Novemberflug

nearBees kann nicht nur lokal, nearBees kann auch schnell:
Sonntag – Account eingerichtet und Verpackungen bestellt
Montag – Erste Honigbestellung eingegangen
Dienstag – Verpackungen erhalten und erste Bestellung verschickt
Viele Grüße an die Macher von nearBees und den ersten nearBees Kunden der Bottwarbienen!
Nachtrag:
Dienstag – Zweite Bestellung
Mittwoch – Zweite Bestellung ausgeliefert

Es ist sicher auch schon in einigen meiner Beiträge auf dieser Seite angeklungen: Es geht nicht nur um den Honig, die Bestäubungsleistung unserer heimischen Bienen ist ein ganz fundamentaler Beitrag für unsere Ernährung und den Erhalt unserer Natur und Kulturlandschaft.
Diesem Grundsatz folgt auch das Start-up nearBees. Basierend auf der Idee und Masterarbeit von Viktoria Schmidt hat sich ein Team junger und engagierter Mitstreiter formiert. Das Konzept von nearBees ist es, Honigliebhaber und Imker auf einfache Weise über eine Onlineplattform in Kontakt zu bringen. Im Fokus steht dabei der lokale Bezug. Es ist durch genaue Ortsangaben möglich, den Honig exakt nach seiner Herkunft auszuwählen. Die übliche und durch Regularien vorgegebenen Bezeichnung Deutscher Honig lässt sich mit nearBees ganz konkret auf Regionen, Ort und Lage herunterbrechen. Honig aus dem eigenen Ort oder der eigenen Region? Kein Problem. Honig aus einer anderen Region probieren, z.B. Stadthonig aus Berlin-Charlottenburg, Honig aus dem Schwarzwald oder vom Bodensee? Alles das ist mit nearBees möglich.
Um dieses Konzept auch für kleine regionale Imker und Honiggenießer handhabbar zu machen, haben die Macher von nearBees eine neuartige Verpackung erdacht, die den Versand des Honigs in Versandtaschen möglich macht. So entfällt das umständliche Verschicken von Gläsern und durch das geringe Versandgewicht und die ausgeklügelte Verpackung wird der Versand einfacher und nachhaltiger.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ein gute Idee mit konsequenter und schöner Umsetzung.
In jedem Fall also absolut unterstützenswert und deshalb gibt es den Honig von den Bottwarbienen ab sofort auch über nearBees.
Vision von nearBees:
Umweltschutz – Nachhaltigkeit – lokaler und bewusster Konsum. Themen, die in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen haben und auch uns am Herzen liegen. Den Fokus legen wir dabei auf die Imker – denn ohne Imker, keine Honigbienen. Mit nearBees wollen wir die Honigvermarktung für Imker radikal vereinfachen und zudem einen bequemen Zugang zu lokalem Honig ermöglichen. So tust du dir nicht nur selbst etwas Gutes, sondern sorgst zugleich für eine artenreiche heimische Natur.
Denn unsere heimischen Bienen produzieren nicht nur einzigartigen Honig, sie sorgen auch für die Bestäubung der Pflanzen in unserer Natur – so hängen fast ein Drittel der Lebensmittel direkt oder indirekt von den Bienen ab. Mit nearBees und lokalem Honig von Nebenan wollen wir daher zum Erhalt der Imkerei und einer blühenden Natur beitragen.
Link zu nearBees: https://nearbees.de/

