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Untermieter am Bienenstand

Praktisch jedes Mal, wenn ich am Bienenstand am Forstberg bin, sehe ich Eidechsen. Die Population scheint ausgesprochen groß zu sein. In meinem eingezäunten und weniger stark als die umliegenden Weinberge, Gärten und Streuobstwiesen bewirtschafteten Grundstück finden die Eidechsen viele Möglichkeiten zum Unterschlupf und Gelegenheit zur Jagd auf Insekten und zum Sonnenbad.

Offenbar ist die Plattform der Bienenstöcke besonders gut geeignet und die dunklen Anflugbretter bieten einen idealen Platz zum Sonnenbaden. Diese unerschrockene Eidechse hat sich zuerst im Bienenstock versteckt, um dann aber doch wieder in Richtung Plattform und Gras zu verschwinden.

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Die Eidechsen sind neben anderen Aspekten auch einer der Gründe, warum dort vornehmlich mit der Sense gemäht wird, um die Tierwelt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

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Veranstaltungshinweis: Gläserne Produktion bei Imkerei Kranich am 21.06.2015

Landwirtschaft hautnah – Betriebs- und Felderführung am Sonntag 21. Juni 2015

Im Rahmen der Gläsernen Produktion (Landwirtschaft hautnah – Betriebs- und Felderführung) haben sie die Möglichkeit die Imkerei Kranich live zu erleben.

Jeweils um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr
Die Führungen finden bei jedem Wetter statt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, bitte unbedingt Anmeldung bis spätestens eine Woche vorher!

Landratsamt Ludwigsburg / Fachbereich Landwirtschaft

Telefonisch unter 07141/144-4944 oder per E-Mail an tatjana.dieterich@landkreis-ludwigsburg.de

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Erste Ableger in diesem Bienenjahr

Eigentlich war der Plan, eines der neuen Völker auf eine Zarge einzuengen und mit den übrigen Waben eines der beiden schwachen Völker zu verstärken. Aber nach Plan A kommt B kommt C …

Das vermeindlich kleinere Volk hatte bereits mehrere Weisselzellen angesetzt. Eine Königin war gerade geschlüpft und einer zweiten konnten wir beim Schlüpfen zusehen. Also war die Zeit günstig für die Bildung der ersten Ableger. Neben der Verstärkung des kleinen Volkes konnten mit der Hinzunahme je einer weiteren Brutwabe aus den Nachbarvölkern noch drei Ableger gebildet werden.

Momentan nimmt die Völkerzahl damit schneller zu, als ich die neuen Beuten streichen kann.

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Selbst Wachs ausschmelzen

Nachdem zu ersten Mal eine lohnende Menge alter Waben angefallen war, kam der ausgeliehene Dampfwachsausschmelzer zum Einsatz. Ein einfaches und rationelles Verfahren: Die Rähmchen werden in einem Kessel mit Wasserdampf erhitzt und das Wachs läuft über ein Sieb in einen Eimer ab und bildet dort einen Bienenwachskuchen, der auf dem ausgetretenen Wasser schwimmt. Zurück bleiben neben den Holzrähmchen auch eine ganze Menge alter Puppenhäutchen, etc.

20 Waben ergaben einen Ertrag von rund 1,6 kg Wachs. Das Wachs wird beim Imkerhändler gesammelt und mit neu gelieferten Mittelwänden verrechnet.

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Neue Webseite der Imkerei Kranich

Jürgen Kranich hat für seine Imkerei eine komplett neue Webseite erstellt. Wie auch bottwarbienen.de basiert sie auf WordPress.

Sehr sehenswert und gut gemacht: bottwartalimkerei.de

Im übrigen natürlich unabhängig von der Webseite eine gute Adresse für guten Rat und als Bezugsquelle in der Region für alle Materialien zum Imkern.

