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Ablegerstatus

Fast alle Ableger haben sich gut entwickelt. Bei zwei Ablegern ist es noch unklar, in welche Richtung es geht. Ein Ableger ist drohnenbrütig (keine oder eine schlecht begattete Königin).

Damit ist er aber noch nicht verloren. Die Beute wird ausgräumt und alle Bienen einige Meter vom Standort entfernt ins Gras abgekehrt. Die bienenfreien Waben kommen zurück in die Beute. Die flugfähigen Arbeiterinnen fliegen zurück zur Beute und es ist sichergestellt, dass der Ableger jetzt weisellos ist. Der Ableger bekommt zusätzlich eine Wabe mit auslaufender Brut und vor Allem offener Brut und Stiften aus einem der Wirtschaftsvölker. Damit können die verbliebenen Bienen eine neue Königin ziehen und werden gleichzeitig durch die schlüpfende Brut verstärkt.

Es bleibt abzuwarten, ob diese zweite Chance erfolgreich sein wird.

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Aus der Wabe in das Glas

Honig ernten => Schleudern und Sieben => Cremig rühren => Abfüllen und etikettieren => Geniesen !

Es ist geschafft. Der Blütenhonig der Ernte 2015 ist jetzt im Glas angekommen. Nachdem das Rühren des Honigs sehr lange gedauert hat, ist nun die gesamte Ernte in 250 Gramm Gläser abgefüllt und wird nach Bedarf mit den wieder speziell für diese Charge gedruckten Etiketten und dem Siegeletikett des Netzwerk Blühende Landschaft versehen.

Ein großes Glas Blütenhonig hat es aber auch unetikettiert und viel schneller auf den eigenen Frühstückstisch geschafft.

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Waldbienen statt Bottwarbienen

Es sollte ein erster Versuch werden, mit den Bienen zu wandern. Ein Volk der Bottwarbienen vom Forstberg macht daher einen Ausflug in den Schwäbisch-fränkischen Wald.

Eigentlich hatte ich an diesem Samstag Vormittag nur die übliche Schwarmkontrolle auf dem Plan. Da dieses Volk entgegen meiner Hauptstrategie zwei Brutraumzargen und einen Honigraum besitzt, ist eigentlich genug Platz für den Eintrag von Nektar und beim Blütenhonig in diesem Frühjahr hat dieses Volk diesen Raum auch bei weitem nicht ausgenutzt. Aber jetzt geben sie Vollgas. Die mittleren Waben des Honigraums sind bereits komplett verdeckelt und selbst die Randwaben sind komplett gefüllt. Auch die Randwaben der Bruträume sind komplett mit Honig belegt. Es war also erforderlich einen weiteren Honigraum aufzusetzen. Eigentlich eine sehr gute Nachricht und ein guter Grund, an diesem Tag noch ein zweites Mal in den Wald zu fahren.

Die Spannung steigt. Wie wird er werden, der erste Waldhonig der Bottwarbienen …?

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Aus der Sommerhitze in den Wald

In den letzten Tagen hat eine Hitzewelle die Bienen ziemlich gefordert. Davon war allerdings allerdings erst einmal nicht viel zu merken, als beim Einladen des Bienenvolkes am Bienenstand am Forstberg kräftig gewitterte und stark regnete. Aber trotz dieser Startschwierigkeiten sind die Bienen gut im Naturpark Schwäbisch-fränkischer Wald angekommen. Dort begleiten Sie sozusagen eine Wandergruppe von 6 weiteren Bienenvölkern in die Waldtracht.

Ich bin gespannt, ob dieser erste Versuch mit den Bienen zu wandern gut funktioniert und mit dem nötigen Glück vielleicht auch etwas Tannen- bzw. Waldhonig geerntet werden können.

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Sonne nutzen – Wachs gewinnen

Es fallen immer wieder einzelne alte Waben an, die im Rahmen der Wabenhygiene dem Bienenstock entnommen werden. Auch das Wachs von unbebrütetem Wildbau oder Drohnenwaben kann noch eingeschmolzen werden. Für ein paar wenige Rähmchen lohnt es sich aber kaum, einen Dampfwachsausschmelzer in Betrieb zu nehmen. Andererseits ist die lange Lagerung der alten Waben auch keine ideale Lösung.

Eine praktische und natürliche Methode ist da der Sonnenwachsausschmelzer.

