees

Es ist sicher auch schon in einigen meiner Beiträge auf dieser Seite angeklungen: Es geht nicht nur um den Honig, die Bestäubungsleistung unserer heimischen Bienen ist ein ganz fundamentaler Beitrag für unsere Ernährung und den Erhalt unserer Natur und Kulturlandschaft.

Diesem Grundsatz folgt auch das Start-up nearBees. Basierend auf der Idee und Masterarbeit von Viktoria Schmidt hat sich ein Team junger und engagierter Mitstreiter formiert. Das Konzept von nearBees ist es, Honigliebhaber und Imker auf einfache Weise über eine Onlineplattform in Kontakt zu bringen. Im Fokus steht dabei der lokale Bezug. Es ist durch genaue Ortsangaben möglich, den Honig exakt nach seiner Herkunft auszuwählen. Die übliche und durch Regularien vorgegebenen Bezeichnung Deutscher Honig lässt sich mit nearBees ganz konkret auf Regionen, Ort und Lage herunterbrechen. Honig aus dem eigenen Ort oder der eigenen Region? Kein Problem. Honig aus einer anderen Region probieren, z.B. Stadthonig aus Berlin-Charlottenburg, Honig aus dem Schwarzwald oder vom Bodensee? Alles das ist mit nearBees möglich.

Um dieses Konzept auch für kleine regionale Imker und Honiggenießer handhabbar zu machen, haben die Macher von nearBees eine neuartige Verpackung erdacht, die den Versand des Honigs in Versandtaschen möglich macht. So entfällt das umständliche Verschicken von Gläsern und durch das geringe Versandgewicht und die ausgeklügelte Verpackung wird der Versand einfacher und nachhaltiger.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ein gute Idee mit konsequenter und schöner Umsetzung.

In jedem Fall also absolut unterstützenswert und deshalb gibt es den Honig von den Bottwarbienen ab sofort auch über nearBees.


Vision von nearBees:

Umweltschutz – Nachhaltigkeit – lokaler und bewusster Konsum. Themen, die in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen haben und auch uns am Herzen liegen. Den Fokus legen wir dabei auf die Imker – denn ohne Imker, keine Honigbienen. Mit nearBees wollen wir die Honigvermarktung für Imker radikal vereinfachen und zudem einen bequemen Zugang zu lokalem Honig ermöglichen. So tust du dir nicht nur selbst etwas Gutes, sondern sorgst zugleich für eine artenreiche heimische Natur.
Denn unsere heimischen Bienen produzieren nicht nur einzigartigen Honig, sie sorgen auch für die Bestäubung der Pflanzen in unserer Natur – so hängen fast ein Drittel der Lebensmittel direkt oder indirekt von den Bienen ab. Mit nearBees und lokalem Honig von Nebenan wollen wir daher zum Erhalt der Imkerei und einer blühenden Natur beitragen.

Link zu nearBees: https://nearbees.de/

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Löffel oder Messer?

Verwenden Sie einen Löffel oder ein Messer?

Stört es Sie, wenn Ihr Gegenüber am Frühstückstisch mit dem Messer an dem noch etwas Butter haftet im Honigglas stochert oder vielleicht den gerade abgeschleckten Teelöffel verwendet?

Vielleicht ist das völlig egal, aber vielleicht führt es auch zu anstrengenden Diskussionen am Frühstückstisch. Es gibt auch beim Genuss von Honig unterschiedlichen Vorlieben, die dann bei der anderen Fraktion nicht immer auf Gegenliebe treffen: Verwendet man nun eben einen Löffel um den Honig aus dem Glas auf das Butterbrot zu befördern oder doch lieber ein Messer? Was jedenfalls aus meiner Sicht nicht gerade schön, praktikabel bzw. hygienisch ist, sind verschiedenartig gestaltete Holzinstrumente. Gut zu reinigen muss das „Instrument“ schon sein, mit dem man den guten und reinen Honig aus dem Glas holt.

Wie wäre es mal mit einem ganz anderen Ansatz?

  • Löffel und Messer gleichberechtigt.
  • Edles Design und besonderes Material.
  • Naturprodukt wie der Honig.
  • Wertige Handarbeit mit langer Tradition.