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Ein ganz anderer Schwarm beim Bienenstand

Natürlich bilden Schafe keinen Schwarm sondern eine Herde. Diese Schafe sind unterhalb des Bienenstandes durch das Tal am Forstberg zwischen Oberstenfeld und Großbottwar gezogen. Für den Moment wirkt die Landschaft damit sehr harmonisch: Streuobstwiesen, Schafe und die Bienen. Aber natürlich sind da auch noch die intensiv betriebene Landwirtschaft und der ebenso intensive Weinbau. Es bleibt zu hoffen, dass das Zusammenspiel weiterhin zum Nutzen aller funktioniert.

 

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Neuer Bienenstand am Forstberg besetzt

Es ist noch viel zu tun auf dem Grundstück am Forstberg, aber die Plattform für die Bienenkästen ist fertig und die ersten Bienenvölker sind rechtzeitig zur Blüte des Löwenzahns und der Obstbäume dort eingetroffen.

Einigen Spaziergängern sind meine bunten Kisten schon aufgefallen. Ob auch die Besitzern der Streuobstwiesen bemerken, dass es jetzt mehr Bienen am Forstberg gibt?

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SWR Doku: Warum sterben die Bienen?

Diese sehr interessante und gut gemachte Dokumentation wurde am 15.04.2015 vom SWR wiederholt gesendet. Dieser Beitrag war an diesem Tag sogar der Fernsehtipp des Handelsblattes. Auch durch solche Kleinigkeiten zeigt sich die enorme wirtschaftliche Bedeutung der Honigbienen für unsere Nahrung.

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42. Weissacher Imkertag 2015

Der Imkertag in Weissach fand am 08.04.2015 bereits zum 42. Mal statt. Inzwischen in Weissach/Flacht, der erste war 1974 in Leonberg.

Bürgermeister Töpfer aus Weissach erklärt in seinem Grußwort, dass er ein Sonntagsfrühstück ohne Honigbrötchen sehr langweilig findet. Imker betreiben nach seiner Erkenntnis aber nicht wegen dem Honigbrötchen ihr Hobby, die meisten machen es, weil es Spaß macht und ein schönes Hobby ist. Recht hat er.

Andreas Platzer, Laimburg Süddtirol: Der kleine Beutenkäfer ist da!

  • Kleiner Beutenkäfer legt Eier in den Bienenstöcken ab, die Fresslarven fressen Brut, Honig, Pollen und auch Bienen, neben den Beuten sind auch gelagerte Waben befallen
  • Erste Anzeichen für Kleinen Beutenkäfer: Tote Maden in einer schmierigen Honig- oder Futterschicht im Bodenbereich, fauliger Geruch, Viele Larven im Bereich der Honigwaben und Abrinnen des Honigs über die Waben, Honig hat aufgrund des Larvenkots fauligen Geruch und wird von den Bienen nicht mehr beseitigt, Adulter Beutenkäfer ist nur sehr selten im Bienenstock zu sehen, da der Käfer sehr schnell ist, Diagnose der Käfer nur durch Doppelsteegplatten im Fluglochbereich, im Vergleich zur Wachsmottenlarve treten die Beutenkäferlarve in großen Mengen auf
  • Status: 60 Fälle in einem Bereich von 7×10 km in Süditalien im Bereich in Richtung Sizilien, drittgrößter Frachthafen in Europa, in einem Sicherheitsbereich wird sehr streng überwacht, rund 18.000 Kontrollen durchgeführt und rund 3.600 Völker vernichtet / verbrannt
  • Geografische Lage und vor allem die Aufteilung der Orangenanbaugebiete begünstigt die Aktivitäten gegen den Kleinen Beutenkäfer, alle Bienenstände wurden inkl. der GPS-Daten erfasst, verschiedene Zonen um den Befall werden mit konkreten Maßnahmen geschützt

 Dr. Gerhard Reinarz: Wie können wir uns vor dem Kleinen Beutenkäfer schützen?