Diese einfache Konstruktion aus einem schwarzen Holzkasten, einem Blecheinsatz mit Sieb und einem Auffangbehälter funktioniert bestens. Über den aufgelegten Rahmen mit einer Doppelstegplatte wird die Sonne zur Erwärmung des Kasteninneren genutzt. Auf dem Metallfuß kann der Sonnenwachsschmelzer in Richtung Sonne gedreht werden. Bis zu 4 Rähmchen kann diese Variante aufnehmen und bei entsprechender Sonneneinstrahlung ist das Wachs erstaunlich schnell ausgeschmolzen und über das Sieb in den Wachsbehälter abgelaufen. Zurück bleiben Rähmchen und Puppenhäutchen. Das erstarrte Wachs kann einfach aus dem Auffangbehälter entnommen werden.

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Honigernte! Blütenhonig vom Forstberg und aus Oberstenfeld

Nach der vielen Arbeit der Bienen (und des Imkers) ist die Honigernte eine spannende Sache. Wieviel Nektar haben die Bienchen eingetragen, um daraus Honig zu erzeugen? Wie schmeckt er dieses Mal? Wie hoch ist der Wassergehalt?

Das Bienenjahr hatte sehr holprig begonnen und auch das Wetter hat immer wieder dazwischen gefunkt. Meine Befürchtung war, dass die Honigmenge wohl nicht ausreichen würde, um die zunehmenden Bedarfe und Nachfragen zu bedienen. In letzter Zeit musste ich leider oft nein sagen, da die Bestände aus 2014 zur Neige gehen.

Die Bienen haben es gut gemeint und die Menge ist größer als erwartet. Auch die Qualität ist wieder ganz hervorragend. Der eigene Honig schmeckt nun mal am besten!

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Bottwarbienen für Netzwerk Blühende Landschaft

Braucht es Bienen, damit die Landschaft wieder blühender wird oder braucht es eine blühende Landschaft, damit wieder mehr Bienen existieren können?
Ein Henne und Ei Problem?

Eigenlich egal, denn es lohnt sich beides gesamtheitlich zu betrachten und auf beiden Seiten aktiv zu werden. Das Netzwerk Blühende Landschaft setzt sich dafür ein, dass es wieder mehr grünt und blüht. Bunte Blumenwiesen und einheimische Pflanzenarten gegen das Einerlei der zu Tote gepflegten Rasenflächen. Artenvielfalt gegen Monokultur!

Um die Unterstützung des Netzwerkes Blühende Landschaft auch bei den Bottwarbienen nicht nur zu leben, sondern auch sichtbar zu machen, erhalten die Honiggläser das neue Siegeletikett. Damit erhält das Netzwerk eine konkrete Unterstützung und die Idee wird weitergetragen.

Auszug >>Netzwerk Blühende Landschaft Blog << (Link):


5-Cent für eine blühende Landschaft, jetzt auch als Siegeletikett

28. Okt 2014

Auf Wunsch vieler Imker gibt es neben dem 5-Cent-Aufkleber für das Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbunds jetzt zusätzlich das 5-Cent-Siegeletikett, das verstärkt die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zieht.

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Auf Wunsch vieler Imker gibt es neben dem 5-Cent-Aufkleber, der als Zusatzetikett für das Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbunds verwendbar ist, jetzt zusätzlich das 5-Cent-Siegeletikett. Mit dem größeren Format zieht das 5-Cent-Siegeletikett verstärkt die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich. „Machen auch Sie mit“ signalisiert dem Verbraucher, dass er sich mit dem Kauf des Honigs für die Belange der Imker und für die blütenreiche Gestaltung unserer Kulturlandschaft einsetzt.

Die Unterstützung durch 5-Cent pro Glas kommt der Tätigkeit des Netzwerk Blühende Landschaft zugute: kostenlose Beratung von Ratsuchenden, die Landschaft blühend gestalten wollen, umfangreiches kostenloses Informationsmaterial, intensive Öffentlichkeitsarbeit mit Tagungen und Fachexkursionen sowie Unterstützung der regionalen Netzwerkinitiativen für eine blühende Landschaft werden durch den Kauf der 5-Cent-Etiketten ermöglicht.

Infos, Preise und Bestellung auf www.bluehende-landschaft.de oder unter Tel. 07428/9452490.

Ein herzlicher Dank allen Honigfreunden, die das Netzwerk Blühende Landschaft über die 5-Cent-Aktion unterstützen!