Wie wäre es als statt dem üblichen Edelstahl mit Horn? Mit 15-16 cm Länge passen der Honiglöffel und das Honigmesser aus Horn ganz ausgezeichnet zu den 250 g Honiggläsern der Bottwarbienen.

Mein Hornlöffel und das Hornmesser wurden von den Hornvarefabrikken in Bovlingbjerg in Dänemark hergestellt. Diese Werkstatt ist eine der letzten ihrer Art in der nach traditionellen Prozessen und mit viel Handarbeit und Liebe zu diesem Material Gebrauchsgegenstände, Schmuck und Dekoartikel hergestellt werden. Es war sehr interessant, die kleine Manufaktur vor Ort zu besuchen und einen direkten Eindruck vom Umgang mit dem Material Horn und der traditionellen Arbeitsweise zu bekommen. Was vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch das einzige Besteck für den ärmeren Teil der Bevölkerung war, ist heute etwas ganz besonderes.

Hier finden Sie weitere Information zur Hornwarefabrikken und den Produkten: http://de.hornvarefabrikken.dk/


 

Herstellung eines Hornlöffels (Quelle: Webseite Hornvarefabrikken):

In der Werkstatt wahren wir das alte Handwerk und das Wissen, das wir uns durch die Jahre hindurch erarbeitet haben. Maschinen sind durch die Jahre hindurch dazugekommen und haben den Fertigungsprozess verkürzt. Die Arbeitsprozesse in der Werkstatt sind dennoch im Großen und Ganzen dieselben wie vor 200 Jahren, als die Heimarbeit in unserem Gebiet sehr verbreitet war.

Die eigentliche Fabrik stammt aus dem Jahr 1935 und die heutige Werkstatt aus dem Jahr 1947. Sie können die Werkstatt ganzjährig innerhalb der Öffnungszeiten des Geschäfts besuchen. Haben Sie keine Möglichkeit, uns zu besuchen, dann können Sie hier auf der Homepage sehen, wie ein Löffel hergestellt wird.

Wie stellt man einen Hornlöffel her?

Ungefähr 18 verschiedene Prozesse durchläuft die Herstellung eines Hornlöffels, die Salatsets erfordern weitere und der Eierlöffel weniger Prozesse. Gemeinsam für alle Löffel sind die folgenden Arbeitsschritte, wo ein geeignetes Rohhorn ausgewählt, ausgesägt, geputzt, formgegeben, zugeschnitten, geschliffen, poliert und kontrolliert wird.

1. Wahl des Rohhorns

Nicht alle Hörner können zu einem Hornlöffel werden. Es darf keine sichtbaren Fehler, z. B. Risse oder Wurmlöcher geben, und das Horn muss abhängig von der Form des Löffels eine gewisse Dicke und • Länge haben. Das Rohhorn darf nicht ’langweilig’ sein, d. h. die Natur muss sich hier vom Visuellen her von ihrer besten Seite zeigen.

2. Der Löffel wird ausgesägt

Wenn man ein geeignetes Horn gefunden hat, zeichnen wir den Umriss eines Löffels auf das Rohhorn und sägen es danach auf einer Bandsäge aus. Wenn wir ein Salatset herstellen, versuchen wir drei Löffel aus einem Horn herzustellen, weil oft ein Löffel aufgrund eines Fehlers im Horn entfällt.

3. Der Löffel wird geputzt

Wenn wir ’den Löffel putzen’, heißt das, dass wir ihn mit Hilfe eines sehr groben Sandpapiers zu einer gleichmäßigen Dicke schleifen. Das Schleifen ist wichtig, da es schneller und leichter geht, den Löffel formzugeben und zu schleifen, wenn er überall gleich dick ist.

4. Formgebung

Wenn der Löffel eine gleichmäßige Dicke erhalten hat, folgt die Formgebung. Erst lassen wir den Schaft einige Minuten lang in 165 Grad warmes Öl ein und wenn der Schaft weich wie Leder ist, wird er eingespannt, um flach zu werden. Danach geschieht dasselbe mit dem Blatt, dies wird jedoch in einer Eichenform geformt.