Verwenden Sie einen Löffel oder ein Messer?
Stört es Sie, wenn Ihr Gegenüber am Frühstückstisch mit dem Messer an dem noch etwas Butter haftet im Honigglas stochert oder vielleicht den gerade abgeschleckten Teelöffel verwendet?
Vielleicht ist das völlig egal, aber vielleicht führt es auch zu anstrengenden Diskussionen am Frühstückstisch. Es gibt auch beim Genuss von Honig unterschiedlichen Vorlieben, die dann bei der anderen Fraktion nicht immer auf Gegenliebe treffen: Verwendet man nun eben einen Löffel um den Honig aus dem Glas auf das Butterbrot zu befördern oder doch lieber ein Messer? Was jedenfalls aus meiner Sicht nicht gerade schön, praktikabel bzw. hygienisch ist, sind verschiedenartig gestaltete Holzinstrumente. Gut zu reinigen muss das „Instrument“ schon sein, mit dem man den guten und reinen Honig aus dem Glas holt.
Wie wäre es mal mit einem ganz anderen Ansatz?
Wie wäre es als statt dem üblichen Edelstahl mit Horn? Mit 15-16 cm Länge passen der Honiglöffel und das Honigmesser aus Horn ganz ausgezeichnet zu den 250 g Honiggläsern der Bottwarbienen.
Mein Hornlöffel und das Hornmesser wurden von den Hornvarefabrikken in Bovlingbjerg in Dänemark hergestellt. Diese Werkstatt ist eine der letzten ihrer Art in der nach traditionellen Prozessen und mit viel Handarbeit und Liebe zu diesem Material Gebrauchsgegenstände, Schmuck und Dekoartikel hergestellt werden. Es war sehr interessant, die kleine Manufaktur vor Ort zu besuchen und einen direkten Eindruck vom Umgang mit dem Material Horn und der traditionellen Arbeitsweise zu bekommen. Was vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch das einzige Besteck für den ärmeren Teil der Bevölkerung war, ist heute etwas ganz besonderes.
Hier finden Sie weitere Information zur Hornwarefabrikken und den Produkten: http://de.hornvarefabrikken.dk/
Herstellung eines Hornlöffels (Quelle: Webseite Hornvarefabrikken):
In der Werkstatt wahren wir das alte Handwerk und das Wissen, das wir uns durch die Jahre hindurch erarbeitet haben. Maschinen sind durch die Jahre hindurch dazugekommen und haben den Fertigungsprozess verkürzt. Die Arbeitsprozesse in der Werkstatt sind dennoch im Großen und Ganzen dieselben wie vor 200 Jahren, als die Heimarbeit in unserem Gebiet sehr verbreitet war.
Die eigentliche Fabrik stammt aus dem Jahr 1935 und die heutige Werkstatt aus dem Jahr 1947. Sie können die Werkstatt ganzjährig innerhalb der Öffnungszeiten des Geschäfts besuchen. Haben Sie keine Möglichkeit, uns zu besuchen, dann können Sie hier auf der Homepage sehen, wie ein Löffel hergestellt wird.
Wie stellt man einen Hornlöffel her?
Ungefähr 18 verschiedene Prozesse durchläuft die Herstellung eines Hornlöffels, die Salatsets erfordern weitere und der Eierlöffel weniger Prozesse. Gemeinsam für alle Löffel sind die folgenden Arbeitsschritte, wo ein geeignetes Rohhorn ausgewählt, ausgesägt, geputzt, formgegeben, zugeschnitten, geschliffen, poliert und kontrolliert wird.
1. Wahl des Rohhorns
Nicht alle Hörner können zu einem Hornlöffel werden. Es darf keine sichtbaren Fehler, z. B. Risse oder Wurmlöcher geben, und das Horn muss abhängig von der Form des Löffels eine gewisse Dicke und • Länge haben. Das Rohhorn darf nicht ’langweilig’ sein, d. h. die Natur muss sich hier vom Visuellen her von ihrer besten Seite zeigen.
2. Der Löffel wird ausgesägt
Wenn man ein geeignetes Horn gefunden hat, zeichnen wir den Umriss eines Löffels auf das Rohhorn und sägen es danach auf einer Bandsäge aus. Wenn wir ein Salatset herstellen, versuchen wir drei Löffel aus einem Horn herzustellen, weil oft ein Löffel aufgrund eines Fehlers im Horn entfällt.
3. Der Löffel wird geputzt
Wenn wir ’den Löffel putzen’, heißt das, dass wir ihn mit Hilfe eines sehr groben Sandpapiers zu einer gleichmäßigen Dicke schleifen. Das Schleifen ist wichtig, da es schneller und leichter geht, den Löffel formzugeben und zu schleifen, wenn er überall gleich dick ist.
4. Formgebung
Wenn der Löffel eine gleichmäßige Dicke erhalten hat, folgt die Formgebung. Erst lassen wir den Schaft einige Minuten lang in 165 Grad warmes Öl ein und wenn der Schaft weich wie Leder ist, wird er eingespannt, um flach zu werden. Danach geschieht dasselbe mit dem Blatt, dies wird jedoch in einer Eichenform geformt.
5. Zuschneiden
Jetzt hat der Löffel seine Form erhalten, doch es befindet sich noch immer viel überflüssiges Horn auf dem Löffel, was wir auf der Bandsäge absägen. Hier benutzen wir einen fertigen Löffel als Modell.
6. Schleifen
Danach schleifen wir den Löffel mit Sandpapier, damit er seine endgültige Form erhält, doch noch ist er nicht fertig. Erst schleifen wir den Löffel mit sehr grobem Sandpapiert und zuletzt mit sehr feinem Sandpapier.
7. Polieren
Wenn der Löffel seine endgültige Form erhalten hat, polieren wir ihn auf einer Schwabbelscheibe. So erhält der Löffel den Hochglanz-Look, der Hornlöffel so schick aussehen lässt. Es geschieht hin und wieder, dass wir erst beim Polieren Fehler am Löffel finden, was bedeutet, dass wir den Löffel aussortieren.
8. Kontrolle
Wenn der Löffel poliert worden ist, werden Staub und Schleifmittel abgewischt. In diesem Prozess geschieht die letzte Kontrolle des Löffels, um sicherzustellen, dass der Löffel z. B. keine Schleifstellen oder andere Fehler hat. Erst jetzt ist der Löffel zum Verkauf bereit.