  • Kleiner Beutenkäfer (Aethina tumida), Hinweise zur Erkennung, es besteht Anzeigepflicht, einfache Regeln können bereits helfen, z.B. nur Bienen mit Gesundheitszeugnis aus der Region zu kaufen, Schutzmaßnahme nach Bienenseuchenverordnung Paragraf 16ff, bei Befund muss die Verschleppung in jedem Fall unterbunden werden

Dr. Gerhard Reinarz, Dr. Heike Priess: Rechtliche Rahmenbedingungen der Anwendung von Varroa-Behandlungsmittel

  • Grundsätzlich gilt natürlich, dass die Bienenhaltung angemeldet sein muss, nur wenn alle Bienenstände bekannt sind, kann auch effizient gegen Krankheiten und Parasiten gekämpft werden kann, Bienenhalter sind immer „Lebensmittelunternehmer der Primärproduktion“, in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern und Regionen von Hobbyimkerei geprägt
  • Verkauf von Honig muss dokumentiert sein, nicht erforderlich, wenn ausschließlich an Endverbraucher verkauft wird, dies ist dann aber auch negativ zu dokumentieren, d.h. Kein Verkauf an andere Imker oder Großhändler
  • Gesetz über den Verkehr mit Arzneimittel (AMG), Tierhalter-Arzneimittelnachweisverordnung (TANV)
  • Über Standardzulassung kann Apotheke Bienenpräparate herstellen und vertreiben, z.B. Ameisensäure, Milchsäure und Oxalsäure,
  • 85% Ameisensäure hat keine Standardzulassung, AMO Varroxal in Östereich zugelassen und verschreibungspflichtig
  • Fazit: Verantwortungsvoller Umgang mit zugelassen Arzneimitteln

 Dr. Peter Rosenkranz: Erfahrungen aus der Varroa-Bekämpfung 2014 – Brauchen wir neue Strategien?

  • Weiterhin ist die Varroa Destructor das größte Problem der Völkerverluste, durch den milden Winter und den frühen Frühling wurde Varroa begünstigt, schlechtes Wetter im Spätsommer hat Behandlung mit AS schwierig gemacht, Ziel des Hohenheimer Konzepts ist immer der Schutz der Winterbienen um das Überleben des Volkes zu sichern, aktuell keine Chance zur Erweiterung der Standardzulassung von AS für 85%, Optimierung von Anwendung von AS 60% ist das Ziel, natürlicher Milbenfall korreliert nicht sehr gut mit dem tatsächlichen Milbenbefall, Folge: Befall darf nicht unterschätzt werden, Behandlung in jedem Fall zeitnah zur Empfehlung, im Schnitt hat die zweimalige Behandlung 80% Wirkungsgrad, bei Völkern im Schatten nachgewiesen schlechter, Verdunstungsleistung ist jedoch alleine nicht signifikant als Faktor für den Erfolg, bei Langzeitanwendung ist Liebigdispenser nicht ideal, besser Nassenheider Professional, ggf. auch Schwammtuch mit 40-50 ml AS 60 als Kurzzeitmethode, Mite Award (MAQS) hat teilweise starke Nebenwirkungen, jedoch ggf. hilfreich bei schlechten klimatischen Bedingungen,
  • Neue Methoden im Test: Varrogate von Bayer, Hopguard von RetaTec
  • Anpassung des Konzepts?, Bekämpfung findet erst bei maximalem Bestand der Milben statt, Bekämpfung in früherer Wachstumsphase wäre zielführender, größer und langfristiger Effekt im März?, derzeit nur Drrohnenbrutentnahme,
  • Hohenheim arbeitet an einer Methode, die männlichen Milben durch Ölsäure (Pheromonwirkung) von der Begattung der weiblichen Milben abzuhalten, 10-20% Reduzierung waren im Laborversuch festzustellen
  • Langzeitbehandlung mit geringer AS Dosierung (10-15 ml über 7 Tage) reduziert die Menge der begatteten Weibchen, ggf. ein Ansatz für eine frühere Behandlung
  • Fazit: Hohenheimer Konzept funktioniert, braucht jedoch etwas Erfahrung in der Anwendung