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Untermieter am Bienenstand

Praktisch jedes Mal, wenn ich am Bienenstand am Forstberg bin, sehe ich Eidechsen. Die Population scheint ausgesprochen groß zu sein. In meinem eingezäunten und weniger stark als die umliegenden Weinberge, Gärten und Streuobstwiesen bewirtschafteten Grundstück finden die Eidechsen viele Möglichkeiten zum Unterschlupf und Gelegenheit zur Jagd auf Insekten und zum Sonnenbad.

Offenbar ist die Plattform der Bienenstöcke besonders gut geeignet und die dunklen Anflugbretter bieten einen idealen Platz zum Sonnenbaden. Diese unerschrockene Eidechse hat sich zuerst im Bienenstock versteckt, um dann aber doch wieder in Richtung Plattform und Gras zu verschwinden.

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Die Eidechsen sind neben anderen Aspekten auch einer der Gründe, warum dort vornehmlich mit der Sense gemäht wird, um die Tierwelt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

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Veranstaltungshinweis: Gläserne Produktion bei Imkerei Kranich am 21.06.2015

Landwirtschaft hautnah – Betriebs- und Felderführung am Sonntag 21. Juni 2015

Im Rahmen der Gläsernen Produktion (Landwirtschaft hautnah – Betriebs- und Felderführung) haben sie die Möglichkeit die Imkerei Kranich live zu erleben.

Jeweils um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr
Die Führungen finden bei jedem Wetter statt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, bitte unbedingt Anmeldung bis spätestens eine Woche vorher!

Landratsamt Ludwigsburg / Fachbereich Landwirtschaft

Telefonisch unter 07141/144-4944 oder per E-Mail an tatjana.dieterich@landkreis-ludwigsburg.de

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Erste Ableger in diesem Bienenjahr

Eigentlich war der Plan, eines der neuen Völker auf eine Zarge einzuengen und mit den übrigen Waben eines der beiden schwachen Völker zu verstärken. Aber nach Plan A kommt B kommt C …

Das vermeindlich kleinere Volk hatte bereits mehrere Weisselzellen angesetzt. Eine Königin war gerade geschlüpft und einer zweiten konnten wir beim Schlüpfen zusehen. Also war die Zeit günstig für die Bildung der ersten Ableger. Neben der Verstärkung des kleinen Volkes konnten mit der Hinzunahme je einer weiteren Brutwabe aus den Nachbarvölkern noch drei Ableger gebildet werden.

Momentan nimmt die Völkerzahl damit schneller zu, als ich die neuen Beuten streichen kann.

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Selbst Wachs ausschmelzen

Nachdem zu ersten Mal eine lohnende Menge alter Waben angefallen war, kam der ausgeliehene Dampfwachsausschmelzer zum Einsatz. Ein einfaches und rationelles Verfahren: Die Rähmchen werden in einem Kessel mit Wasserdampf erhitzt und das Wachs läuft über ein Sieb in einen Eimer ab und bildet dort einen Bienenwachskuchen, der auf dem ausgetretenen Wasser schwimmt. Zurück bleiben neben den Holzrähmchen auch eine ganze Menge alter Puppenhäutchen, etc.

20 Waben ergaben einen Ertrag von rund 1,6 kg Wachs. Das Wachs wird beim Imkerhändler gesammelt und mit neu gelieferten Mittelwänden verrechnet.

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Neue Webseite der Imkerei Kranich

Jürgen Kranich hat für seine Imkerei eine komplett neue Webseite erstellt. Wie auch bottwarbienen.de basiert sie auf WordPress.

Sehr sehenswert und gut gemacht: bottwartalimkerei.de

Im übrigen natürlich unabhängig von der Webseite eine gute Adresse für guten Rat und als Bezugsquelle in der Region für alle Materialien zum Imkern.

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Ein ganz anderer Schwarm beim Bienenstand

Natürlich bilden Schafe keinen Schwarm sondern eine Herde. Diese Schafe sind unterhalb des Bienenstandes durch das Tal am Forstberg zwischen Oberstenfeld und Großbottwar gezogen. Für den Moment wirkt die Landschaft damit sehr harmonisch: Streuobstwiesen, Schafe und die Bienen. Aber natürlich sind da auch noch die intensiv betriebene Landwirtschaft und der ebenso intensive Weinbau. Es bleibt zu hoffen, dass das Zusammenspiel weiterhin zum Nutzen aller funktioniert.