Bei herbstlichem Wetter ist es Zeit, die letzten Vorbereitungen für den Winter zu treffen. Es ist also auch wieder Zeit für die Mäusegitter. In meinem Fall sind es wohl auch Eidechsengitter, da der Bienenstand am Forstberg auch von diesen schönen Tieren bevölkert wird. Beim Anbringen der Gitter ist es also wichtig zu prüfen, ob nicht etwa eine Echse in der Kiste wohnt.
Keine Maus und keine Eidechse. Wahrscheinlich haben sie sich auch schon auf den Winter vorbereitet und weniger zugige Plätze aufgesucht.

Es hat einige Zeit gedauert, bis wir ein paar Beuten entdeckt haben. In Dänemark ist inzwischen auch die Magazinimkerei sehr verbreitet, man findet aber auch noch die schönen klassischen dänischen Trogbeuten bzw. auf dänisch Trugstader. Da ich ebenfalls einige Beuten mit Satteldächern habe, finde ich diesen Beutentyp besonders schön anzusehen. Aufgrund der eingebauten Isolation sind diese Beuten in kälteren Regionen nützlich. Für mich persönlich bietet die Betriebsweise mit Magazinen allerdings viele Vorteile und daher gilt mein Interesse mehr dem Aussehen, als der eigenen Nutzung.
Trogbeuten bei der Mittelalterburg in Spøttrup:
Hier stehen die Beuten direkt neben den Kräuter- und Blumengärten.
Wer sich für diesen Beutentyp interessiert, findet Baupläne etc. (Link, siehe Trugstade) auf den Seiten der Danmarks Biavlerforeining.
Trogbeuten und Magazinbeuten in der Heide im Nationalpark Thy:
Natürlich haben wir auch wieder bei regionalen und selbstvermarktenden Imkern eingekauft:

Derzeit finden die Bienen kaum noch Nahrung. Nach der Honigernte ist es daher wichtig, etwas aufzufüttern. Bei mir haben die Wirtschaftsvölker direkt nach der Honigentnahme über Kunststoff Futterzargen jeweils 5kg Apisuc Futtersirup erhalten.
Da das Wettervorhersage für die nächsten Tag relativ konstante Temperaturen nahe 30°C vorsieht, kann auch gleich die erste Behandlung mit Ameisensäure gegen Varroamilben beginnen. Ich folge dabei dem Behandlungskonzept der Landesanstalt für Bienenkunde an der Uni Hohenheim und verwende 60% Ameisensäure und den Liebig Dispenser zur Verdunstung in einer Leerzarge oberhalb der 2 besetzten Zargen.

