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Pollen gehen in die Falle

Ich habe nicht geplant, neben Honig und Wachs auch Pollen meiner Bienen zu gewinnen. Andererseits wollte ich gern einmal selbst versuchen, wie Pollen gewonnen werden können. Ich habe mir eine Pollenfalle beschafft, die zu meinem Beutentyp passst und vor das Flugloch gesetzt werden kann. Zur Befestigung wird die Pollenfalle unter dem Beutenboden festgeklemmt. Im Durchgang durch diesen Kasten befindet sich ein Lochgitter aus Kuststoff mit runden Löchern in der Größe des Bienenkörpers. Schlüpfen Bienen hindurch, werden die Pollenhöschen abgestreift und fallen durch ein Edelstahlgitter in eine Holzschublade. Dort können sie später entnommen werden.

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Nach Anbringen der Pollenfalle hat es einige Zeit gedauert, bis die Bienen den neuen Eingang gefunden haben. Aber nach ca. 10 Minuten war alles wieder geregelt. An diesem sehr sonnigen Tag war mittags auch sehr starker Flugbetrieb.

Ich habe die Pollenfalle für jeweils ca. 1,5-2 Stunden an zwei Völkern angebracht. Die Ausbeute in dieser Zeit waren ca. 3 Esslöffel voll verschiedener Pollen.

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Königinnenzucht

Bisher habe ich meine Bienenvölker vermehrt, indem ich Ableger gebildet habe. D.h. offene Brut oder bereits gebildete Weiselzellen werden in einer separaten Beute an einen anderen Standort verbracht. Die Bienen des Ablegers werden dann die Königin nachziehen und mit ihr das neue Volk bilden.

Man kann jedoch auch mit Zuchtrahmen ganz gezielt Königinnen nachziehen. Mit Unterstützung befreundeter Imker habe ich das diese Saison zum ersten Mal versucht. Ich habe hier nur die wesentlichen Schritte nachgezeichnet, die detaillierte Vorgehensweise mit den tagesgenauen Angaben kann der Fachliteratur entnommen werden.

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Ein Sammelbrutableger wird gebildet und die dann gebildeten Weiselzellen werden bewusst gebrochen. Zuchtrahmen werden vorbereitet und in die Beute mit eingehängt, damit die Bienen diese Rahmen putzen und sozusagen für die Königinnenlarven vorbereiten. In die Zuchtnäpfchen werden Larven einer ausgesucht guten Königin mit einer Umlarvnadel umgesetzt und in das Pflegevolk gegeben. Aus den 20 Larven haben die Bienen 8 Weiselzellen gebildet.

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Drei dieser Weiselzellen habe ich direkt in einen 3er-Ablegerkasten umgesetzt in dem die Königinnen dann direkt in den Ableger geschlüpft sind.

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Die verbliebenen 5 Weiselzellen wurden mit Käfigen versehen und mit jeweils 3 Pflegebienen zurück in den Sammelbrutableger eingehängt.

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In den Käfigen sind 3 Königinnen geschlüpft. Eine Königin ist nicht geschlüpft und eine weitere offenbar beim Schlüpfen eingegangen. Rechts im Bild eine Zelle, bei der der Deckel sauber abgetrennt ist und die Königin geschlüpft.

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Der Sammelbrutableger wurde in drei Beuten aufgeteilt und mit jeweils einer Jungkönigin versehen. 2 Beuten wurden an einen anderen Standort umgesetzt, die Basis des Sammelbrutablegers ist an seinem Standort geblieben.

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Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass alle 6 Königinnen wohlbehalten von ihrem Hochzeitsflug zurückkommen und die Gründung der neuen Völker damit erfolgreich verläuft.

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Dampfwachsausschmelzer selbst gebaut

Wenn ich im Herbst die nicht mehr benötigten alten Brutwaben ausschmelze, verwende ich normalerweise einen professionellen Dampfwachsausschmelzer mit einem großen Edelstahlbehälter und einem Bodensieb zum Auffangen der Puppenhäutchen und anderem groben Schmutz, der nicht in das Wachs gelangen sollte. Dieses Gerät kostet wie viele schöne und gute Gerätschaften in der Imkerei in der Anschaffung mehrere hundert Euro. Glücklicherweise kann ich mir dieses Gerät beim Imkerfachhändler meines Vertrauens  bei Bedarf ausleihen. Das ist okay für große Mengen.

