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Propolistinkur filtern

Nachdem die Mischung aus Propolis und Alkohol nun mehrere Wochen im verschlossenen Behälter war und durch die Bewegung beim Autofahren regelmäßig umgerührt wurde, steht der nächste Arbeitsschritt an.

Der Alkohol hat das Kittharz komplett aufgelöst und die Propolislösung wird jetzt gefiltert.

Dabei kommen zwei herkömmliche Kaffeefilter zum Einsatz und am Ende, nachdem alles abgetropft ist, bleiben die nicht löslichen Feststoffe zurück. Im wesentlichen ist das Wachs, mit dem das Kittharz vermischt war.

Als nächstes wird die gefilterte Lösung in Laborflaschen für einige Zeit im Kühlschrank gelagert, damit sich nochmals feine Schwebstoffe absetzen können. Anschließend wird die Tinktur nochmals gefiltert und ist dann fertig zur Abfüllung in Tropfflaschen.

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Honiganalysen 2017 – Prüfung von Qualität und Herkunft

Wir schleudern bei jeder Ernte die Honigwaben nach Standorten getrennt. Die Idee dabei ist, dass ähnlich wie beim Wein das Terroir und die jeweiligen Gegebenheiten des Standorts nicht nur den Wein, sondern auch den Honig prägen. An jedem Standort finden die Bienen Trachtpflanzen verschiedener Arten in unterschiedlicher Mengen. So entsteht ein Honig, der dieses Nahrungsangebot der Bienen wiederspiegelt. Mal fliegen die Bienen zum Beispiel mehr in die Obstbäume, ein anderes Mal bevorzugen sie Löwenzahn und Wiesenblumen.

Weitere Infos zu unseren Standorten finden sich hier: Das „Terroir“ der Bottwarbienen

Insgesamt haben wir dieses Jahr 9 verschiede Honig-Chargen geerntet. Blütenhonig gab es von 3 Standorten, Sommerhonig ebenfalls von 3 Standorten und den Waldhonig haben wir immer vom selben Standort aber zu 3 verschiedenen Zeitpunkten geschleudert.

4 Honige haben wir bei der Landesanstalt für Bienenkunde an der Uni Hohenheim analysieren lassen.
Alle Honige entsprechen den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes (DIB) und genügen auch den lebensmittelrechtlichen Vorschriften der Honigverordnung.
Nachfolgend auszugsweise Informationen aus diesen Analysen:

Blütenhonig „H“
Es handelt sich um einen Blütenhonig in Mischung mit kleinen Anteilen aus Honigtautracht.
Wassergehalt: 17,1%
Pollen nektarliefernder Pflanzen:
häufig (45-15%): Raps, Vergißmeinnicht
selten (<15-3%): Weinreben, Rosengewächse (Brombeeren/Himbeeren), Roßkastanie
vereinzelt (<3%): Schneeball, Kernobst, Hartriegel, Wiesenstorchschnabel, Bärlauch, Linde, Doldenblütler, Phacelia, Weißklee, Senf, Hornklee, Korbblütler
Pollen nektarloser Pflanzen: (11,3%) Eiche, Holunder, Wegerich, Gräser, Buche, Hahnenfuß

Blütenhonig „L“
Es handelt sich um einen Blütenhonig gemischter Tracht.
Wassergehalt: 17,2%
häufig (45-15%): Raps, Weißklee, Weide
selten (<15-3%): Ahorn, Steinobst, Senf
vereinzelt (<3%): Phacelia, Korbblütler, Kernobst, Rosengewächse (Brombeeren/Himbeeren), Hartriegel, Kleiner Wiesenknopf, Mistel, Dicke Bohnen, Kornelkirsche, Schneeball, Johannisbeere, Liguster, Gänseblümchen, Schmetterlingsblütler, Roßkastanie, Sonnenblume
Pollen nektarloser Pflanzen: (8,1%) Eiche, Holunder, Betula, Eibe, Gräser, Kiefer, Rosen

Sommerhonig „H“
Es handelt sich um einen Blütenhonig (Sommertrachthonig) gemischter Tracht, in Mischung mit kleinen Anteilen aus Honigtautracht. Nach dem Wert der elektrischen Leitfähigkeit entspricht der Honig dem eines Waldhonigs, sensorisch (Geruch, Geschmack, Aroma) und dem mikroskopischen Bild des Hongisediments (Honigtauerzeuger nur vereinzelt) dominiert jedoch der Anteil aus Blütentracht.
Wassergehalt: 16,5%
häufig (45-15%): Phacelia, Edelkastanie, Rosengewächse (Brombeeren/Himbeeren)
selten (<15-3%): Wilder Wein, Johannisbeeren, Kernobst, Weißklee, Weide, Kornelkirsche
vereinzelt (<3%): Faulbaum, Raps, Senf, Linde, Liguster, Korbblütler, Gräser, Lippenblütler, Wiesenstorchschnabel, Berberitzengewächse
Pollen nektarloser Pflanzen: (27,7%) Wegerich, Mädesüß, Holunder, Eiche, Nelkengewächse, Fuchsschwanzgewächse, Haselnuß, Johanniskräuter, Hahnenfuß

