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Zitronenhummel

Natürlich handelt es sich hier um eine einheimische Hummel.
Eigentlich nicht in ihr Habitat gehören die Zitronenbäumchen.

Aber den Hummeln scheint es aber zu gefallen, denn sie fliegen zielstrebig alle Blüten an.
Wir werden also wahrscheinlich hummelbestäubte Zitronen ernten können.

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Bei den hohen Temperatur darf ein Teil der Bienenvölker in den Wald

Nachdem der Blütenhonig – die Frühtracht – geschleudert ist, finden die Bienen im Bottwartal weniger Nektar. Da bereits die ersten Honigtauerzeuger (Läuse) zu finden sind, wandern wir mit einem Teil der Völker wieder in den Schwäbisch-Fränkischen Wald.
Letztes Jahr war ein tolles Waldhonigjahr und das Lager ist noch gut gefüllt. Es wäre also auch nicht schlimm, wenn es dieses Jahr weniger von unserem Lieblingshonig geben würde. Qualität ist uns sowieso viel wichtiger als die Menge.

Ein Teil der Völker bleibt natürlich im Bottwartal. Linde und Co werden auch noch blühen und es soll schließlich auch aromatischen Sommerhonig geben.

 

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Noch nicht Mähen!

Ich weiß, es widerspricht wahrscheinlich dem schwäbischen Sinn für Ordnung und Sauberkeit. Aber warum müssen denn Streuobstwiesen schon Mitte Mai auf Golfrasenniveau runtergemäht werden? Es gibt doch noch kein Fallobst, das man im hohen Gras nicht finden würde.

Zwei Gründe für ausreichend hohe Podeste: Weniger Rückenprobleme für Imker und freie Flugbahn über das hohe Gras hinweg

Wie jedes Jahr machen wir das wieder nicht mit. Kaum fängt ein Stücklesbesitzer an zu mähen, scheinen alle nachziehen zu müssen. Egal, bei den Bottwabienen bleibt die Wiese stehen bis mindestens Mitte Juni. In jedem Fall aber so lange, bis alle Wiesenblumen, Kräuter und Gräser die Möglichkeit hatten, Samen auszubilden. Es ist kein Zufall, dass unsere Wiesen deutlich vielfältiger sind und neben den Bienen auch Heerscharen von anderen Insekten und Reptilien Heimat bieten. Wir haben mit einer klassichen Sense lediglich den Raum vor den Fluglöchern und hinter den Beuten etwas freigeschnitten. So können Bienen und Imker etwas einfacher arbeiten.

Wiese und Bienenkästen in der Abendsonne

Gemäht wird im Juni dann mit dem Balkenmäher und an engeren Stellen mit der Sense von Hand.

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Imkerinnenmobil

Wenn schon knallgrünes Fahrzeug, dann doch auch gleich neue Bottwarbienen-Schilder, oder?
Schließlich halten wir es mit den Bienenkästen genauso: Farbig statt versteckt.

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Erste Honigernte 2018: Blütenhonig aus dem oberen Bottwartal, flüssig oder als Wabenhonig

Wir könnten natürlich wieder Bilder vom Entdeckeln der Honigwaben und vom Schleudern zeigen. Oder wie der frische Honig durch die Siebe in den Honigeimer fließt. Aber warum nicht einfach Fakten?

  • Blütenhonig von 3 Standorten im Oberen Bottwartal
  • Feuchtigkeitsgehalt: 15-16,5%
  • Menge: genug..!
  • Geschmack: super..!

Dieses Jahr haben wir erstmals auch Wabenhonig verkauft, was sehr gut ankam. Es blieb im Regelfall nicht bei einem einmaligen Versuch, sondern der Wabenhonig wurde im Familien- Freundeskreis weitergegeben. Wir freuen uns über die sehr positive Resonanz und werden nach Möglichkeit bei jeder Tracht Wabenhonig anbieten.

Und da das jetzt knapp beschrieben war, bleibt auch noch etwas Raum für das Drumherum am Bienenstand:

Früher war dieses Grundstück ein Freizeitgarten mit vielen Zierpflanzen. Seit ein paar Jahren lassen wir manche Bereiche bewusst verwildern.
Bienen an Pfingstrosen
Zauneidechse
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Ausflug in den Raps

Raps ist so eine Sache. Soll man oder soll man nicht? Wie Bio kann Raps sein? Im Grunde ist Raps die Trachtpflanze in der Landwirtschaft, die ab und an aufgrund von Spritzmitteln noch negativ auffällt. Umso wichtiger ist es, dass man einen Standplatz hat, an dem verantwortungsbewusst und mit Rücksicht auf die Bienen gearbeitet wird.

Rapsblüte und starker Flugbetrieb von Bienen

Dieses Jahr haben zwei Völker der Bottwarbienen zum ersten Mal einen Ausflug auf die Schwäbische Alb in die Region von Bartholomä gemacht. Sie durften neben dem sehr praktischen Imkereianhänger eines Imkerkollegen aus Öhringen Quartier beziehen.