Aber was tun, wenn man mal ein paar Waben anfallen und das Wetter auch nicht immer für den Sonnenwachsausschmelzer taugt?

Im Internet bin ich schon auf einige Wachsausschmelzer gestoßen, die auch nicht immer den Eindruck einer Serienfertigung gemacht haben. Zum Beispield die Kombination aus Alukiste und Dampferzeuger und ähnliches. Warum also nicht selbst einen kleinen und bewusst günstigen Dampfwachsausschmelzer bauen?

Dieses Gerät sollte einfach und sehr günstig sein, aber auch nicht allzu viel Platz beanspruchen.

Bestandteile:

  • Dampferzeuger (Tapetenablöser Wagner W14)
  • IKEA Kiste (diese Kisten verwende ich auch bei der Honigernte als Transportkisten)
  • Gewindestange, Fittings, Muttern und Dichtungen aus dem Baumarkt
  • Vorhangstoff als Seihtuch

Mit den Gewindestangen habe ich die Aufhängung für die Rähmchen dargestellt. In meinem Fall mit dem Abstand für Deutsch Normal. Ein Kugelhahn mit einem Rohrstück dient als Auslass, ein Doppelnippel mit Muffe als Einlass für den Dampf. Das Ganze ist in weniger als einer Stunde zusammengebaut. Es passen 8-10 Rähmchen in die Kiste. Die Gesamtkosten betragen rund 60-70 Euro. Wobei der Tapetenablöser (30 Euro) unverändert zum Einsatz kommt und daher natürlich weiterhin auch für seinen eigentlichen Bestimmungszweck verwendet werden kann.

Ausschmelzen der Rähmchen:

  • Vorhang/Seihtuch einhängen
  • Deckel auflegen und Tuch mit Verschlussclips zwischen Kiste und Deckel festklemmen
  • Dampferzeuger anschließen und starten
  • Dampf erhitzt Innenraum, Wachs läuft herunter und zusammen mit dem kondensierten Wasser durch das Tuch ab
  • Wasser und Wachs fliessen in den Eimer, wo das Wachs sich vom Wasser trennt und erstarrt

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Fazit:

Dieser einfache Wachsausschmelzer funktioniert tadellos. Er ist kompakt und schnell einsatzbereit. Für kleinere Mengen eine sehr gute Lösung abseits der Profigeräte.

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Neuimker machen große Fortschritte

Die Neuimker des Kurses bei Jürgen Kranich haben ihre Beuten in einer schönen Reihe unter den Obstbäumen platziert. Mit dabei sind zwei Kästen, die von der Bottwarbienen-Neuimkerin betreut werden. Dieses Mal waren die Damen etwas aufgebracht, als es Zeit für Schwarmkontrolle und Co war. Kann man verstehen, das Wetter war feucht und warm.

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Allerdings sind diese beiden Völker grundsätzlich etwas temperamentvoller, wie es sich eben für Bienen mit Buckfast-Einschlag gehört. Aber genau das macht sie ja auch interessant. Nur zwei der Bottwarbienenvölker haben zu diesem Zeitpunkt bereits einen Honigraum nahezu komplett gefüllt. Eben auch eines der beiden Kursvölker.

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Die Drohnenrahmen waren auch reif für das Ausschneiden. So muss es idealerweise aussehen:

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Zum Schluss ist uns auch noch dieses kleine Wesen über den Weg gelaufen. Wie gesagt, sehr feuchter Tag.

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Rähmchen aus der Geschirrspülmaschine

Mehrere erfahrene Imker hatten mir berichtet, dass man Rähmchen in einer alten Geschirrspülmaschine wieder sauber bekommt. Es gibt ja sehr schöne Arbeiten in der Imkerei, z.B. alles was am Bienenvolk passiert, aber leider auch Aufgaben, die eben einfach nur gemacht werden müssen. Bei mir gehört das Säubern der Rähmchen nach dem Ausschmelzen des Wachses dazu. Mit dem Stockmeisel abkratzen ist mühsam und langwierig. Daher hatte ich auch noch einen großen Karton mit alten Rähmchen in der Garage.

Ich wollte es mit einer alten Spülmaschine versuchen. Einige Zeit habe ich die ebay und diverse Kleinanzeigenportale durchstöbert. Leider waren die angebotenen Spülmaschinen entweder schon sehr alt und runtergekommen oder jung und noch erstaunlich teuer. Teurer sogar als ein neues Gerät eines deutschen Herstellers aus meiner Region. Schnelle Entscheidung: Eine neue Geschirrspülmaschine online gekauft und in der Waschküche neben Waschmaschine und Trockner platziert.