Waldhonig „W1“
Es handelt sich um einen Honigtauhonig (Waldhonig) aus Fichtentracht (Wachswolle von Lecanien, d.h. Fichtenquirlschildläusen).
Wassergehalt: 15,1%
häufig (45-15%): Weißklee, Rosengewächse (Brombeeren/Himbeeren)
selten (<15-3%): Kernobst, Faulbaum, Phacelia, Korbblütler
vereinzelt (<3%): weitere Korbblütler, Raps, Spargel, Hornklee, Weinreben, Johannisbeeren, Wicken, Erdbeere, Ahorn, Bärenklau, Steinobst, Liguster, Labkräuter, Senf, Tulpenbaum, Rotklee
Pollen nektarloser Pflanzen: (28,2%) Rosen, Mohn, Holunder, Wegerich, Gräser, Eiche, Nelkengewächse, Hahnenfuß

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Propolistinktur für den Eigenbedarf herstellen

Propolis ist das von den Bienen überwiegend aus Knospenharz und eigenen Sekreten hergestellte Kittharz. Die Bienen verwenden es, um den Bienenstock abzudichten und Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen zurückzudrängen bzw. abzutöten. Propolistinktur ist ein altes Hausmittel und besteht aus in Alkohol gelöster Propolis.

Propolis bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Propolis

Dieses Jahr stellen wir für den Eigenbedarf zum ersten Mal selbst eine ca. 20-prozentige Propolistinktur her.

Dazu wird die zerkleinerte Rohpropolis in Alkohol gelöst, nach einigen Wochen gefiltert und weitere Schwebstoffe durch Kühlung ausgefällt.

Rohpropolis
Eigener Schnaps wird mit Reinalkohol auf 60% eingestellt.
Rohpropolis wird zerkleinert, damit sie der Alkohol leichter lösen kann.
Propolis in Alkohol
Behälter mit angesetzter Tinktur kommt in den Kofferraum. So wird die Flüssigkeit immer wieder automatisch umgerührt.

 

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Steinzeitimkerei gegen den Sturm

Es treibt mal wieder ein Sturm sein Unwesen in Deutschland. Dieses Mal hört er auf den Namen „Herwart“. Als Vorsorge, dass die Bienen keinen Schaden nehmen hilft klassische Steinzeitimkerei.
Das heißt ganz einfach, dass es Zeit ist, noch ein paar Steine extra auf die Deckel zu packen. So kann sie der Sturm nicht abheben.

Extra Steine gegen den Sturm
Die Schafe stören sich nicht an starkem Wind und Regen
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Besuch bei der Honigmanufaktur Spatzenhof

Am Samstag Nachmittag machte sich eine Gruppe Imkerinnen und Imker aus dem Bottwartal auf den Weg zum Spatzenhof in Wüstenrot. Dort betreibt Markus Schwarz seine Imkerei „Honigmanufaktur Spatzenhof“, eine moderne Vollerwerbsimkerei mit Bioland-Zertifizierung.

Zuerst stand eine Einführung bei den Bienenkästen auf dem Programm. Einige wenige Bienenvölker, vor allem Reinzuchtvölker, stehen direkt neben den Betriebsgebäuden. Markus Schwarz nutzt für seine Wirtschaftsvölker Dadant-Beuten, Honigräume mit halber Höhe und Adam-Fütterer. Die Beutenböcke und andere Details der Ausrüstung wurden nach den eigenen Anforderungen maßgefertigt und zeugen von einer sehr durchdachten Vorgehensweise. Um eine Erwerbsimkerei, wie diese praktisch alleine zu führen, bedarf es bis in die Details optimierte Strategien und Abläufe.

Im Inneren der Imkereigebäude wurde es dann noch interessanter. Ein klarer Materialfluss und clevere Lösungen, wie z.B. die beheizbaren Schleuse zwischen der Lager- und Logistikfläche zum Umschlag der Honigräume und dem Schleuderraum dokumentieren eine sehr strukturierte und strikt effiziente Vorgehensweise. Warum sollte man Honig beim Umfüllen der Behälter oder dem Abfüllen in Gläser mit einer Pumpe fördern, wenn das die Schwerkraft bei einer cleveren Anordnung der Behälter genauso gut kann und es damit weniger aufwändig für den Imker wird? So müssen z.B. weniger Geräte und Schläuche geputzt werden.