Zwei einzelne Bottwarbienenvölker neben dem Imkeranhänger
Aufgrund der langen Trockenheit ist der Raps relativ schnell verblüht und es gab keine klassische Massentracht. Dafür schmeckt der Honig sehr gut und es war in jedem Fall ein spannendes Experiment. In jedem Fall eine sehr schöne Gegend und auch ohne Rapsblüte einen Besuch wert.

Standplatz oberhalb der Rapsäcker am Rande der Höfe
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DeBiMo: Probennahme für Pollenanalyse

Neben der Untersuchung von Bienen und von Proben aus dem Futterkranz, werden auch Pollen aus den Waben (auch Bienenbrot genannt) auf Rückstände von Spritzmitteln untersucht. Dazu werden die ersten Proben zur Blütezeit vom Raps entnommen und bis zur Analyse eingefroren.

Hochbetrieb an den Fluglöchern
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Wabenhonig zu verkaufen

Nachdem ich schon einige Male nach Wabenhonig gefragt wurde, gibt es dieses Angebot jetzt zum ersten Mal:

Frischer Honig direkt aus der Wabe!

Rund 1 kg Wabenhonig in halben Deutsch-Normal-Rähmchen

Es gibt zwar auch spezielle Einsätze in die Waben für die Gewinnung von Wabenhonig, aber die Bienen haben diese Teile aus Kunststoff nicht angenommen. Eigentlich ist es uns auch viel lieber, wenn der Wabenhonig ohne Kunststoff oder andere Bauteile auskommt. Einziger Nachteil der Rähmchen ist natürlich die Verpackung und der Transport.

Alle Rähmchen sind komplett ausgebaut, mit Honig gefüllt und verdeckelt

Wabenhonig können wir nur gegen Abholung abgeben. Bitte nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf, wenn Sie Wabenhonig kaufen möchten.

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Schüler informieren sich vor Ort über die Welt der Bienen

Laura und Daan besuchen die 4. Klasse der Wunnensteinschule in Großbottwar. Eine Präsentation über Honigbienen hat sie so begeistert, dass sich die beiden weiter mit dem Thema beschäftigt haben. Vielleicht werden sie sogar noch an einem Naturforscherwettbewerb teilnehmen.

Sie hatten sich sehr gut auf das Treffen auf dem Bienenstand vorbereitet und viele Fragen aufgeschrieben, die wir zuerst besprochen haben. Dann ging es an die Praxis: Imkeranzüge anziehen, Smoker anzünden und eines der kleineren Bienenvölker öffnen.

Zuerst haben wir uns die Waben im Honigraum angesehen. Wie genau bauen die Bienen die Waben und welche Farbe hat das Wachs, wenn es ganz frisch ist?
Natürlich haben wir auch den frischen Honig probiert. Mit dem Finger direkt aus der Wabe …

Frischen Honig direkt aus der Wabe naschen

Dann haben wir gemeinsam und ganz vorsichtig den Brutraum des Bienenvolks geöffnet und uns die Brutwaben genauer angesehen. Die Königin haben wir zwar nicht gefunden, aber die Arbeiterinnen und Drohnen kann man sehr gut beobachten. Wie sieht eigentlich ein Bienenei aus?

Drohnen mal genauer anschauen

Zum Abschluss haben wir dann auch noch in zwei größere Bienenvölker hineingeschaut. Hier war viel mehr los, aber im Schutz der Imkeranzüge waren auch die vielen umherfliegenden Bienen kein Problem, sondern faszinierend. Welche bringen Pollen und welche Nektar in den Bienenstock?

Junge Naturforscher bei den Bienen

Ich wünsche den beiden Nachwuchsforschern weiterhin viel Spaß bei der Beschäftigung mit Bienen und Insekten!

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Schwarmkontrolle, Drohnenbrut ausschneiden und die ersten Ableger

In der Zeit, in der die Bienenvölker in Schwarmtrieb kommen können, d.h. sich auf das Schwärmen vorbereiten könnten, müssen die Bienenvölker mindestens einmal pro Woche kontrolliert werden. Als Teil der Bekämpfung von Varroamilben und zur Dämpfung des Schwarmtriebs werden auch sogenannte Baurahmen eingesetzt. In diesem Rähmchen ohne Spanndrähte und Mittelwand bauen die Bienen hauptsächlich Drohnenbrut. Da die Varroa gerne in den Drohnenzellen vermehrt, da diese eine um 3 Tage längere Entwicklungszeit haben, kann man mit der Herausnahme dieser Drohnenbrut die Vermehrung der Varroa reduzieren.

Komplett ausgebauter Baurahmen. Drohnenbrut kann ausgeschnitten werden.

Die ausgeschnittene Drohnenbrut wird noch am gleichen Tag eingeschmolzen, um das Wachs zu gewinnen. Da die Bienen den Baurahmen komplett ohne Mittelwand ausgebaut haben, ist dieses Wachs sehr rein und wertvoll für die Herstellung von eigenen Mittelwänden.