Ich war gespannt auf den ersten Versuch. Von befreundeten Imkern habe ich den Tipp bekommen, ca. 5-10g Natron (Natriumhydrogencarbonat NaHCO3) pro Spülgang zu verwenden und das Programm mit der höchsten Temperatur zu nutzen. Nach jedem zweiten Durchgang sollte die Maschine einmal leer durchlaufen, um die Maschine und die Schläuche durchzuspülen.

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Es hat sich gelohnt, das Waschen der Rähmchen funktioniert sehr gut. Sie wurden sehr gut sauber. Natürlich nicht mehr wie neu, aber nach dem Trocknen kann ich die Drähte wieder nachspannen und die Rähmchen sofort wieder nutzen.

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Praktisch ist es natürlich, dass in dieser Maschine auch Eimer, Stockmeisel und andere Gerätschaften meiner Hobbyimkerei schnell und effizient sauber werden.

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Balkenmäher statt Rasenmäher

Blühende Landschaften blühen nur, wenn man sie auch lässt. Das ist nicht nur gut für die Bienen, sondern auch für Gräser und Wiesenblumen und die Tierwelt auf den Wiesen.

Nachdem ich rund um die Bienenstände der Bottwarbienen überwiegend mit der Sense von Hand gemäht habe, kommt ab diesem Jahr ein Balkenmäher am Bienenstand und den Streuobstwiesen zum Einsatz.

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Quelle: Mitteilungsblatt Gemeinde Oberstenfeld KW19/2016

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Auswintern und Honigräume

Das Wetter pendelt zwischen wunderschönem Biergartenwetter und schmuddeligem Regenwetter. So unterstellt man es dem April doch auch immer…!

Inzwischen sind alle Völker ausgewintert und auch schon die Honigräume aufgesetzt. Im Moment blühen noch Schlehen und Aprikosenbäume. Spätestens, wenn die Kirschen und der Löwenzahn zu blühen beginnen, soll alles bereit sein.

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43. Weissacher Imkertag

Es galt wieder die bekannte Regel der letzten Jahre: Wenn das Wetter schlecht ist, kommen noch mehr Besucher nach Weissach. Dieses Mal war die Halle brechend voll und die letzten Stühle wurden eilig herangeschafft, um möglichst vielen interessierten Imkerinnen und Imkern noch ein Plätzchen im Saal zu schaffen.

Aber nicht nur das Wetter sollte Motivation sein, zum Imkertag zu kommen. Auch dieses Mal gab es wieder interessante Vorträge und die engagierten und konstruktiven Fragen des Auditoriums zeigten, dass die Themen begeistern konnten.

Programm:

Wenn das Hobby zur Gefahr wird: Die Insektengiftallergie
Prof. Dr. med. Harald Löffler
Direktor der Hautklinik, SLK- Kliniken Heilbronn

Bienenprodukte in der Medizin. Was ist Mythos, was ist Fakt?
Prof. Dr. med. Karsten Münstedt
Chefarzt der Frauenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg- Gengenbach

Fachberatung Imkerei – Rückblick – Ausblick
Thomas Kustermann
Fachberater für Imkerei am Regierungspräsidium Stuttgart

Pflanzenschutz im Raps: Weniger Rückstände im Bienenvolk durch Droplegs
Dr. Klaus Wallner
Leiter des Rückstand- Labor an der Landesanstalt für Bienenkunde Hohenheim

Meisterprüfung 2015 – Vorstellung zweier Arbeitsprojekte:

Vergleich verschiedener Verfahren der Königinnenzucht
Klaus Hampel
Diplom Biologe und Imkermeister

Vergleich der ein- und zweiräumigen Zander-Betriebsweise
Jochen Ruß,
Diplom Biologe und Imkermeister

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Bienen bei der Wassersuche

Um Pollen und den letzten Rest des Futterteiges aufzubereiten, benötigen die Bienen jetzt Wasser. An einem sonnigen Nachmittag kann man sehr gut beobachten, wie sie im Umfeld der Bienenstöcke nach Wasserquellen suchen und dort „auftanken“.