 

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Neuer Bienenstand am Forstberg besetzt

Es ist noch viel zu tun auf dem Grundstück am Forstberg, aber die Plattform für die Bienenkästen ist fertig und die ersten Bienenvölker sind rechtzeitig zur Blüte des Löwenzahns und der Obstbäume dort eingetroffen.

Einigen Spaziergängern sind meine bunten Kisten schon aufgefallen. Ob auch die Besitzern der Streuobstwiesen bemerken, dass es jetzt mehr Bienen am Forstberg gibt?

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SWR Doku: Warum sterben die Bienen?

Diese sehr interessante und gut gemachte Dokumentation wurde am 15.04.2015 vom SWR wiederholt gesendet. Dieser Beitrag war an diesem Tag sogar der Fernsehtipp des Handelsblattes. Auch durch solche Kleinigkeiten zeigt sich die enorme wirtschaftliche Bedeutung der Honigbienen für unsere Nahrung.

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42. Weissacher Imkertag 2015

Der Imkertag in Weissach fand am 08.04.2015 bereits zum 42. Mal statt. Inzwischen in Weissach/Flacht, der erste war 1974 in Leonberg.

Bürgermeister Töpfer aus Weissach erklärt in seinem Grußwort, dass er ein Sonntagsfrühstück ohne Honigbrötchen sehr langweilig findet. Imker betreiben nach seiner Erkenntnis aber nicht wegen dem Honigbrötchen ihr Hobby, die meisten machen es, weil es Spaß macht und ein schönes Hobby ist. Recht hat er.

Andreas Platzer, Laimburg Süddtirol: Der kleine Beutenkäfer ist da!

  • Kleiner Beutenkäfer legt Eier in den Bienenstöcken ab, die Fresslarven fressen Brut, Honig, Pollen und auch Bienen, neben den Beuten sind auch gelagerte Waben befallen
  • Erste Anzeichen für Kleinen Beutenkäfer: Tote Maden in einer schmierigen Honig- oder Futterschicht im Bodenbereich, fauliger Geruch, Viele Larven im Bereich der Honigwaben und Abrinnen des Honigs über die Waben, Honig hat aufgrund des Larvenkots fauligen Geruch und wird von den Bienen nicht mehr beseitigt, Adulter Beutenkäfer ist nur sehr selten im Bienenstock zu sehen, da der Käfer sehr schnell ist, Diagnose der Käfer nur durch Doppelsteegplatten im Fluglochbereich, im Vergleich zur Wachsmottenlarve treten die Beutenkäferlarve in großen Mengen auf
  • Status: 60 Fälle in einem Bereich von 7×10 km in Süditalien im Bereich in Richtung Sizilien, drittgrößter Frachthafen in Europa, in einem Sicherheitsbereich wird sehr streng überwacht, rund 18.000 Kontrollen durchgeführt und rund 3.600 Völker vernichtet / verbrannt
  • Geografische Lage und vor allem die Aufteilung der Orangenanbaugebiete begünstigt die Aktivitäten gegen den Kleinen Beutenkäfer, alle Bienenstände wurden inkl. der GPS-Daten erfasst, verschiedene Zonen um den Befall werden mit konkreten Maßnahmen geschützt

 Dr. Gerhard Reinarz: Wie können wir uns vor dem Kleinen Beutenkäfer schützen?

  • Kleiner Beutenkäfer (Aethina tumida), Hinweise zur Erkennung, es besteht Anzeigepflicht, einfache Regeln können bereits helfen, z.B. nur Bienen mit Gesundheitszeugnis aus der Region zu kaufen, Schutzmaßnahme nach Bienenseuchenverordnung Paragraf 16ff, bei Befund muss die Verschleppung in jedem Fall unterbunden werden

Dr. Gerhard Reinarz, Dr. Heike Priess: Rechtliche Rahmenbedingungen der Anwendung von Varroa-Behandlungsmittel

  • Grundsätzlich gilt natürlich, dass die Bienenhaltung angemeldet sein muss, nur wenn alle Bienenstände bekannt sind, kann auch effizient gegen Krankheiten und Parasiten gekämpft werden kann, Bienenhalter sind immer „Lebensmittelunternehmer der Primärproduktion“, in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern und Regionen von Hobbyimkerei geprägt
  • Verkauf von Honig muss dokumentiert sein, nicht erforderlich, wenn ausschließlich an Endverbraucher verkauft wird, dies ist dann aber auch negativ zu dokumentieren, d.h. Kein Verkauf an andere Imker oder Großhändler
  • Gesetz über den Verkehr mit Arzneimittel (AMG), Tierhalter-Arzneimittelnachweisverordnung (TANV)
  • Über Standardzulassung kann Apotheke Bienenpräparate herstellen und vertreiben, z.B. Ameisensäure, Milchsäure und Oxalsäure,
  • 85% Ameisensäure hat keine Standardzulassung, AMO Varroxal in Östereich zugelassen und verschreibungspflichtig
  • Fazit: Verantwortungsvoller Umgang mit zugelassen Arzneimitteln