Honigwabe

Da einige der starken Wirtschaftsvölker schon Schwarmtrieb entwickeln, werden auch gleich noch die ersten Ableger gebildet. Sie kommen an einen anderen Standort, um sich dort zu entwickeln.

Erste Ableger 2018
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Württembergischer Imkertag 2018 in Aalen-Unterkochen

Für die Teilnahme am ganzen Imkertag war keine Zeit, aber der Vortrag von Prof. Dr. Menzel hat mich sehr interessiert. Sonntags also Ausflug nach Unterkochen:

Programm des Imkertages, Veröffentlichung in Bienenpflege

Wie Neonicotinoinde das Verhalten von Bienen stören
Prof. Dr. Dr. h.c. Randolf Menzel

  • neurobiologie.fu-berlin.de
  • Menzel: 50 Jahre im Bereich des Gehirns der Bienen geforscht
  • Verhalten der Bienen ist intelligent und durch Einflüsse gefährdet, insbesondere das Auffinden der nektartragenden Pflanzen => Nahrungsmarkt ist kompliziert
  • Höhen haben hohen Lernbedarf und muss ausgeprägtes Gedächtnis für Ziele und Heimweg zum Stock haben
  • 1 Liter Honig = 170.000 km = 6 Mio. Blüten = 6 Mio. Entscheidungen mit einem sehr kleinen Gehirn (so groß wie ein Sandkorn, 1 Mio. Nervenzellen, aber perfekt verschaltet)
  • Schwänzeltanz als symbolhafte Kommunikation ist einmalig im Tierreich, nur der Mensch ist in der Lage ähnlich zu kommunizieren
  • Gehirnstruktur und Leistung ähnlich wie Vorderhirn beim Menschen
  • Ziel der Entwicklung von Neonicotinoiden war es, Insekten gezielt durch Ausschalten des Gehirns zu töten (Entwicklung japanischer Forscher)
  • Triacloprid wird immer häufiger in Honig nachgewiesen
  • EFSA (European Food Safety Authority) zuständig
  • 80% der Neonicotinoiden kommt in den Boden und verschlechtert die Bodenqualität, es gerät so auch in Grundwasser und Flüsse
  • Biomasse flugfähiger Insekten geht massiv zurück (Krefelder Studie)
  • In rund 20 Jahren hat sich die Anzahl der gegen Neonicotinoide resistenten Schadinsekten hat sich von 1 auf 20 erhöht
  • Triacloprid kommt mit ca 90 ng/g in Pflanzen vor
  • Neonicotinoide schädigen die Verbindung von Nervenzellen im Gehirn und führen zum Absterben der Zellen, sie können nicht nachgebildet werden
  • Lernen und Erinnerungstest zeigt, dass Neonicotinoide das lernen stören bzw. die Erinnerung negativ beeinflussen
  • Freilanduntersuchung mit Radar und Transpondern auf Bienen (siehe Film More than Honey) dienen zu Erforschung des Landschaftsgedächtnisses
  • Beim Sammelflug nutzt Biene zuerst ihr Routengedächtnis. Wird sie an andere Stelle versetzt, nutzt sie ihr Landschaftsgedächtnis und findet zum Stock zurück
  • Nachweis erbracht, dass Triacloprid das Heimfindevermögen stört und die Häufigkeit von Schwänzeltänzen reduziert
  • Bayer Calypso: Angabe B4 nicht bienengefährlich, da diese Eingruppierung nur auf dem Töten basiert, Bienen werden aber massiv in ihrer Orientierung gestört
  • Glyphosat schädigt Navigation auch massiv, da ein Abbauprodukt einen Gehirnrezeptor schädigt
  • Untersuchungen wurden mit Einzelwirkstoffen durchgeführt, eingesetzte Spritzmittel sind aber Cocktails mit potenzierten Wirkungen
  • Was steckt wirklich hinter dem Verlust von Völkern? Einfluss von Neonicotinoiden wahrscheinlich höher als bemerkt, da zum Beispiel Varroen gezählt werden können und Neonicotinoide nicht

  • Fragen/Antworten nach dem Vortrag
    • Schädigung des Menschen? In Japan wurden bei Reisbauern starke Hautschädigungen und eine reversible Art von Parkinson gefunden. In Frankreich ist Parkinson als Berufskrankheit anerkannt. Bei länger chronischer Aufnahme gibt es wahrscheinlich keine Schwellwerte (Korrelation gefunden).
    • Studie in Frankreich: Bei normaler Fruchtfolge ist der Nutzen bei 80% der Landwirte nicht wirklich gegeben, nur im Bereich der Energiepflanzen erscheint ein Nutzen nachweisbar.
    • Neonicotinoide sollten als Reserve im Fall von massiven Schaden durch Schadinsekten einsetzbar sein, nicht aber weiterhin in zu hohen Dosen als Standardbehandlung.
    • Proben von Geschädigten Bienen müssen dunkel und eingefroren gelagert werden. Kühlkette wichtig, da das Sonnenlicht und Wärme Neonicotinoide abbaut.
    • Hinweis auf massive Schäden in Indien beim Reisanbau mit Glyphosateinsatz.
Jungimkerin der Bottwarbienen im Gespräch mit Prof. Menzel