 Thomas Kustermann: Fachberatung Imkerei Rückblick 2014 – Ausblick 2015

  • Was kostet der Honig? Kosten bewusst machen und Honig nicht zu günstig abgeben.
  • AS-Behandlung schwierig und Verlustraten sehr unterschiedlich, Gemülldiagnose wird empfohlen
  • Trachtmeldedienst Verband Württemberg nutzen

 Andreas Platzer: Imkerei in Italien (Südtiroler Imkerverband)

  • 000 Imker produzieren etwa 25% des in Italien verbrauchten Honigs, 1,56 Mio. Bienenvölker, 5% der Imker bewirtschaften 50% der Völker, 11.000 Berufsimker, Italien hat keine Frühstückskultur bei der es ein Honigbrötchen gibt, Honig hat anderen Stellenwert, Honig zu Käse und Wein und für die Zubereitung in der Küche, Konsum 350-450g/Person, Größe und gut funktionierende Betriebe in Süditalien, in der Mitte weniger und dann wieder größere Wanderbetriebe in Norditalien
  • Südtirol: alle Imker in einem Verband organisiert, der Rest von Italien ist nur über die zentrale Verwaltung in Rom gebündelt und jeder macht eigentlich was er will, 3.1137 Imker und 365 Imkerinnen, Imkerinnen seien die besseren Imker, da sie sich besser in das Bienenvolk einfühlen können, 35.040 Völker, zunehmende Zahl der Imker bei stabiler Völkerzahl
  • Aufgrund des Klimas ist die brutfreie Phase in Juli / August und nur sehr kurz, daher Varroabehandlung schwieriger
  • Imkerei gehört zur landwirtschaftlichen Urproduktion, auch ohne Grund und Boden
  • Imkerei ist in Italien gesetzlich von nationalem Interesse, damit wird auch die Hobbyimkerei gestärkt
  • Geschichtlich: keine lange Tradition, wie in Deutschland, geprägt von der Notwendigkeit der Bienenprodukte, Abgeschiedenheit der Täler bedeutete nur Imkerei zur Selbstversorgung, kein Bewusstsein für Bestäubungsleistung, da früher Wildvölker vorkamen, Kirchenbeleuchtung erfolgte mit Öllampen, Vorteil ist, dass fehlende Tradition kein Hemmnis für moderne Methoden ist, nur ein einziges Maß Dadant
  • Berufsimkereien: sehr professionell und äußerst gut vernetzt, reagieren blitzschnell auf neue Anforderungen und Gegebenheiten, Imkerei mit der Ligustica Biene im Dadant Blatt, sind sehr geschäftig und häufig sehr spezialisiert, z.B. Königinnenzucht, Pollengewinnung o.ä.
  • Hobbyimkereien: wenig bis garnicht organisiert, 2-3 Bienenvölker hinter dem Haus, kaum Angebote zur Aus- und Weiterbildung, Honig meist nur für den weit dehnbaren Eigenbedarf
  • In Italien ist Imkerei von Wanderbewegungen geprägt, z.B. vom aus Trentin vom Gardasee nach Kalabrien
  • Sanitätssystem: nur ein Bieneninstitut in ganz Italien, getrennt ein nationales Tierseucheninstitut (oberste Veterinärbehörde) das die gesamte Kommunikation übernimmt, aktuelles Beispiel ist die Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers, lokale Veterinärämter haben spezialisierte Amtstierärzte, staatliche Experten entsprechen den deutschen Bienensachverständigen
  • Südtirol spezifisch: in jeder Ortsgruppe einen geschulten Gesundheitswart als erste Ansprechpartner in der Bienengesundheit
  • Bienenmonitoring ähnlich wie in Deutschland aufgebaut
  • Hygienestandard in den Imkereien sehr gut, aus der Tradition von Wein- und Ölherstellung und der entsprechenden Metallindustrie meist alles in Edelstahl ausgeführt
  • Trachtverhältnisse klimatisch sehr gut: Klee, Sonnenblumen, Obstbäume, Akazie/Robinie, Akazienhonig ist in Italien sehr begehrt, da er wenig kristallisiert und gut in der Verarbeitung verwendet werden kann, viel wird aber auch aus Ungarn zugekauft,
  • Vespa Velutina Nigrithorax (gut erkennbar an schwarzem Thorax und gelben Beinen): in Ligurien und Piemont schon ein sehr großes Problem, Zuwanderung über Gardasee und Brenner sehr wahrscheinlich, asiatische Hornisse ist in Europa größer und aggressiver als in Ursprungsgebieten
  • Varroa und Brutentnahme: nachdem auch in Italien Resistenzen gegen die ersten Medikamente (Apistan, Apivar, etc.) gebildet waren, hat man auch hier mit der Ameisensäurebehandlung begonnen, Konzentionen waren bei AS anfangs recht unterschiedlich und daher nicht immer wirksam, auch in Italien dürfen nur zugelassene Behandlungsmittel verwendet werden, da die AS ein Wirkstoff ist, kann sie aufgrund der Gesetzeslage nicht als Behandlungsmittel zugelassen werden (nur eine Formulierung wird zugelassen), ApiLifeVar funktioniert im Norden nicht und wurde auch explizit für die südliche Hemisphäre konzipiert
  • Bekämpfungskonzept Italien: Befallsdiagnose von Frühjahr bis Herbst, Drohnenbrutentnahme, Ablegerbildung mit Larven kurz vor der Verdeckelung zur Absenkung des Milbendrucks, Brutdistanzierung (künstlicher Brutstopp, Bannwabenverfahren oder Komplettentnahme) mit Bekämpfung durch Oxalsäure, Restentmilbung
  • Fazit von Andreas Platzer: Die Imkerschaft, ist die Poesie der Landwirtschaft …