 Dr. Peter Rosenkranz: Erfahrungen aus der Varroa-Bekämpfung 2014 – Brauchen wir neue Strategien?

  • Weiterhin ist die Varroa Destructor das größte Problem der Völkerverluste, durch den milden Winter und den frühen Frühling wurde Varroa begünstigt, schlechtes Wetter im Spätsommer hat Behandlung mit AS schwierig gemacht, Ziel des Hohenheimer Konzepts ist immer der Schutz der Winterbienen um das Überleben des Volkes zu sichern, aktuell keine Chance zur Erweiterung der Standardzulassung von AS für 85%, Optimierung von Anwendung von AS 60% ist das Ziel, natürlicher Milbenfall korreliert nicht sehr gut mit dem tatsächlichen Milbenbefall, Folge: Befall darf nicht unterschätzt werden, Behandlung in jedem Fall zeitnah zur Empfehlung, im Schnitt hat die zweimalige Behandlung 80% Wirkungsgrad, bei Völkern im Schatten nachgewiesen schlechter, Verdunstungsleistung ist jedoch alleine nicht signifikant als Faktor für den Erfolg, bei Langzeitanwendung ist Liebigdispenser nicht ideal, besser Nassenheider Professional, ggf. auch Schwammtuch mit 40-50 ml AS 60 als Kurzzeitmethode, Mite Award (MAQS) hat teilweise starke Nebenwirkungen, jedoch ggf. hilfreich bei schlechten klimatischen Bedingungen,
  • Neue Methoden im Test: Varrogate von Bayer, Hopguard von RetaTec
  • Anpassung des Konzepts?, Bekämpfung findet erst bei maximalem Bestand der Milben statt, Bekämpfung in früherer Wachstumsphase wäre zielführender, größer und langfristiger Effekt im März?, derzeit nur Drrohnenbrutentnahme,
  • Hohenheim arbeitet an einer Methode, die männlichen Milben durch Ölsäure (Pheromonwirkung) von der Begattung der weiblichen Milben abzuhalten, 10-20% Reduzierung waren im Laborversuch festzustellen
  • Langzeitbehandlung mit geringer AS Dosierung (10-15 ml über 7 Tage) reduziert die Menge der begatteten Weibchen, ggf. ein Ansatz für eine frühere Behandlung
  • Fazit: Hohenheimer Konzept funktioniert, braucht jedoch etwas Erfahrung in der Anwendung

 Thomas Kustermann: Fachberatung Imkerei Rückblick 2014 – Ausblick 2015

  • Was kostet der Honig? Kosten bewusst machen und Honig nicht zu günstig abgeben.
  • AS-Behandlung schwierig und Verlustraten sehr unterschiedlich, Gemülldiagnose wird empfohlen
  • Trachtmeldedienst Verband Württemberg nutzen

 Andreas Platzer: Imkerei in Italien (Südtiroler Imkerverband)