Gesund, schlank und fit mit Honig – Honigirrtümern auf der Spur
Renate Frank

  • Heutzutage wird zu wenig und nicht regelmäßig genug Honig gegessen, siehe u.a. Low Carb
  • Ohne Energie läuft nichts im Körper!
  • Für den Energiegewinn muss entweder Fett oder Zucker verbrannt werden
    • An Fett kommt der Körper nur langsam, es dient als Energiespeicher
    • Häufig braucht man schnell Energie, es kann also nicht auf das Fett gewartet werden
    • Kohlehydratarmut führt zu reduzierter Leistungsfähigkeit
    • Gehirn wird nur über Traubenzucker ernährt und kann nichts speichern, es braucht also permanent Zucker (2/3 der Zuckermenge aus dem Blutkreislauf)
    • Ohne Kohlehydrate geht es nicht, aber verschiedene Kohlehydrate wirken unterschiedlich
    • Nicht geeignet als Energiespendern: Schokolade, Marmelade, Kekse, Kuchen, sie enthalten kein oder kaum Chrom als Spurenelement, Insulin als Schlüssel in die Zelle erforderlich
  • Honig: >30 verschiedene Zuckerarten und Spurenelemente Chrom
    • Zucker aus Honig wird doppelt so schnell aufgenommen als Traubenzucker z.B. aus Haushaltszucker, Blütenhonig enthält 1.000x mehr Chrom als Haushaltszucker
    • Zusätzlich enthält Honig B-Vitamine, sie bestimmen die Energiemengen, die aus dem Zucker entstehen können
    • Die Nerven verbrauchen am meisten Energie, bei Stress wird also mehr Energie und B-Vitamine benötigt (Stress, Nervosität, Schlafmangel, Diabetes, etc.)
    • B-Vitamine aus Medikamenten müssen durch Enzyme im Darm umgewandelt werden, mit Honig erhält der Körper im Gegensatz dazu immer genau die richtige Menge B-Vitamine zum Zucker
  • Frühstück am besten mit Kohlehydraten
  • Acetylcholin ist wichtiger Botenstoff für Gedächtnis und Konzentration, Eiweiß Cholin ist im Honig enthalten, Cholin wird als vitaminähnliche Substanz eingeordnet
  • Ein kohlenhydratreiches Frühstück (Cholin, Kohlenhydrate, Energie) mit Honig erhöht das Denkvermögen
  • Honig zum Frühstück oder als Zwischenmahlzeit ideal
  • Körperzellen werden ständig ab und wieder aufgebaut = Regeneration, dazu werden Eiweißbausteine benötigt
  • Für den Aufbau werden 20 verschiedene Aminosäuren benötigt, beim Fehlen einzelner ist der Prozess gefährdet und man wird anfälliger für Krankheiten
  • Honig enthält alle 20 Eiweißbausteine und kann daher zum Ausgleich anderer Lebensmittel, Beispiel Brot + Honig
  • Wenn nach mehreren Stunden der Blutzuckerspiegel sinkt, wird Energie aus der Leber entzogen, bei sinkenden Zuckerreserven in der Leber werden Stresshormone ausgeschüttet (Unterzuckerung führt zu metabolischen Stress), Folgen sind Leberkrankheiten, Diabetes und Übergewicht, Cholin im Honig hilft der Leber bei Erkrankungen
  • Der beste Schutz für die Leber ist eine intakte Darmflora (ideal sind 40% Bifidusbakterien), Blütenhonige sind besonders gut für den Darm
  • Die häufigste Mangelkrankheiten weltweit ist Eisenmangel (Müdigkeit, Blutarmut, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, etc.), Honig enthält Eisen zusammen mit Vitamin C und pflanzliche Farbstoffe, Vitamin C und die Flavonoide sind zur Aufnahme von Eisen erforderlich
  • Honigfarbstoffe schützen Vitamin C vor Zerfall und erhöhen die Wirksamkeit
  • Schlafstörungen können auf Melatoninmangel zurück zu führen sein, Baustein Tryptphan, ideale Spätmahlzeit ist warme Milch mit Honig
  • Honig ist ein gutes Anti-Aging-Mittel, Honig enthält viele wichtige Stoffe die gemeinsam wirken in einem ausgewogenen Verhältnis
  • Fragen/Antworten nach dem Vortrag
    • Ideale Menge pro Tag ca. 2 Esslöffel Honig
    • Rapshonig gut bei Erkältungen, Mischhonig gut für Darm, dunkle Honige mehr Eisen/Mineralstoffe und gut für Wundbehandlung
    • Einzige Gruppe an Menschen, die Honig nicht verträgt, sind Personen mit Fruchtzuckerunverträglichkeit
    • Manukahonig ist für Wundbehandlung als Medikament zugelassen (Wundbehandlung, Medihonig), Wirkung ist aber auch bei europäischen Honig genauso gut (z.B. Buchweizenhonig sogar besser), zur Ernährung ist europäischer Honig genauso gut
    • Diabetiker: 2 EL Honig pro Tag in Verbindung mit anderen Lebensmitteln in Ordnung

Neben Vorträgen und Workshops gab es auch eine Messe in und vor der Sporthalle, im Foyer war eine „Bienenvoliere“ aufgebaut.