Besonders eindrucksvoll war auch die Honigschleuder. Wobei hier Honigschleuder natürlich nicht der richtige Begriff ist, denn diese Anlage besteht aus einer Hubeinheit, die die Honigwaben automatisch aus den Zargen der Honigräume drückt, einer automatischen Entdeckelungsstation von der aus das Entdeckelungswachs und der beim Entdeckeln auslaufende Honig sofort getrennt werden, eine Fördereinheit, die die entdeckelten Waben automatisch der Schleuder zuführt, der eigentlichen Schleuder und am Ende zwei Speichereinheiten, an denen die ausgeschleuderten Waben wieder abgenommen und in die Zargen zurückgesetzt werden können.

Entdeckelung, Fördereinheit und Schleuder
Demonstration: Abnahme von leeren Honigwaben nach dem Schleudern

Der Honig wird in Edelstahltanks und größeren Honigeimern im separaten Honiglager eingelagert. Ähnlich effizient wie der Vorgang des Schleuderns, ist auch das Abfüllen organisiert. Möglichst kurze Wege und wenige Handgriffe garantieren einen optimalen Ablauf, der auch große Mengen handhabbar macht.

Zum Schluß der Betriebsführung ging es im Verkaufsraum der Imkerei noch um das Produktspektrum des Spatzenhofs, bei dem z.B. Honig-Senf, Honigwein und -Likör das umfangreiche Angebot verschiedener Honigsorten ergänzt. Der meiste Honig wird über Wiederverkäufer wie Hofläden, Reformhäuser und Bio-Läden verkauft. Jeden Donnerstag zwischen 16:00 und 19:00 Uhr ist aber auch der Honigladen auf dem Spatzenhof geöffnet und man kann sich direkt vor Ort beim Probieren von der Qualität des Honigs überzeugen und Bioland-Honig kaufen.
Natürlich ist es nicht überraschend, dass Imker nach solch einer Führung nicht zwingend Honig einkaufen. Schließlich hat jeder ja seinen eigenen Honig zuhause. Aber einige Gläser Honig-Senf haben die Hobbyimker vom Profi dann doch gerne gekauft.

Die Honigmanufaktur Spatzenhof ist hier zu finden: www.honigmanufaktur-spatzenhof.de

Herzlichen Dank an Markus Schwarz für die sehr interessante und ausführliche Führung durch seine Imkerei und weiterhin viel Erfolg!

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DeBiMo: Kontrolle, Probennahme und Dokumentation für das Deutsche Bienenmonitoring

Das Deutsche Bienenmonitoring
Im Kooperationsprojekt DeBiMo, dem Deutschen Bienenmonitoring, werden deutschlandweit rund 1.200 Bienenvölker durch die Bieneninstitute und das Friedrich-Löffler-Institut als nationales Referenzlabor für Bienenkrankheiten detailliert beobachtet und 3-4x im  Jahr begutachtet. Das Projekt wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen und wird seit 2010 aus Mitteln des Bundes gefördert.

Die langfristig und systematisch erhobenen Daten des DeBiMo dienen als Basis für aktuelle und spätere Vergleiche von Winterverlusten im Zusammenhang mit Bienenkrankheiten und Rückstandsbelastungen.

Bundesweit sind über 100 Imker an diesem Projekt beteiligt. Sie stellen repräsentativ und aktuell Daten zu Betriebsstrukturen und zur Überwinterungsdynamik ihrer Völker, sowie Bienen-, Honig- und Pollenproben für Krankheits- und Rückstandsanalysen zur Verfügung. Mitarbeiter der Bieneninstitute leisten hier die wissenschaftliche Betreuung und führen die Auswertung der Daten durch.

In Baden-Württemberg sind 19 Imker beteiligt, die von der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim betreut werden.

Bottwarbienen beim DeBiMo
Seit diesem Jahr sind sind auch 10 Bienenvölker der Bottwarbienen Teil des DeBiMo. Einerseits kann so die praktische Forschung unterstützt werden, andererseits erhält man auf diesem Weg auch mehr Informationen über die eigenen Bienen.

Aktuelle Inhalte im Oktober 2017

  • Dokumentation der Volksstärke und möglichen Auffälligkeiten (die 10 Völker haben zwischen rund 6.000 und 15.000 Bienen pro Volk und zeigen keine Auffälligkeiten)
  • Probennahme von Bienen und aus dem Futtervorrat (etwa 200 Bienen pro Volk und ca. 2 EL brutnestnah aus dem Futterkranz)
  • Versuch zur Handhabung von Beutenkäferfallen (Fallen sind einfach zu handhaben und es ist erwartungsgemäß außer ein paar Wachspartikeln und einer Ameise nichts in die Falle gegangen)

Link zum DeBiMo: www.bienenmonitoring.org

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Seminar Pollen- und Propolisgewinnung

Wieder ein sehr interessantes Seminar an der Landesanstalt für Bienenkunde! Dieser Baustein unserer Seminare in diesem Jahr hat die Gewinnung von Pollen und Propolis behandelt. Dr. Klaus Wallner hat sehr fundiert, aber auch sehr praxisnah alles Wissenswerte rund um die Pollengewinnung und -verarbeitung sowie die Gewinnung von Propolis vorgestellt.