Um rechtzeitig mit der Behandlung gegen Varroa beginnen zu können, habe ich den Waldhonig der beiden Völker im Schwäbisch-fränkischen Wald und den Sommerhonig der Völker am Forstberg und in Oberstenfeld geschleudert. Die Waldvölker wurden kurz nach der Ernte nach Oberstenfeld umgezogen, damit das Einfüttern und die Ameisensäurebehandlung an den nahen Standorten erfolgen kann.
Der Waldhonig und der Sommerhonig sind sehr gut geworden. Beide Honige sind recht dunkel und haben einen ausgewogenen Geschmack. Auch die Menge ist zufriedenstellend und die Bedarfe können damit voraussichtlich gedeckt werden. Jetzt müssen nur noch neue Etiketten gedruckt und der Honig in Gläser abgefüllt werden.
Zum Ausschlecken der ausgeschleuderten Waben aus dem Wald bekamen sie die Völker in Oberstenfeld über einer Leerzarge und mit vergrößertem Abstand aufgesetzt. Turmbau mit bunten Zargen …
Quelle: agrarheute.de, Politik national, 22.07.2015 (Auszüge)
Ab sofort ist in Deutschland die Aussaat und der Handel von Saatgut, dass mit bestimmten Neonicotinoiden behandelt wurde, verboten.
Die Beizung mit diesen Insektiziden ist in Deutschland nach Angaben des Ministeriums bei Wintergetreide ohnehin bereits untersagt. Durch die Verordnung ist jetzt auch der Import von entsprechendem Saatgut verboten.
behandelt wurde. Wer bereits entsprechendes Saatgut besitzt, kann es an Händler oder Saatguterzeuger zur Entsorgung abgeben.
HIntergrund: EU verbietet Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam
Hintergrund ist das seit 2013 in der EU gültige Verbot der Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Das Moratorium ist auf zwei Jahre befristet und wurde zum vorbeugenden Bienenschutz erlassen. Zuvor hatten Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Risiken für Bienen identifiziert, die von den drei Neonicotinoid-Insektiziden ausgehen.

Viele meiner Bienenköniginnen sind nicht gezeichnet, d.h. sie tragen keinen Punkt in der Farbe ihres Jahrgangs auf dem Körper. Damit würde man sie im Bienenvolk besser finden und immer sofort erkennen, wie alt sie sind. Aber genau das ist auch das Problem, warum die meisten nicht gezeichnet sind: Ich habe sie nicht gefunden …
Bei zwei Ablegern haben sich die Königinnen zu erkennen gegeben und daher bekamen sie auch gleich ein blaues Plättchen aufgeklebt. Vielleicht sind sie damit in Zukunft leichter zu entdecken.

Fast alle Ableger haben sich gut entwickelt. Bei zwei Ablegern ist es noch unklar, in welche Richtung es geht. Ein Ableger ist drohnenbrütig (keine oder eine schlecht begattete Königin).
Damit ist er aber noch nicht verloren. Die Beute wird ausgräumt und alle Bienen einige Meter vom Standort entfernt ins Gras abgekehrt. Die bienenfreien Waben kommen zurück in die Beute. Die flugfähigen Arbeiterinnen fliegen zurück zur Beute und es ist sichergestellt, dass der Ableger jetzt weisellos ist. Der Ableger bekommt zusätzlich eine Wabe mit auslaufender Brut und vor Allem offener Brut und Stiften aus einem der Wirtschaftsvölker. Damit können die verbliebenen Bienen eine neue Königin ziehen und werden gleichzeitig durch die schlüpfende Brut verstärkt.
Es bleibt abzuwarten, ob diese zweite Chance erfolgreich sein wird.