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Hönigräume – lieber zu früh, als zu spät

Mehrere sehr starke Völker hatten schon vor einer Woche einen 1/2-Zargen-Honigraum erhalten, damit sie etwas mehr Platz haben und schon mal mit dem Ausbauen der Waben beginnen können.

Ein Volk hat in einer Woche diesen Honigraum schon zu etwa 50% mit Wabenwerk ausgebaut und schon etwa 30% Nektar eingetragen. Aufgrund dieser Entwicklung und der nun massiven Zunahme der Blüten bei Obstbäumen und Co. haben nun fast alle Völker einen Honigraum erhalten.

Lieber zu früh, als zu spät …

Der Volksentwicklung entsprechend halbe oder ganze Honigraumzargen
Honigräume stehen bereit
Bis auf ein Volk haben alle Völker an diesem Stand einen Honigraum erhalten
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DeBiMo, Baurahmen und Tagpfauenaugen

Beim Frühjahrsbesuch zur Datenerhebung und Probennahme sollte der erste Brutsatz noch nicht geschlüpft sein. Das hat gepasst und das Wetter auch. Strahlender Sonnenschein und herrliches Bienenflugwetter gestalteten den Besuch an den Bienenständen angenehm. Die Bienen waren sehr mit sich beschäftigt und so war es ein entspanntes Arbeiten mit vergleichsweise wenig Rauch. Auch das manchmal sehr launische Basisvolk am Lerchenberg war sehr gechillt.

Bereit für das Bienenmonitoring

Die Aufgabe dieses Besuchs war unter anderem die Aufnahme der Volksstärken und der Brutmenge. Die 10 Völker im Monitoring sind teilweise recht unterschiedlich. Sie haben zwischen ca. 2.500 und 10.000 Bienen, wobei die vermeindlich schwächeren Völker teilweise viel Brut haben und in nächster Zeit sicher aufholen werden. Von jedem Monitoringvolk wurden ca. 50 Bienen mitgenommen. Diese Bienen werden auf Nosema und Tracheenmilben untersucht.

Königin unterwegs

Später am Tag haben dann alle Bottwarbienenvölker noch einen Baurahmen erhalten. Dieses leere Rähmchen an Position 2 dient dazu, von den Bienen ohne Mittelwand ausgebaut zu werden. Durch diese Methode konzentriert sich auf diesem Rähmchen die Drohnenbrut, da sie etwas größere Zellen benötigt als das Raster der Mittelwände. Da Varroamilben sich in Drohnenbrut stärker entwickeln, dienen diese Brutrahmen als Milbenfalle. D.h. die Drohnenbrut wird im verdeckelten Zustand ausgeschnitten um die Varrroabelastung in den Bienenvölkern zu reduzieren.

Die stärksten Völker sind garnicht im Monitoring. Drei der Völker am Standort in Oberstenfeld sind enorm starkt und haben sehr viel Brut. Diese Völker werden in nächster Zeit förmlich explodieren (Zeitraum „verdeckelte Brut“ = 12 Tage) und bekommen daher schon jetzt die erste Halbzarge als Honigraum. So haben sie mehr Platz und sind schon mal mit Wabenbau beschäftigt bis es mit der Tracht losgeht.

Erst vor ein paar Tagen habe ich beim Weissacher Imkertag den Vortrag von Lea Kretschmer zum Insektensterben gehört. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich vieles nachteilig verändert und dass die Erhaltung der Biodiversität essentiell ist. Für einen kleinen Moment an diesem Mittag schien die Welt aber besser zu sein als gedacht. Mehrere Tagpfauenaugen flogen zwischen den Bienen herum und versorgten sich an den Schlehenbüschen mit Nahrung. Ein kurzer Moment von heilerer Welt.

Tagpfauenauge am Forstberg
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45. Weissacher Imkertag 2018 des Regierungspräsidiums Stuttgart

Wie immer am Mittwoch nach Ostern trafen sich viele Vertreter aus dem Regierungspräsidium, anderen Behörden, den Imkerverbänden und Vereinen aber natürlich auch viele Imker in der Strudelbachhalle in Weissach-Flacht.

Die besten Beiträge waren dieses Jahr aus meiner Sicht die differenzierte Betrachtung zum Thema Insektensterben von Lea Kretschmer, der Ansatz von Markus Schwarz zur Völkerteilung und der klassische Statusbericht aus Hohenheim von Dr. Peter Rosenkranz.

Nachfolgend ein paar Notizen zu den Vorträgen.