Nachfolgend einige stichwortartige Notizen:

Blütenpollen

  • Verderbliches Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel
  • Es ist wichtig die Gegenspieler zu kennen und Maßnahmen zu ergreifen
  • Blütenstetigkeit der Honigbienen macht sie effizient und wichtig
  • Pollenspender beispielsweise Weide im Frühjahr als Initialzündung, Borretsch, Löwenzahn, usw.
  • Raps inzwischen sehr wichtig, da andere Quellen zurück gedrängt werden. Zum Beispiel durch Intensivierung der Silagegewinnung und damit der Verdrängung der Wiesenkräuter durch häufigeres Mähen. Raps bedeutet Stress für Honigbienen, da sie gerne vielfältigere Nahrungsquelle suchen.
  • Solitärbienen sind durch diese Ausweitung großer Rapsflächen stark gefährdet, da sie ihre Nahrungsquellen nicht mehr erreichen können.
  • Pollen rieselt teilweise auch in den Nektar der Blüte und kommt so auch in geringen Mengen in den Honig. Robinienhonig ist pollenarm, Kastanienhonig enthält viel Pollen (aufgrund der Konstruktion der Blüten).
  • Pollen wird von Ammenbienen für die Brutpflege verwendet. Jungbienen fressen Pollen. Bedarf pro Volk rund 40kg pro Jahr!
  • Hibiskus bildet größte Pollenkörnchen. Vergissmeinnicht bildet die kleinsten Pollen.
  • Pollen haften an Behaarung der Bienen. Bienen sind elektrostatisch geladen und ziehen Stäube an. Selektives sammeln nicht möglich, damit auch Staub und Beizmittel gesammelt. Bienen prüfen nicht und liefern alles in den Stock.
  • Während dem Fliegen bürsten Bienen die Pollen aus dem Haarkleid in die Pollenhöschen. Pollengewicht ca. halbes Körpergewicht.
  • Automatischer Prozess mit Pollenbürsten, Pollenkamm, Pollenschieber und -kneter. Funktionale Haare übernehmen die Bildung der Pollenkörner. Pollenhöschen ca. 10 mg und kann Milliarden von Einzelpollen enthalten. Pollen werden mit Honig oder Nektar zusammengeklebt.
  • Pollen wird als Bienenbrot durch die Bienen langzeitkonserviert.
  • Pollen im Volk kunterbunt eingelagert, d.h. Bienen wollen Vielfalt.
  • Im DeBiMo werden Pollen von rund 5 Gramm analysiert. Dadurch erfolgt Vermischung, die im Volk nicht passiert. D.h. geringe Konzentration in Analyse kann trotzdem Schäden bei vereinzelten Bienen bedeuten. Aufbereitung der eingelagerten Pollen durch Bienen nicht ausreichend erforscht.
  • Bienenbrot wäre für Menschen besser als rohe Pollen. Gewinnung ist aber extrem aufwändig.
  • Pollen werden mit dem Kopf in die Zellen gestopft. Es erfolgt keine Homogenisierung. Durch Zugabe von Honig wird der pH-Wert auf ca. 3 oder tiefer abgesenkt. Zahl der aktiven Mikroorganismen (Hefen) geht damit zurück.
  • Pollen wird von den Ammenbienen gefressen und an die Larven verfüttert. Bienen sind extrem wirksamer Filter für Schadstoffe. Larvenfuttersaft wird stärker über aus dem Wachs eindiffundierte Schadstoffe belastet.
    • Arbeiterin: Aufzucht mit Gelee Royal plus Pollen
    • Königin: Aufzucht ausschließlich mit Gelee Royal
  • Inhaltsstoffe: Proteine, Aminosäuren, Fettsäuren, Kohlenhydrate (Zucker), Mineralstoffe, Vitamine, Hormone, antibiotisch wirksame Substanzen.
    • Vitamin und Eiweißkonzentrat: Nichts in der Natur enthält mehr Vitamin C!
    • Bei einseitiger Ernährung kann Gesundheit durch Pollen abgesichert werden (Vitamine und Aminosäuren).
    • Zuckergehalt 13-55%
    • Vitamine A, B (außer B4 und B12), C (sehr viel), D, E, P
  • Pollensammeln
    • Pollenfalle vor dem Flugloch (Rundlochgitter üblich, Sterngitter nicht mehr gebräuchlich), Wirkungsgrad etwa 20%, niedrige Effizienz sichert die Versorgung des Volkes
    • Gitter im Boden
    • Gitter über den Völkern (Spanien)
Pollenfalle: Fluglochvorsatz mit Pollenschale und seitlich herausziehbarem Rundlochkamm
  • Bei Einsatz von Fallen am Flugloch sollten alle Kästen am Standort ausgestattet werden, da Bienen sonst zu anderen Kästen ausweichen.
  • Spanien ist Hauptproduzent für Pollen, daneben Polen und Ungarn inzwischen stark. Hintergrund ist hoher Arbeitsaufwand durch tägliches ernten und weiterverarbeiten.
  • Bei selbst gebauten Fallen werden meist punktverschweisste Gitter mit 5x5mm Maschenweite eingesetzt.
  • Studie 2017 im Rheingraben: 500-2.000g pro Volk 2 Wochen.
  • Verschiedene Völker haben sehr unterschiedliche Sammelstrategien was Quellen und Menge angeht.
  • Was beeinflusst die Qualität?
    • Feuchtigkeit und Wärme
    • Hitze >35*C
    • Sonneneinstrahlung
    • Pilze (Schimmel)
    • Bakterien (E. coli)
    • Fremdstoffe (Flügel, Fühler, etc.)
  • Weitere Pollenfresser
    • Pollenmilben
    • Wachsmotten (verderben den Pollen und sind großes Problem)
    • Ameisen
    • Schnecken
    • Mäuse
    • Vögel
  • Zur Reinigung kann Pollen durch Systeme mit Luftdüsen aufgrund des Gewichtsunterschieds sortiert werden. Beispielhaftes Gerät von Fa. Graze näher erläutert.
  • Strategie zur Qualitätssicherung: Tägliches Einfrieren mit Trocknungseffekt. Pollen bleibt rieselfähig. Im kommerziellen Bereich werden auch kleinere Getreidereinigungsmaschinen eingesetzt.
  • Möglichkeiten der Konservierung
    • Trocknen
    • Kühlen
    • Einfrieren
    • Vakuumtrocknung
    • Gefriertrocknung
  • Trocknen zum Beispiel mit Trockenautomat für Obst bei ca. 35*C auf ca. 15% Feuchtigkeit.
  • Sichere Strategie: tägliches Einfrieren, Reinigen, Trocknen, Reinigen, dicht verpacken, kühl und dunkel lagern.
  • Frischer Pollen kann beliebig oft eingefroren und aufgetaut werden.
  • MHD zur Sicherheit kürzer als Lebensdauer, d.h. etwa 1 Jahr angeben mit Hinweis zur kühlen Lagerung (Kühlschrank).
  • Verwendung von Pollen
    • Pollen für die Hummelzucht
    • zur Nahrungsergänzung
    • Therapiepollen in der Medizin
    • als Hausmittel
  • Empfehlung: 300g Pollen frischen Blütenpollen in 600g cremigen Honig einrühren, 14 Tage warten bis der Pollen aufgeschlossen ist. Dann 1-2 Teelöffel vor der Mahlzeit essen.
  • Problemstellungen
    • Chemischer Pflanzenschutz: Spitzmaßnahmen in blühende Kulturen, intensiver Obstanbau, Rapsblüte
    • DeBiMo: die am häufigsten gemessenen Spritzmittelrückstände stammen aus Mitteln für Raps, Gegenmaßnahme ist Einsatz von Dropleg-Düsen
    • Honigqualität im Stadtbereich völlig unkritisch, Pollen im Stadtbereich aufgrund von Feinstäuben eher kritischer zu sehen
    • Pollensterile Pflanzen
    • Kleistogamer Raps
    • Gentechnik (Mais, Raps, etc.)
    • Pyrrolizidinalkaloide