Die Bienen nutzen nicht nur die als Tankstelle bereitgestellten und sehr stark frequentierten Wassereimer mit Schwimmhilfen, sondern auch andere Quellen wie kleine Wasserlachen, Regentonnen und Gartenteiche.

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Imkerkurs: Erster Praxisteil

Der Neuimkerkurs bei der Imkerei Kranich geht in die nächste Runde. An einem kalten Samstag Vormittag fand der erste Praxisteil auf dem Bienenstand statt. Alle Neuimker waren mit sehr großem Interesse und großer Neugier dabei.

Jetzt lassen sich die im Theorieteil gehörten Informationen zum ersten Mal in der Praxis erleben.

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Aldi schränkt Neonicotinoide ein

Sicher wird man auf den Honiggläsern bei Aldi auch in Zukunft den folgenden Satz finden „“Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“. Wo mag er also herkommen, der als „mild-köstlich“ angepriesene „Bio-Honig“? Man erfährt es nicht…

Aber manchmal sind auch die Marktbegleiter für eine Überraschung gut, von denen man es auf den ersten Blick nicht erwarten würde. Aldi Süd und Nord haben mit der heutigen Pressemitteilung verkündet, dass den Lieferanten von deutschem Obst, Gemüse und Kartoffeln seit Anfang des Jahres der Einsatz einiger Neonicotinoide in der Spritzanwendung untersagt ist. Saatgutbeize, etc. ist aber noch erlaubt.

Ein Umstieg auf „Echten Deutschen Honig“ wäre sicher das Ideal, aber ein Schritt in die richtige Richtung ist es in jedem Fall.


Pressemitteilung von ALDI Süd:

Runder Tisch: Einigung über Ausschluss bienentoxischer Wirkstoffe

Essen/Mülheim a. d. Ruhr (02.03.2016) ALDI schließt seit 1. Januar 2016 den Einsatz bestimmter bienentoxischer Wirkstoffe beim Anbau von deutschem Obst, Gemüse und Kartoffeln aus. Die neuen Qualitätsanforderungen bedeuten auch Anpassungen für die Landwirtschaft. Daher haben die Unternehmensgruppen ALDI Nord und ALDI SÜD verschiedene Vertreter von Erzeugern, Verbänden und Vereinen, Pflanzenschutzberatern und -ämtern sowie Prüflaboren zu einem Runden Tisch eingeladen. Gemeinsam wurde ein praktikabler Lösungsansatz erarbeitet, mit dem alle Parteien sowohl dem Bienenschutz als auch den landwirtschaftlichen Bedürfnissen Rechnung tragen.

Mit dem Ziel, den Bienenschutz in Deutschland aktiv zu fördern und weiterhin im Sinne der Verbraucher an einer Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden zu arbeiten, hatten die beiden Unternehmensgruppen ALDI Nord und ALDI SÜD im vergangenen Jahr ihre neuen Anforderungen an ihre Lieferanten gestellt. Die Unternehmensgruppen schließenden direkten Einsatz von acht Wirkstoffen (Chlorpyrifos, Clothianidin, Cypermethrin,Deltamethrin, Fipronil, Imidacloprid, Sulfoxaflor und Thiamethoxam) beim Anbau von deutschem Obst, Gemüse und Kartoffeln aus.

Mit diesen Wirkstoffen behandeln Landwirte verschiedene Kulturpflanzen zum Schutz vor Schädlingsbefall. Besonders Pestizide der Gruppe der Neonicotinoide stehen jedoch auch im Verdacht, für den Rückgang von Fluginsekten wie Bienen, Schmetterlingen und Schwebfliegen in Deutschland mit verantwortlich zu sein.

„Der Einsatz dieser bienentoxischen Wirkstoffe auf dem Feld darf als Spritzanwendung nicht mehr stattfinden“, erläutert Ralf-Thomas Reichrath aus dem Qualitätswesen von ALDI SÜD. Darüber hinaus haben sich alle Beteiligten dazu verpflichtet, in Zukunft intensiv an der Reduzierung des Einsatzes dieser Wirkstoffe im Rahmen der Beizung, der Saatgutinkrustierung sowie in der Jungpflanzenanzucht zu arbeiten. Hierzu wurde vereinbart, bei einem weiteren Treffen bis Ende 2016 eine gemeinsame Zeitlinie verbindlich zu erarbeiten. „Die heute am Runden Tisch beschlossene Vorgehensweise beweist vorbildlich die gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten im Sinne einer umwelt- und verbraucherverträglichen Landwirtschaft.“

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Sturm und Pollenhöschen

Das Wetter bleibt weiter sehr wechselhaft, wie das in der Wetterprognose so gerne umschrieben wird. Heute war es zeitweise strahlend hell aber dunkelblaue bis schwarze Wolken zogen schnell über den Himmel. Der Sturm der letzten Tage scheint Spass an seinem Tun zu finden und lässt am Forstberg noch ein paar Äste brechen. Die fallen aber nur auf den Weg und verschonen die Bienenkästen.