Weitere Infos des Regierungspräsidiums und der Referenten zum Weissacher Imkertag finden sich hier.

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Starke Völker brauchen Platz

Inzwischen haben sich meine Völker ganz klar positioniert: 3 geben auf der Autobahn Vollgas, 2 bewegen sich verhalten im Stadtverkehr und bei einem hat sich der Motorschaden bestätigt und es startet nicht mehr.

Die starken Völker haben bereits mit Wildbau nach oben begonnen, da hier aufgrund des Notfallfutterteiges noch etwas Raum war. Alle Völker haben Brut in allen Stadien und tragen neben Pollen für die Aufzucht auch schon recht viel Nektar ein. Damit genug Raum ist und durch Umlagern auch Platz für das wachsende Brutnest geschaffen werden kann, habe ich kurzerhand auf alle Kästen Honigräume aufgesetzt.

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Auch am Insektenhaus ist starker Betrieb. Die Mauerbienen umfliegen das Haus in größerer Zahl und scheinen sich auch schon Gedanken zur neuen Brut zu machen.

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Der Aprikosenbaum in der direkten Nähe der Bienenstöcke beginnt zu blühen und wird von den Bienen entsprechend stark beflogen.

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Wildbienen am Insektenhaus geschlüpft

Nachdem wir am 1. April 2014 beobachten konnten, wie Wildbienen der Gattung Gehörnte Mauerbiene unser Insektenhaus angenommen haben und dort ihre Brut untergebracht haben, konnten wir nun am 28.03.2015 das Ergebnis bestaunen. Am Insektenhaus flogen ca. 20 Mauerbienen umher. Jetzt sind wir gespannt, ob es damit auch zu einer noch stärkeren Eiablage kommen wird und sich hier eine kleine Mauerbienenkolonie entwickeln wird.

In dem mit Stroh gefüllten Kasten in der Mitte des Insektenhauses hat sich ein noch sehr kleines Wespenvolk angesiedelt. In der Form unterscheiden sie sich etwas von den üblichen Vertretern und wir werden mal versuchen herauszufinden, was das für welche sind. Wenn sie sich nicht zu stark ausdehnen und friedlich sind, dürfen sie natürlich auch bleiben.