Auch dieses Jahr hat sich der Besuch in Hohenheim wieder gelohnt. Es waren viele spannende Einblicke in Bienenstöcke und Wissenschaft möglich.
Quelle Beitragsbild: Auszug aus Flyer der Uni Hohenheim zum Tag der offenen Tür.

Honig ernten => Schleudern und Sieben => Cremig rühren => Abfüllen und etikettieren => Geniesen !
Es ist geschafft. Der Blütenhonig der Ernte 2015 ist jetzt im Glas angekommen. Nachdem das Rühren des Honigs sehr lange gedauert hat, ist nun die gesamte Ernte in 250 Gramm Gläser abgefüllt und wird nach Bedarf mit den wieder speziell für diese Charge gedruckten Etiketten und dem Siegeletikett des Netzwerk Blühende Landschaft versehen.
Ein großes Glas Blütenhonig hat es aber auch unetikettiert und viel schneller auf den eigenen Frühstückstisch geschafft.

Es sollte ein erster Versuch werden, mit den Bienen zu wandern. Ein Volk der Bottwarbienen vom Forstberg macht daher einen Ausflug in den Schwäbisch-fränkischen Wald.
Eigentlich hatte ich an diesem Samstag Vormittag nur die übliche Schwarmkontrolle auf dem Plan. Da dieses Volk entgegen meiner Hauptstrategie zwei Brutraumzargen und einen Honigraum besitzt, ist eigentlich genug Platz für den Eintrag von Nektar und beim Blütenhonig in diesem Frühjahr hat dieses Volk diesen Raum auch bei weitem nicht ausgenutzt. Aber jetzt geben sie Vollgas. Die mittleren Waben des Honigraums sind bereits komplett verdeckelt und selbst die Randwaben sind komplett gefüllt. Auch die Randwaben der Bruträume sind komplett mit Honig belegt. Es war also erforderlich einen weiteren Honigraum aufzusetzen. Eigentlich eine sehr gute Nachricht und ein guter Grund, an diesem Tag noch ein zweites Mal in den Wald zu fahren.
Die Spannung steigt. Wie wird er werden, der erste Waldhonig der Bottwarbienen …?

In den letzten Tagen hat eine Hitzewelle die Bienen ziemlich gefordert. Davon war allerdings allerdings erst einmal nicht viel zu merken, als beim Einladen des Bienenvolkes am Bienenstand am Forstberg kräftig gewitterte und stark regnete. Aber trotz dieser Startschwierigkeiten sind die Bienen gut im Naturpark Schwäbisch-fränkischer Wald angekommen. Dort begleiten Sie sozusagen eine Wandergruppe von 6 weiteren Bienenvölkern in die Waldtracht.
Ich bin gespannt, ob dieser erste Versuch mit den Bienen zu wandern gut funktioniert und mit dem nötigen Glück vielleicht auch etwas Tannen- bzw. Waldhonig geerntet werden können.

Es fallen immer wieder einzelne alte Waben an, die im Rahmen der Wabenhygiene dem Bienenstock entnommen werden. Auch das Wachs von unbebrütetem Wildbau oder Drohnenwaben kann noch eingeschmolzen werden. Für ein paar wenige Rähmchen lohnt es sich aber kaum, einen Dampfwachsausschmelzer in Betrieb zu nehmen. Andererseits ist die lange Lagerung der alten Waben auch keine ideale Lösung.
Eine praktische und natürliche Methode ist da der Sonnenwachsausschmelzer.
Diese einfache Konstruktion aus einem schwarzen Holzkasten, einem Blecheinsatz mit Sieb und einem Auffangbehälter funktioniert bestens. Über den aufgelegten Rahmen mit einer Doppelstegplatte wird die Sonne zur Erwärmung des Kasteninneren genutzt. Auf dem Metallfuß kann der Sonnenwachsschmelzer in Richtung Sonne gedreht werden. Bis zu 4 Rähmchen kann diese Variante aufnehmen und bei entsprechender Sonneneinstrahlung ist das Wachs erstaunlich schnell ausgeschmolzen und über das Sieb in den Wachsbehälter abgelaufen. Zurück bleiben Rähmchen und Puppenhäutchen. Das erstarrte Wachs kann einfach aus dem Auffangbehälter entnommen werden.