Propolis

Rohstoff für die Propolis: Harziger Überzug auf Baumknospen von Pappel, Rosskastanie, Fichte, Lärche, der die Knospen vor Austrockung und Krankheitsbefall schützen soll.

  • Pappel wichtig, z.B. Balsam-Pappel
  • Transport durch höseln
  • Einlagerung schwerpunktmäßig nach Sommersonnenwende, um den Stock für den Winter vorzubereiten
  • Angelagert an Ritzen u. ä. bis 3mm, ab 5mm nur noch Wachs
  • Wachsanteile immer in Propolis enthalten
  • Angebotene Ritzen/Gitter provozieren die Bienen zum Verkitten
  • Sammeln
    • Abkratzen von Rähmchen
    • Verpacken in Gläser um Verlust von Ätherischen Ölen zu vermeiden
    • Spezielle Gitter mit enger Seite zum Volk auflegen
  • Inhaltsstoffe: 50-55% Harz und Balsam, 30% Wachs, 8-10% ätherische Öle und sehr viele weitere Stoffe
  • Flavonoide haben antibiotische Wirkung
  • Bienen mischen eigene Sekrete zu
  • Bestandteile immer unterschiedlich, was die Nutzung als standardisiertes Medikament schwierig macht.
  • Aus Volksmedizin offenbar hilfreich bei Halsschmerzen oder Mandelentzündung
Propolisgitter
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Efeupollen und Hornisse

Der Efeu neben dem Bienenstand blüht und es brmmt dort noch mehr als direkt vor den Bienenkästen. Aber nicht nur die Bienen suchen diesen großen Efeu auf.