Notizen mit iPad und Mineralwasser

„Ziele und Maßnahmen des Sonderprogramms des Landes zur Stärkung der biologischen Vielfalt“, Dr. Gerhard Schaber-Schoor Leiter Koordinierungsstelle Biodiversität und Landnutzung MLR

  • Mediales Echo: 2017 das Jahr des Insektensterbens?, 75% Rückgang in Deutschland, Ein ökologisches Armageddon?, Warum kleben keine Insekten mehr auf der Windschutzscheibe?, Beispiel Buch von Rachel Carson – Silent Spring
  • Zusammenfassung: Vielfalt und Menge der Insekten geht zurück
  • Zwischenbilanz: Maßnahmen im Rahmen der Naturschutzstrategie noch nicht ausreichend für Erhaltung der Biodiversität, Blick soll von Schutzgebieten auf die „Normallandschaft“ gerichtet werden, es braucht mehr Kooperation, alle müssen an einem Strang ziehen
  • Es braucht ein Mehr von: konkrete Maßnahmen auf der Fläche, Beratung vor Ort bei der Umsetzung, Grundlagen hinsichtlich Umfang und Ausmaß
  • Sonderprogramm des Landes zur Stärkung der Biologischen Vielfalt (vom Ministerrat am 21.11.2017 beschlossen)
    • Laufzeit 2018-2019
    • 30 Mio. € zusätzlich für Fachgrundlagen und Maßnahmen auf der Fläche
    • Weitere 6 Mio. € für Monitoringaufgaben
    • Wissenschaftliche Begleitung durch Fachgremium externer Sachverständiger
    • Umweltministerium, Ministerium für Ländlicher Raum und Verkehrsministerium arbeiten zusammen
    • Maßnahmen: Erhaltungsmassnahmen u.ä. in Natura2000-Gebieten, Veratärkter Moorschutz, Qualitätssicherung der Naturschutzgebiete, Modellregion für Biotopschutz, Insektenmonitoring, Brutvögelmonitoring, etc., Aufwertung von Strassenbegleitgrün, Erhöhung der Biodiversität durch Wiedervernetzung von Lebensräumen (Querungshilfen, Amphibienschutzanlagen, etc.), FAKT-Projekte z.B. Brachebegrünung mit Blühmischungen erweitert, Regenerative Landwirtschaft und Biodiversitätsberatung, Reduktion von Pflanzenschutzmitteln (durch präzisere Ausbringung), Förderung von Nutzung von Lebensmitteln aus biologischem und extensivem Anbau
    • Blühende Naturparke: Leitfaden, Blühmischungen, finanzielle Förderung
    • Was wurde bisher veranlasst: Erste Maßnahmen begonnen, Fach- und Begleitgremien gebildet, erste Zwischenergebnis zu einzelnen Maßnahmen für Herbst 2018 erwartet, 2019 dann verstärkt Berichte etc., Fortführung nach 2019 wahrscheinlich

„Varroabekämpfung: Aktuelle Situation und Beurteilung neu zugelassener Mittel“, Dr. Peter Rosenkranz Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim

  • Varroa weiterhin Hauptursache für Winterverluste
  • Darwinistische Bienenhaltung nach Tom Seeley
    • Forderung #6 war Verzicht auf Behandlung gegen Varroa
    • Aber: Ricola-Projekt zeigt, dass das nicht funktionieren wird, nach 1 1/2 Jahren hat keines der 40 Völker in Hohenheim überlebt
    • Problem bei Selektion auch die hohe Bienendichte in unserer Region
    • Bekämpfung zwingend erforderlich, Konzept funktioniert und wird in Details weiterentwickelt
  • Verbesserung für 2. AS-Behandlung?
    • Neuzulassung Oxuvar 5,7%
      • Selbst mischen als Sprühbehandlung im Sommer und Träufelbehandlung im Winter
      • Sperren der Königin zur Brutfreiheit (Juli) und Sprühbehandlung (August), erfolgreicher als Kontrollbehandlung mit Bayvarol, mittlerer Wirkungsgrad 85% und damit für Aufwand etwas zu wenig Nutzen
      • Vergleichsbehandlung mit AS-Verdunster war erfolgreicher
    • Varromed
      • Ähnlich wie früher „Bienenwohl“
      • Enthält OX, AS und ätherische Öle
      • Behandlung während Saison zugelassen
      • Feldversuch: 5x Varromed-Behandlung ab Mitte August mit Träufeln, bei einigen Völkern dann noch Notbehandlung mit AS erforderlich, dann 2x OX
        • Varromed ist damit nicht für die 1. AS-Behandlung sinnvoll
      • Weiterer Versuch ab Mitte September war erfolgreicher
        • Bessere Wirkung bei schwächeren Völkern mit weniger Brut, daher eher für 2. AS-Behandlung geeignet
      • Weitere Feldversuche sind geplant
    • Lithiumchlorid
      • Verwunderung über mediales Echo, zeigt aber den massiven Bedarf an neuen Entwicklung im Bereich von Varroabekämpfung
      • Lithium wirkt systemisch über das Bienenblut
      • Milben sterben ab 10mM innerhalb von 2-3 Tagen zu 97-100%
      • Bei Dauerfütterung moderate Verkürzung der Lebenszeit der Bienen
      • Bienenbrut reagiert aber empfindlich
      • 95% Wirksamkeit bei Kunstschwärmen (d.h. brutfreies Volk)
      • Weitere Untersuchungen erforderlich, aber Entwicklung zum Medikament nur mit Unterstützung von Unternehmern möglich (3-5 Mio. € und ca. 5 Jahre Zeit)
      • Weiteres Vorgehen noch unklar
  • Weiterhin Hohenheimer Konzept empfohlen!