Nach der vielen Arbeit der Bienen (und des Imkers) ist die Honigernte eine spannende Sache. Wieviel Nektar haben die Bienchen eingetragen, um daraus Honig zu erzeugen? Wie schmeckt er dieses Mal? Wie hoch ist der Wassergehalt?
Das Bienenjahr hatte sehr holprig begonnen und auch das Wetter hat immer wieder dazwischen gefunkt. Meine Befürchtung war, dass die Honigmenge wohl nicht ausreichen würde, um die zunehmenden Bedarfe und Nachfragen zu bedienen. In letzter Zeit musste ich leider oft nein sagen, da die Bestände aus 2014 zur Neige gehen.
Die Bienen haben es gut gemeint und die Menge ist größer als erwartet. Auch die Qualität ist wieder ganz hervorragend. Der eigene Honig schmeckt nun mal am besten!

Braucht es Bienen, damit die Landschaft wieder blühender wird oder braucht es eine blühende Landschaft, damit wieder mehr Bienen existieren können?
Ein Henne und Ei Problem?
Eigenlich egal, denn es lohnt sich beides gesamtheitlich zu betrachten und auf beiden Seiten aktiv zu werden. Das Netzwerk Blühende Landschaft setzt sich dafür ein, dass es wieder mehr grünt und blüht. Bunte Blumenwiesen und einheimische Pflanzenarten gegen das Einerlei der zu Tote gepflegten Rasenflächen. Artenvielfalt gegen Monokultur!
Um die Unterstützung des Netzwerkes Blühende Landschaft auch bei den Bottwarbienen nicht nur zu leben, sondern auch sichtbar zu machen, erhalten die Honiggläser das neue Siegeletikett. Damit erhält das Netzwerk eine konkrete Unterstützung und die Idee wird weitergetragen.
Auszug >>Netzwerk Blühende Landschaft Blog << (Link):
28. Okt 2014
Auf Wunsch vieler Imker gibt es neben dem 5-Cent-Aufkleber für das Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbunds jetzt zusätzlich das 5-Cent-Siegeletikett, das verstärkt die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zieht.
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Auf Wunsch vieler Imker gibt es neben dem 5-Cent-Aufkleber, der als Zusatzetikett für das Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbunds verwendbar ist, jetzt zusätzlich das 5-Cent-Siegeletikett. Mit dem größeren Format zieht das 5-Cent-Siegeletikett verstärkt die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich. „Machen auch Sie mit“ signalisiert dem Verbraucher, dass er sich mit dem Kauf des Honigs für die Belange der Imker und für die blütenreiche Gestaltung unserer Kulturlandschaft einsetzt.
Die Unterstützung durch 5-Cent pro Glas kommt der Tätigkeit des Netzwerk Blühende Landschaft zugute: kostenlose Beratung von Ratsuchenden, die Landschaft blühend gestalten wollen, umfangreiches kostenloses Informationsmaterial, intensive Öffentlichkeitsarbeit mit Tagungen und Fachexkursionen sowie Unterstützung der regionalen Netzwerkinitiativen für eine blühende Landschaft werden durch den Kauf der 5-Cent-Etiketten ermöglicht.
Infos, Preise und Bestellung auf www.bluehende-landschaft.de oder unter Tel. 07428/9452490.
Ein herzlicher Dank allen Honigfreunden, die das Netzwerk Blühende Landschaft über die 5-Cent-Aktion unterstützen!