5. Zuschneiden

Jetzt hat der Löffel seine Form erhalten, doch es befindet sich noch immer viel überflüssiges Horn auf dem Löffel, was wir auf der Bandsäge absägen. Hier benutzen wir einen fertigen Löffel als Modell.

6. Schleifen

Danach schleifen wir den Löffel mit Sandpapier, damit er seine endgültige Form erhält, doch noch ist er nicht fertig. Erst schleifen wir den Löffel mit sehr grobem Sandpapiert und zuletzt mit sehr feinem Sandpapier.

7. Polieren

Wenn der Löffel seine endgültige Form erhalten hat, polieren wir ihn auf einer Schwabbelscheibe. So erhält der Löffel den Hochglanz-Look, der Hornlöffel so schick aussehen lässt. Es geschieht hin und wieder, dass wir erst beim Polieren Fehler am Löffel finden, was bedeutet, dass wir den Löffel aussortieren.

8. Kontrolle

Wenn der Löffel poliert worden ist, werden Staub und Schleifmittel abgewischt. In diesem Prozess geschieht die letzte Kontrolle des Löffels, um sicherzustellen, dass der Löffel z. B. keine Schleifstellen oder andere Fehler hat. Erst jetzt ist der Löffel zum Verkauf bereit.

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Bienen hinter Gittern

Bei herbstlichem Wetter ist es Zeit, die letzten Vorbereitungen für den Winter zu treffen. Es ist also auch wieder Zeit für die Mäusegitter. In meinem Fall sind es wohl auch Eidechsengitter, da der Bienenstand am Forstberg auch von diesen schönen Tieren bevölkert wird. Beim Anbringen der Gitter ist es also wichtig zu prüfen, ob nicht etwa eine Echse in der Kiste wohnt.

Keine Maus und keine Eidechse. Wahrscheinlich haben sie sich auch schon auf den Winter vorbereitet und weniger zugige Plätze aufgesucht.

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Bienenstöcke und Honig in Dänemark

Es hat einige Zeit gedauert, bis wir ein paar Beuten entdeckt haben. In Dänemark ist inzwischen auch die Magazinimkerei sehr verbreitet, man findet aber auch noch die schönen klassischen dänischen Trogbeuten bzw. auf dänisch Trugstader. Da ich ebenfalls einige Beuten mit Satteldächern habe, finde ich diesen Beutentyp besonders schön anzusehen. Aufgrund der eingebauten Isolation sind diese Beuten in kälteren Regionen nützlich. Für mich persönlich bietet die Betriebsweise mit Magazinen allerdings viele Vorteile und daher gilt mein Interesse mehr dem Aussehen, als der eigenen Nutzung.

Trogbeuten bei der Mittelalterburg in Spøttrup:

Hier stehen die Beuten direkt neben den Kräuter- und Blumengärten.

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Wer sich für diesen Beutentyp interessiert, findet Baupläne etc. (Link, siehe Trugstade) auf den Seiten der Danmarks Biavlerforeining.

Trogbeuten und Magazinbeuten in der Heide im Nationalpark Thy:

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Natürlich haben wir auch wieder bei regionalen und selbstvermarktenden Imkern eingekauft:

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Weitere Bilder finden sich in der Galerie.

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Wirtschaftsvölker füttern und Behandlung mit Ameisensäure

Derzeit finden die Bienen kaum noch Nahrung. Nach der Honigernte ist es daher wichtig, etwas aufzufüttern. Bei mir haben die Wirtschaftsvölker direkt nach der Honigentnahme über Kunststoff Futterzargen jeweils 5kg Apisuc Futtersirup erhalten.

Da das Wettervorhersage für die nächsten Tag relativ konstante Temperaturen nahe 30°C vorsieht, kann auch gleich die erste Behandlung mit Ameisensäure gegen Varroamilben beginnen. Ich folge dabei dem Behandlungskonzept der Landesanstalt für Bienenkunde an der Uni Hohenheim und verwende 60% Ameisensäure und den Liebig Dispenser zur Verdunstung in einer Leerzarge oberhalb der 2 besetzten Zargen.

Weitere Informationen zur Varroabekämpfung gibt es hier.