„Insektensterben – Begriffserklärung, Hintergrundwissen und Fakten“, M.Sc.Agr. Lea Kretschmer ehemalige Mitarbeiterin der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim

Lea Kretschmers lebhafter und informativer Vortrag. Mehr Tiefgang als nur „böse versus gute Vorgärten“.
  • Bienen- versus Insektensterben?
    • Bienenvölker in Deutschland von 1991 bis 2007 deutlich gesunken, seither steigen die Völkerzahlen wieder
    • Südeuropa und weltweit steigend seit ca. 1960, in Europa gesamt aber gesunken
  • Seit Oktober 2017 wird von Insektensterben gesprochen
  • Insekten sind die Gruppe mit der größten Artenzahl in Deutschland
  • Langes Insektensterben lässt sich nicht mit Kurzfristmassnahmen beheben
  • Krefelder Studie: 75% Verlust in 27 Jahren der Biomasse der fliegenden Insektenin geschützten Gebieten, 18.10.2017
    • 1989-2016, 63 Standorte wurden beprobt mit Malaisfallen, parallel Pflanzen und Wetter dokumentiert, Schwerpunkt der Standorte in Krefeld
    • Abnahme der Biomasse über die Jahre
    • Beprobungen in der Anzahl über die Jahre sehr unterschiedlich über die Jahre
    • Ergebnisse der verschiedenen Standorte sehr unterschiedlich
    • Biomasse hat definitiv abgenommen, zur Ermittlung der Ursachen wurden erhobene Umgebungsdaten ausgewertet, Ökosysteme sehr komplex und Ursachen häufig nicht zu ermitteln
  • Welche Insekten sind betroffen und warum?
  • Rothamsted insect survey
    • Über ganz UK
    • Detailliertere Auswertung über 30 Jahre
    • Signifikanter Rückgang nur an einem Standort, Gründe nicht geklärt, andere Standorte gingen nicht zurück, waren aber schon auf niedrigerem Niveau
  • Rote Listen
    • Fast 50% der Insekten sind bestandsgefährdet oder ausgestorben
  • Viele Ursachen und nicht die eine (einfache) Antwort
  • Möglichkeiten der Gegensteuerung
    • Blühstreifen
    • Das eigene Konsumverhalten hinterfragen
    • Sensibilisierung der Mitmenschen
    • Wir brauchen langen Atem
  • Verantwortung der Imker
    • Schutz von „umbrella species“ hilft auch weiteren Arten
    • Wir müssen wissen, was wir wissen und was wir nicht wissen
    • Offener Umgang mit der Landwirtschaft
    • Mehrjährige Kulturen bevorzugen

„Fachberatung Imkerei 2017 – Ausblick 2018“, Thomas Kustermann Regierungspräsidium Stuttgart

  • Vortrag ist entfallen

„Spannungsfeld: Pflanzenschutzmittel und Imkerei“, Alexander Weissbarth Imker und Mitarbeiter im Obstbau Beratungsdienst Hohenlohe-Neckar e.V.

  • Was ist Pflanzenschutz?, nicht nur Chemie, sondern auch Netze gegen Hagel, Sonnenbrand o.ä.
  • Geeigneter Standort für geeignete Sorte
  • Pflanzenschutz erfolgt heute nicht mehr ziel- und planlos
  • Mulchen häufig zum Bienenschutz vor Insektiziteinsatz
  • „Grundschlechtes Gewissens?“
    • Einseitige Berichterstattung der NGOs?
    • Berichterstattung sollte kritisch hinterfragt werden
    • Derzeitiger Lebensstandard nicht ohne Pflanzenschutz möglich
    • Kommunikation und Zusammenarbeit wichtig
    • Häufig Diskussion emotional und nicht faktenbasiert
  • Bezug zwischen Landwirt und Verbraucher hat nachgelassen
    • zu wenig Information erzeugt Misstrauen
    • Kaufverhalten steuert die Art wie Landwirtschaft betrieben wird: Spannungsfeld Wunsch nach Bio versus Kaufentscheidung über Preis, Billig und Paradies funktioniert nicht
  • Schutz über Netze und Tunnel ist möglich, aber sehr investitionsintensiv
  • Landwirtschaft und Imkerei kein Widerspruch
  • Landwirte, die auch Bienen halten, sind aufgrund der Spezialisierung seltener geworden
  • Aufruf zur offenen Kommunikation zwischen Imkern und Landwirten!