Efeu am Bienenstand

Auch viele andere Insekten finden sich ein. Meistens sind sie kleiner als die Bienen, aber an diesem Wochenende sind auch auch ein paar Hornissen hier aufgetaucht und haben sich am Efeu eingefunden. Im Gegensatz zu den Wespen, scheinen ihnen die Bienenkästen und die Bienen egal zu sein. Sie fliegen zum Efeu und nach einiger Zeit wieder in die Landschaft.

Hornisse auf Efeublüte
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Platz für Bienenblumen ist überall

Natürlich wäre es am besten, ganze Wiesen und Gärten mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen zu begrünen. Aber wie immer kann man auch mit einem ganz kleinen Schritt schon etwas erreichen. Unscheinbare Ecken können sich mit einer handvoll Samen zu einem wertvollem und schönen Stückchen Natur entwickeln.

Und welche Ecke werden Sie verwandeln? Wenig Aufwand für viel Effekt. Einfach machen …!

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Eine neue Königin und überzählige Brutwaben

Wenn man selbst Bienenvölker durch Ablegerbildung vermehrt, sollte man darauf achten, dass die Qualität der Königinnen stabil bleibt oder sogar verbessert wird. Dazu kann es sinnvoll sein, auch einmal eine Königin von einem Züchter zuzukaufen. In diesem Fall waren durch das Einengen der Wirtschaftsvölker einige Brutwaben übrig. Mit diesen Brutwaben und Bienen aus starken Völkern wurde ein Sammelbrutableger gebildet, der eine zugekaufte Königin bekommen hat. So kann die überzählige Brut genutzt werden und es entsteht sehr schnell ein starkes neues Volk.

Nachdem die Begleitbienen aus den Transport- und Zusetzkäfig entlassen waren, blieb der Käfig für 1-2 Tage zwischen die Waben gehängt im Volk. In dieser Zeit haben sich die Bienen an ihre neue Königin gewöhnt und sie kann gefahrlos in das Volk entlassen werden.

Königin für 1-2 Tage im Zusetzkäfig
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Blühmischungen für Bienenweiden im Vergleich

Bei den Bottwarbienen unterstützen wir das Netzwerk Blühende Landschaft mit der Verwendung der Siegeletiketten. 5 Cent pro Honigglas gehen damit in die Projektarbeit, die zum Ziel hat „Eine blühende Landschaft zu gestalten, in der Menschen und Tiere sich wieder wohlfühlen können“.

Wir haben zwar artenreiche Streuobstwiesen und Bienenstände, aber selbst auch schon eine paar Quadratmeter mit Bienenweide neu angelegt. Eine Beschreibung, Bilder oder eine Auflistung der in der Blühmischung enthaltenen Pflanzenarten hilft in jedem Fall bei der Entscheidung, aber anschauen ist natürlich auch bei diesem Thema besser. Im Botanischen Garten der Universität Hohenheim hat man die Gelegenheit, sich die Bienenweiden anzuschauen. Hier werden einige Varianten nebeneinander kultiviert und mit detaillierten Infos präsentiert.

Übersichtstafel
Blühende Landschaft Süd
Blühende Landschaft Süd
Veitshöchheimer Bienenweide
Veitshöchheimer Bienenweide

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Bienenhistorie und Bienenkunst im Freilichtmuseum Beuren

Eigentlich ging es uns beim Besuch des Freilichtmuseums in Beuren garnicht um Bienen. Wir wollten dieses Museum gerne besuchen und einen Nachmittag hier verbringen. Ein sehr schönes und informatives Museum und eben doch auch etwas für Bienenfreunde.

Blick aus einem Fenster des Hauses aus Öschelbronn
Kunstinstallation: Colour Boxes / Bienenkästen
Diese Installation wurde von Bettina Bürkle entworfen. Auszug aus dem Flyer zum Projekt Lebens-Bühnen:

„Mit dieser abstrakten Arbei, die aus etwas zehn stark farbigen, monochromen Kästen besteht, möchte die Künstlerin au das eher unscheinbare und gleichzeitig stark gefährdete Leben der Bienen hinweisen. Reiche Ernten, üppiges Wachstum und natürliche Artenvielfalt hängen stark von der Bestäubung durch die Bienen ab. Viele Tierarten sichern sich dadurch die Nahrungsgundlage. Die Bienen, als Indikator für das Spannungsfeld Zivilisation-Natur, stehen für den gemeinsamen Lebensraum und die Erhaltung der Natur.“

Dass mir diese Installation sehr gut gefällt, erschließt sich leicht. Auch die Bienenkästen der Bottwarbienen werden nicht versteckt, sondern bunt und deutlich sichtbar aufgestellt.

Es gab aber auch traditionelleres zum Themenfeld Bienen:

Altes Bienenhaus von Graze
Das alte Bienenhaus von Graze ist mit Hinterbehandlungsbeuten bestückt und kann auch umgezogen werden. Noch einfacher wandern kann man natürlich mit einem Imkerwagen, den es hier auch zu sehen gibt.