  • 000 Imker produzieren etwa 25% des in Italien verbrauchten Honigs, 1,56 Mio. Bienenvölker, 5% der Imker bewirtschaften 50% der Völker, 11.000 Berufsimker, Italien hat keine Frühstückskultur bei der es ein Honigbrötchen gibt, Honig hat anderen Stellenwert, Honig zu Käse und Wein und für die Zubereitung in der Küche, Konsum 350-450g/Person, Größe und gut funktionierende Betriebe in Süditalien, in der Mitte weniger und dann wieder größere Wanderbetriebe in Norditalien
  • Südtirol: alle Imker in einem Verband organisiert, der Rest von Italien ist nur über die zentrale Verwaltung in Rom gebündelt und jeder macht eigentlich was er will, 3.1137 Imker und 365 Imkerinnen, Imkerinnen seien die besseren Imker, da sie sich besser in das Bienenvolk einfühlen können, 35.040 Völker, zunehmende Zahl der Imker bei stabiler Völkerzahl
  • Aufgrund des Klimas ist die brutfreie Phase in Juli / August und nur sehr kurz, daher Varroabehandlung schwieriger
  • Imkerei gehört zur landwirtschaftlichen Urproduktion, auch ohne Grund und Boden
  • Imkerei ist in Italien gesetzlich von nationalem Interesse, damit wird auch die Hobbyimkerei gestärkt
  • Geschichtlich: keine lange Tradition, wie in Deutschland, geprägt von der Notwendigkeit der Bienenprodukte, Abgeschiedenheit der Täler bedeutete nur Imkerei zur Selbstversorgung, kein Bewusstsein für Bestäubungsleistung, da früher Wildvölker vorkamen, Kirchenbeleuchtung erfolgte mit Öllampen, Vorteil ist, dass fehlende Tradition kein Hemmnis für moderne Methoden ist, nur ein einziges Maß Dadant
  • Berufsimkereien: sehr professionell und äußerst gut vernetzt, reagieren blitzschnell auf neue Anforderungen und Gegebenheiten, Imkerei mit der Ligustica Biene im Dadant Blatt, sind sehr geschäftig und häufig sehr spezialisiert, z.B. Königinnenzucht, Pollengewinnung o.ä.
  • Hobbyimkereien: wenig bis garnicht organisiert, 2-3 Bienenvölker hinter dem Haus, kaum Angebote zur Aus- und Weiterbildung, Honig meist nur für den weit dehnbaren Eigenbedarf
  • In Italien ist Imkerei von Wanderbewegungen geprägt, z.B. vom aus Trentin vom Gardasee nach Kalabrien
  • Sanitätssystem: nur ein Bieneninstitut in ganz Italien, getrennt ein nationales Tierseucheninstitut (oberste Veterinärbehörde) das die gesamte Kommunikation übernimmt, aktuelles Beispiel ist die Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers, lokale Veterinärämter haben spezialisierte Amtstierärzte, staatliche Experten entsprechen den deutschen Bienensachverständigen
  • Südtirol spezifisch: in jeder Ortsgruppe einen geschulten Gesundheitswart als erste Ansprechpartner in der Bienengesundheit
  • Bienenmonitoring ähnlich wie in Deutschland aufgebaut
  • Hygienestandard in den Imkereien sehr gut, aus der Tradition von Wein- und Ölherstellung und der entsprechenden Metallindustrie meist alles in Edelstahl ausgeführt
  • Trachtverhältnisse klimatisch sehr gut: Klee, Sonnenblumen, Obstbäume, Akazie/Robinie, Akazienhonig ist in Italien sehr begehrt, da er wenig kristallisiert und gut in der Verarbeitung verwendet werden kann, viel wird aber auch aus Ungarn zugekauft,
  • Vespa Velutina Nigrithorax (gut erkennbar an schwarzem Thorax und gelben Beinen): in Ligurien und Piemont schon ein sehr großes Problem, Zuwanderung über Gardasee und Brenner sehr wahrscheinlich, asiatische Hornisse ist in Europa größer und aggressiver als in Ursprungsgebieten
  • Varroa und Brutentnahme: nachdem auch in Italien Resistenzen gegen die ersten Medikamente (Apistan, Apivar, etc.) gebildet waren, hat man auch hier mit der Ameisensäurebehandlung begonnen, Konzentionen waren bei AS anfangs recht unterschiedlich und daher nicht immer wirksam, auch in Italien dürfen nur zugelassene Behandlungsmittel verwendet werden, da die AS ein Wirkstoff ist, kann sie aufgrund der Gesetzeslage nicht als Behandlungsmittel zugelassen werden (nur eine Formulierung wird zugelassen), ApiLifeVar funktioniert im Norden nicht und wurde auch explizit für die südliche Hemisphäre konzipiert
  • Bekämpfungskonzept Italien: Befallsdiagnose von Frühjahr bis Herbst, Drohnenbrutentnahme, Ablegerbildung mit Larven kurz vor der Verdeckelung zur Absenkung des Milbendrucks, Brutdistanzierung (künstlicher Brutstopp, Bannwabenverfahren oder Komplettentnahme) mit Bekämpfung durch Oxalsäure, Restentmilbung
  • Fazit von Andreas Platzer: Die Imkerschaft, ist die Poesie der Landwirtschaft …

Weitere Infos des Regierungspräsidiums und der Referenten zum Weissacher Imkertag finden sich hier.