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Honigernte abgeschlossen: Wald- und Sommerhonig

Um rechtzeitig mit der Behandlung gegen Varroa beginnen zu können, habe ich den Waldhonig der beiden Völker im Schwäbisch-fränkischen Wald und den Sommerhonig der Völker am Forstberg und in Oberstenfeld geschleudert. Die Waldvölker wurden kurz nach der Ernte nach Oberstenfeld umgezogen, damit das Einfüttern und die Ameisensäurebehandlung an den nahen Standorten erfolgen kann.

Der Waldhonig und der Sommerhonig sind sehr gut geworden. Beide Honige sind recht dunkel und haben einen ausgewogenen Geschmack. Auch die Menge ist zufriedenstellend und die Bedarfe können damit voraussichtlich gedeckt werden. Jetzt müssen nur noch neue Etiketten gedruckt und der Honig in Gläser abgefüllt werden.

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Zum Ausschlecken der ausgeschleuderten Waben aus dem Wald bekamen sie die Völker in Oberstenfeld über einer Leerzarge und mit vergrößertem Abstand aufgesetzt. Turmbau mit bunten Zargen …

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Eilverordnung zum Verbot von Neonicotinoiden

Quelle: agrarheute.de, Politik national, 22.07.2015 (Auszüge)

Neonicotinoide als Beize: Ab 22.07.2015 gilt die Eilverordnung

Ab sofort ist in Deutschland die Aussaat und der Handel von Saatgut, dass mit bestimmten Neonicotinoiden behandelt wurde, verboten.

Wintergetreide-Saatgut, das mit Pflanzenschutzmitteln bestimmter Neonicotinoide behandelt wurde, darf in Deutschland ab sofort weder gehandelt, noch gesät werden. Eine entsprechende Eilverordnung hat Landwirtschaftsminister Christian Schmidt gestern unterzeichnet.

Die Beizung mit diesen Insektiziden ist in Deutschland nach Angaben des Ministeriums bei Wintergetreide ohnehin bereits untersagt. Durch die Verordnung ist jetzt auch der Import von entsprechendem Saatgut verboten.

Wie agrarheute.com auf Anfrage vom Bundeslandwirtschaftsministerium erfahren hat, betrifft die Eilverordnung Saatgut, das mit den Neonicotinoiden
  • Clothianidin,
  • Imidacloprid und
  • Thiamethoxam

behandelt wurde. Wer bereits entsprechendes Saatgut besitzt, kann es an Händler oder Saatguterzeuger zur Entsorgung abgeben.

Wer vorsätzlich oder fahrlässig entsprechendes Saatgut einführt oder in den Verkehr bringt, begeht nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums eine Ordnungswidrigkeit.

HIntergrund: EU verbietet Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam

Hintergrund ist das seit 2013 in der EU gültige Verbot der Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Das Moratorium ist auf zwei Jahre befristet und wurde zum vorbeugenden Bienenschutz erlassen. Zuvor hatten Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Risiken für Bienen identifiziert, die von den drei Neonicotinoid-Insektiziden ausgehen.

Die betroffenen Firmen haben dagegen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg Klage eingereicht. 

Schmidt will ‚millionenfachen Bienentod‘ verhindern

Landwirtschaftsminister Schmidt will durch die Eilverordnung „millionenfachen Bienentot“ verhindern: „Mit der Verordnung schützen wir die Bienen vor insektizidhaltigem Staub. Das nützt sowohl den Bienen als wichtigem Teil der Natur als auch den Bauern, die auf die Bestäubung ihrer Pflanzen durch die Bienen angewiesen sind.“

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Königinnen zeichnen

Viele meiner Bienenköniginnen sind nicht gezeichnet, d.h. sie tragen keinen Punkt in der Farbe ihres Jahrgangs auf dem Körper. Damit würde man sie im Bienenvolk besser finden und immer sofort erkennen, wie alt sie sind. Aber genau das ist auch das Problem, warum die meisten nicht gezeichnet sind: Ich habe sie nicht gefunden …

Bei zwei Ablegern haben sich die Königinnen zu erkennen gegeben und daher bekamen sie auch gleich ein blaues Plättchen aufgeklebt. Vielleicht sind sie damit in Zukunft leichter zu entdecken.

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Nachwuchsimkerin bei der Arbeit