Bienenwagen, Sonderanfertigung von Kässbohrer
Wildbienenhaus und Infos
Museumsimkerei
Weitere Bilder finden sich in der Galerie.

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Auffüttern und erste Ameisensäurebehandlung

Nachdem alle Bienenvölker wieder an den Standorten im Bottwartal zurück sind, die Ableger sich gut entwickelt haben und alle Völker eine erste Portion Winterfutter erhalten haben, kann die erste Ameisensäurebehandlung beginnen. Ein paar Tage musste noch gewartet werden, bis die Wettervorhersage stabile Temperaturen von >20°C über einige Tage zeigte.

Die Bienenvölker sitzen auf einer Zarge
Nassenheider Ameisensäure-Verdunster

Nachdem auch die Untersuchungen der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim gezeigt haben, dass der Nassenheider professional die beste Funktionaliät bei maximaler Robustheit bietet, verwenden wir nur noch diesen Typ. Durch das System mit zwei Dochten (U-Docht in verschiedenen Größen  und Tuch auf der Wanne) lässt sich die Verdustung gut steuern und ist auch bei Temperaturschwankungen einigermaßen stabil.

Zweite Zarge für Verdunster

Halbzargen bzw. Vollzargen nehmen die Verdunster auf. Die Futterzargen bleiben bei den Wirtschaftsvölker auf den Bienenstöcken, sie werden zum Auffüttern noch gebraucht.

Schönes Wetter hilft bei der AS-Behandlung
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Aus dem Wald zurück im Bottwartal

Bei uns kommen die Bienenvölker aus dem Wald wieder rechtzeitig zur Vorbereitung für die erste Ameisensäurebehandlung zurück zu den Bienenständen im Bottwartal. Die Gesundheit der Bienen ist uns dabei wichtiger als eine paar Kilogramm mehr Waldhonig.

Bienenwanderung in Bildern

Morgens um 5:30 Uhr fertig zum Abtransport
Transport der Bienenkästen über die Lichtung zum Weg
Eine Ladung Bienenkästen
Zurück im Bottwartal
Aufstellung und Einfliegen
Am späten Nachmittag Einengen und Futterzarge aufsetzen
Erste Fütterung vor der Ameisensäurebehandlung
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Seminar Varroabiologie: Entwicklung, Lebensweise, Populationsdynamik, Parasit-Wirt-Interaktion

Die Varroamilbe ist DER Feind unserer Honigbiene. Seit diese Milbe vor 30-40 Jahren eingeschleppt wurde, ist sie die größte Bedrohung für die Gesundheit der Honigbienen. Ohne die Unterstützung der Imker kann bis auf bisher wenige bekannte Ausnahmen kein Bienenvolk überleben. Es ist also sehr wichtig, diesen Parasiten zu kennen und die Wirkmechanismen zu verstehen. Nur so ist eine zielgerichtete Eindämmung möglich.

Das Seminar wurde von Fr. Dr. Ziegelmann, Frau Häußermann und Hr. Dr. Rosenkranz gehalten. Auch dieser Kurs war wieder sehr interessant und lehrreich. In jedem Fall empfehlenswert.

Notizen

  • Varroamilben sind sehr nah mit den Zecken verwandt
  • Schmarotzertum
    • Leben auf Kosten des Wirts
    • Wirt wird geschädigt, bleibt aber in der Regel am Leben
  • Varroa: Makroparasit (Größe), Ektoparasit (auf Wirt), obligater Parasit (muss parasitieren),
  • Sinnesorgan auf erstem Beinpaar (Grubensinnesorgan)
  • 4 Varroaarten, Varroa destructor hat sich wahrscheinlich aus Varroa jacobsoni entwickelt, nachdem europäische Bienen nach Asien gebracht wurden, ursprünglicher Wirt ist Apis cerana, dort keine Völkerverluste und Verhältnis in Balance
  • Apis cerana: Vermehrung der Milben normalerweise nur in Drohnenbrut, Infizierte Arbeiterinnenbrut stirbt ab, wird entfernt oder eingesargt, Bienen putzen die Milben ab
  • Apis mellifera: keine balancierte Parasit-Wirt-Beziehung, Vermehrung in Drohnen- und Drohnenbrut, Drohnenbrut 8-10x höher befallen, Haplogyp Korea bei uns gefährlich und bei Apis cerana nicht
  • Wirtsfindung bevorzugt auf Ammenbienen um zur Brut zu gelangen (Erkennung über Duftstoffe), verdeckelungsreife Larven werden an Duft, Temperatur und Vibration erkannt
  • Muttermilben verstecken sich im Futtersaft, Eireifung beginnt innerhalb von 6 Stunden, 60h nach Verdeckelung wird erstes Ei gelegt (unbefruchtet = Männchen) weitere 4-5 Eier sind befruchtet
  • Ei mit Larve => Protonymphe => Deutonymphe => adulte Milbe
  • Paarung in Zelle solange bis nächstes Weibchen geschlechtsreif, ca. 35 Spermien pro Weibchen, Lebensdauer auf entsprechende Brutzyklen begrenzt
  • Weibchen durchlaufen rund 2-3 Zyklen
  • Verdopplung der Population ca. alle 4 Wochen, abhängig von Klima, Nektarangebot, Verfügbarkeit von Drohnen, Brutpause z.B. beim Schwärmen
  • Überschreiten der Schadenschwelle zwischen 1-3 Jahren
  • Grenzwert 6 Milben pro 100 Bienen im Oktober
  • Schäden: Blutverlust=Gewichtsverlust (Einfachbefall 7%, Mehrfachbefall bis zu 19%), Arbeiterinnen fliegen früher aus, Lebensdauer verkürzt, Lernen und Heimfinden ist beeinträchtigt, Schwächung Immunsystem = Sekundärerkrankungen (Viren)
  • Lückiges Brutnest und tote Bienen, zunehmend verkrüppelte Bienen
  • Schadenschwelle korreliert nicht mit fester Anzahl an Milben pro Volk
  • Flügeldeformationsvirus ist häufigster Virus, auftreten dieser Bienen ist Indikator für Varroaproblem, ohne Varroa in 6-13% der Völker, mit Varroa 75-100%