Die Bienen lassen sich aber nicht beeindrucken. Sie fliegen bei bis zu 15°C und tragen Pollen ein. Ein klares Zeichen für Brutaktivität. Nebenbei wird noch der Rest des Totenfalls aus dem Winter ausgeräumt. Der Futterteig wird angenommen. Alles auf Start für das Bienenjahr 2016.

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Notfütterung notwendig? Erste Durchsicht.

Der Winter ist ja eigentlich kein Winter. Das ständige auf und ab der Temperaturen ist für uns zwar unangenehm, für die Bienen kann es aber sogar gefährlich werden. Wenn die Temperaturen steigen, werden die Bienen aktiver und eventuell beginnen Sie sogar schon neue Brut zu bilden. Diese Aktivität kostet mehr Energie als die Winterruhe und da im Moment das Nahrungsangebot noch recht überschaubar ist, brauchen sie ihren Winterfuttervorat schneller auf. Das kann im schlimmsten Fall zur Folge haben, dass gerade die stärkeren Völker an den Rand des Verhungerns kommen. Daher ist gegebenenfalls eine Notfütterung erforderlich.

Ich möchte sicher gehen, dass meine Bienen durch das wechselhafte Wetter keinen zu großen Schaden nehmen und unterstütze sie mit der Gabe von Futterteig. Jedes Volk erhält rund 800 Gramm Futterteig. Dazu schneide ich die Päckchen in drei Teile, umwickle sie gegen Austrocknen und Verkleben der Bienen mit Klarsichtfolie und schneide auf der Unterseite einen Streifen der Hülle heraus. Diese Öffnung wird auf die Wabengasse über der Mitte der Wintertraube gelegt, damit die Bienen von unten an den Futterteig herankommen.

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Damit der Raum zwischen den Oberträgern der Rähmchen und dem Deckel genug Platz für den Futterteig ist, kommen Distanzrahmen zum Einsatz.

Die Durchsicht der Völker hat gezeigt, dass sie unterschiedlich groß und unterschiedlich aktiv sind. Ein Volk scheint nicht gut über den Winter gekommen zu sein. Das Volk in der Beute #13 macht dieser Zahl alle Ehre und fliegt sofort auf Angriff, nachdem ich die Folie vorsichtig angehoben habe.

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Als erste Blüten am Bienenstand finden sich Schneeglöckchen, Krokusse und Christrosen.

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Neuimkerkurs bei Imkerei Kranich hat begonnen

Nach einem Infoabend Anfang Februar hat der Neuimkerkurs mit dem ersten Theorieteil am Freitag den 12.02.2016 begonnen. Eine sehr interessierte Gruppe angehender Neuimker hat den Vortrag von Jürgen Kraning über das grundlegende Wissen der Bienen und der Bienenhaltung genossen. Wer sich zuvor mehr theoretisch mit dem Thema befasst hat, bekam auf seine Fragen ganz konkrete und auf einer großen Erfahrung beruhende Antworten. Wer sich noch nicht so detailliert mit Bienen befasst hat, war fasziniert.

Der Kurs besteht aus drei Theorieabenden, um das Grundwissen zu erwerben. Danach beginnt abhängig von der Witterung voraussichtlich ab Mitte/Ende März der praktische Teil. Die angehenden Imker werden ihre ersten eigenen Bienenvölker auf einem gemeinsamen Platz das ganze Bienenjahr hindurch versorgen. Während der ganzen Zeit werden sie dabei von Jürgen Kranich und Wolfgang Groß betreut.

So lernt man das Imkerhandwerk gemeinsam und voneinander. Viele Völker an einem Platz bieten die Möglichkeit viel Verschiedenes zu sehen und mehr zu lernen, als das nur mit dem eigenen Volk möglich wäre.

Es freut mich, diesen Imkerkurs auch ein klein wenig unterstützen zu können.