„Schwarmvorbeuge durch Volksteilung nach der Frühtracht“, Markus Schwarz Imkermeister HonigManufaktur Spatzenhof

  • „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
    (Albert Einstein, 1879–1955)
  • Vollerwerbslandwirt mit Biolandbetrieb aus Überzeugung
  • Bienenfutter: Biolandrübenzucker aus Baden-Württemberg, Preis ca. 3fach ggü. Stärkefuttersirup
  • Hofladen, weil die Kundschaft es vehement eingefordert hat
  • Schon immer Onlinehandel
  • Keine klassische Wanderimkerei
  • Fokus auf Regionalität
  • Volksteilen nach der Frühtracht, Warum?
    • Aufwand reduzieren
    • Wirtschaftlichen Ertrag verbessern
  • Vorgehensweise
    • Volk ca. 50/50 aufgeteilt, plus Mittelwand und Schied, Honigraum bleibt auf dem Ausgangsvolk
    • Volk mit Altkönigin und Volk mit Weiselzelle oder Jungkönigin
    • Weniger Zeit in Summe für geteilte Völker als für beide geteilten Völker
    • Völker mit Altköniginnen haben Honigernte gebracht, Neuvölker nicht (Effekt auch aufgrund der Teilung an Ausgangsstandort, d.h. Flugbienen beim Altvolk)
    • Wirtschaftliche Betrachtung zeigt Vorteil dieser Methode (Wert des neuen Volks ausschlaggebend plus ggf. Nutzung in Spättracht)
    • Varroabelastung der Völker geringer
    • Volksteilung stellt Schwarmtrieb komplett ab
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Einmal rühren ist genug? Test mit dem Rapido.

Feinsteifer Blütenhonig in wenigen Minuten ?!

Der effiziente Ansatz des Rapido ist es, dass man nicht direkt nach der Ernte den Blütenhonig cremig rührt, sondern erst dann, wenn man ihn braucht. Dazu ist es nur erforderlich, den Honig etwas zu temperieren und ihn in einem Durchgang von 2-3 Minuten in die cremige Konsistenz zu bringen.

Hier findet sich der Rapido von Dr. Klaus Wallner und das Video, das zeigt, wie es gehen kann.

Erster Versuch:

Mein erster Versuch lief nicht so ideal. Einen Eimer festen Blütenhonig habe ich auf knapp 30°C temperiert und dann mit dem Rapido und meinem Rührwerk gerührt. Das Ergebnis ist leider nicht so feincremig wie ich mir das gewünscht hätte. Der Honig enthält noch viele größere Kristalle, die sich aufgrund der inzwischen recht flüssigen Konsistenz nicht mehr zerkleinern lassen.

Honig erwärmen im temperaturgeführten Weck-Kessel
Rühren beginnt bei ca. 30°C Honigtemperatur
Erwärmter Honig gerührt, zu flüssig und mit sichtbaren Kristallen

Zweiter Versuch:

Offenbar waren die Kristalle zu groß oder aber der Honig bereits zu warm. Als zweiten Versuch habe ich einen Eimer Blütenhonig ohne ihn zu erwärmen direkt bei Zimmertemperatur gerührt.

Auszug aus FAQ von Biorat: „Wenn der Honig sehr grob kristallisiert, dann muss die Aufwärmtemperatur etwas reduziert werden, damit die Kristalle den nach unten stehenden scharfkantigen Barren nicht ausweichen können – dann müsste auch dieser Honig gehen. Kristalle, die man auf der Zunge noch spüren kann, beeinflussen de spätere cremige Konsistenz nicht. Nur das interessiert die Honigkunden wirklich.“

Das Ergebnis ist beim zweiten Versuch zwar etwas besser, aber auch dieser Honig enthält für meinen Geschmack immer noch zu viele große Kristalle. Da ich kurzfristig cremigen Honig im Glas benötige, habe ich ihn trotzdem abgefüllt. Geschmacklich ist er perfekt.

Fester nicht erwärmter Honig direkt gerührt
Cremig mit sichtbaren Kristallen
Umfüllen in Abfüllbehälter
Abfüllen des Honigs nach einer Ruhephase
Etikettieren – fertig.

Den ersten Eimer werde ich in den nächsten Tagen nochmal rühren. Mal sehen, wie sich die Konsistenz dann einstellt.

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Honigräume vorbereiten

Noch ist etwas Zeit bis zur ersten Tracht, aber nachdem es inzwischen deutlich mehr Bienenvölker sind, muss auch die Vorbereitung früher beginnen.

Mit der Routine der letzten Jahren geht es eigentlich ganz fix:

  1. Alte und nicht mehr benötigte Waben wurden nach der Saison ausgeschmolzen, mit Natronlauge gewaschen und getrocknet
  2. Stark verzogene Rähmchen und alte Rähmchen mit Abstandshaltern werden aussortiert
  3. Mittelwände werden eingelötet in ganze und halbhohe Rähmchen
  4. Ganz- und Halbzargen werden mit Rähmchen bestückt und bis zur Verwendung als Honigräume eingelagert
Mittelwände für Halbzargen
Ein paar neue Rähmchen
Rähmchen + Mittelwände einlöten = Honigraum
Aussortierte Rähmchen werden Feuerholz