Praxis

  • Untersuchung von Brutwaben und Brut aus stark befallenen Forschungsvölkern
  • Suche nach Varroamilben in Brutzellen
  • Betrachtung von Varroastadien unter dem Binokular
Suche nach Milben in den Brutzellen
Verschieden Milbenstadien sammeln

Forschung

  • Fortpflanzungsverhalten und chemische Mechanismen
  • Behandlung mit Lithiumsalzen (Lithiumchlorid und weitere Lithiumsalze), Fütterung über 24h reicht aus, 96-100% der Milben fallen bis Tag 5 tot ab
  • „Milbennase“ der Varroa-Männchen
  • Spermienreifung (in Männchen und Weibchen)
  • Afrikanisierte Honigbiene kommt mit Varroa gut klar (Erfahrungen in Argentinien); können bei uns nicht überleben, weil sie bei Kälte keine Kugel bieten
  • Todesursache Varroa erkennen: lückiges Brutnest, Kotplätze der Milben erkennen, verkrüppelte Bienen
  • Befall ermitteln: Puderzuckermethode, Gemülldiagnose
  • Broschüre „Varroa unter Kontrolle“ der Bieneninstitute
  • Varroaresistenz versus Varroatoleranz
  • Apis cerana: befallene Arbeiterinnenbrut stirbt ab
  • Bond Test auf Gotland
  • Untersuchungen und Zucht zu Varroa Sensitiver Hygiene (VSH)

Praxis

Puderzuckermethode zur Bestimmung der Varroabelastung.

Etwa 300 Bienen werden 2 min. mit Puderzucker geschüttelt
Ausschütteln des Puderzuckers mit den Milben
Puderzucker und Milben
Sehr viele Varroamilben: Stark befallenes Forschungsvolk!

Abschluß

  • Information und Diskussion zu Behandlungskonzept und praktischer Umsetzung
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Letzte Honigernte 2017

Die Bienenvölker im Schwäbisch-Fränkischem Wald haben nach der ersten Ernte Mitte Juni nochmal soviel Honig eingetragen, dass sich das Schleudern lohnt. Nach den starken Regenfällen und dem damit einhergehenden Rückgang der Honigtauerzeuger ist es wie im Juni kein reiner Waldhonig, sondern ein sehr aromatischer und dunkler Sommerhonig.

Die „Waldbienen“ haben dieses Jahr einen überaus leckeren Beitrag zur Honigernte der Bottwarbienen geleistet und wir werden sehr wahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder in paar Wirtschaftsvölker in dieser Gegend aufstellen.

An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an den Revierförster, der unsere Waldwanderung hervorragend unterstützt hat. Vielen Dank für die sachkundige und unkomplizierte Zusammenarbeit!

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Honiglikör nebenbei gemacht

Honiglikör ist auch ein sehr leckeres Produkt der Imkerei. Man kann ihn ganz klassisch mit Honig und Alkohol ansetzen, was wir auch machen, es gibt ihn aber auch ganz einfach als Nebenprodukt bei der Honigernte.

Das beim Entdeckeln der Honigwaben anfallende Wachs füllen wir teilweise zusammen mit dem ebenfalls beim Entdeckeln auslaufenden Honig in große Einmachgläser, füllen mit Alkohol auf und lassen diese Mischung einfach sehr lange ruhen. Es entsteht ein leckerer Likör und das Wachs kann nach dem Herauslösen des Honigs selbstverständlich in den Wachskreislauf gegeben werden.

Honiglikör aus Entdeckelungswachs, Honig und Alkohol