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Paletten zu Bienenständen

Für die einen waren es große und unterschiedliche Einwegpaletten und für mich der Baustoff für neue Plattformen zur Aufstellung von Bienenstöcken.

Normalerweise werden Einwegpaletten einfach zu Brennholz zersägt. Aber mit etwas Zeit und einem Karton Nägel lassen sich daraus auch Plattformen bauen, auf die dann später Beuten aufgestellt werden können. Dieses Holz bleibt unbehandelt und darf auch Patina entwickeln. Die vier Podeste sind jeweils ca. 62 cm tief und unterschiedlich lang. Auf dem Bild liegen die Plattformen aufeinadergestapelt auf einer klassischen Palette. Nächster Schritt ist die Aufstellung auf dem Baumgrundstück.

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Vulkan Beehive

Eigentlich lese ich selten die Zeitschriften der Fluggesellschaften, die man üblicherweise neben den Spucktüten und den Sicherheitsunterweisungen in der Tasche des Vordersitzes vorfindet. Aber nach drei Flügen in zwei Tagen sind meine beiden Zeitschriften nahezu ausgelesen und als dann aufgrund des neuen Planungssystems am Flughafen Schiphol in Amsterdam auch noch lange auf dem Vorfeld in der Maschine gewartet werden musste, habe ich mir den Holland Herald von KLM eben doch mal angeschaut. Zu meiner Überraschung fand ich einen interessanten kleinen Artikel über interessante große Bienenbeuten. Dagegen sind meine bunten Einfachbeuten eben genau das: einfach. Beehive goes architecture!

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Weitere schöne Bilder dieser Bienenbeuten finden sich auf der Webseite von Snøhetta.

Vulkan Beehive

Architecture, Landscape and Interior
2014
Location: Oslo, Norway
Status: Completed
Bees are among the world’s most important food suppliers. One third of the world’s food production is depending on pollination, where bees play the largest role.
The Vulkan Bigård project at Mathallen is a partnership between Aspelin Ramm, Scandic, Sparebankstiftelsen DNB, ByBj Birøkterlag, Heier Du Rietz, and Snøhetta.
By creating these beehives, we bring more bees to the city. We want to give visitors information on how they can contribute to the environment, and create involvement around bees.

The two beehives are appropriately placed at Mathallen, on the rooftop of Dansens Hus, not only for the food and honey relationship, but also naturally and contextually with many of the green spaces in the area, such as Akerselva and Kolonihagen Grünerløkka.
The natural honeycomb geometry was our inspiration for the form and pattern.
Having two intersecting hexagonal volumes to create the form, which were then adjusted in height and width to fit with the needs of the beekeeper. Using a light colored wood with a finish that is honey in tone was also a relationship that we wanted to create and present.

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Quelle Text und Bilder: Snøhetta, Architecture, Landscape, Interior and Planning, Brand Design, www.snohetta.com

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Flugbetrieb – mehr und weniger stark

Nachdem es zumindest tagesweise wieder schönes Wetter gibt, sind auch die Bienen wieder aktiv. Mehr oder eben weniger. Drei der Völker sind sehr stark, zwei scheinen es langsamer angehen zu lassen und ein Volk wird es eher nicht schaffen.

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VHS Marbach: Magister Andreas Picus der Bienenpfarrer aus Beilstein

Veranstaltet von der Volkshochschule Marbach und dem Bienenzüchterverein Marbach hielt Professor Dr. Hermann Ehmer im historischen Schlosskeller seinen Vortrag über Magister Andreas Picus (1543-1609).

  • Prof. Dr. Ehmer arbeitete an Ortsgeschichte von Beilstein, als ihm ein Brief aus der Markt Brandenburg an Pfarramt in die Hände fiel. Es handelte sich um eine Anfrage von 1892 nach dem Bienenpfarrer, der rund 300 Jahre früher hier gewirkt hat und ein Büchlein über Bienen verfasst hatte.
  • Ehmer forscht nach dem Buch und findet es in einer Bibliothek in Paris und in der Bamberger Staatsbibliothek. Von dort erhält er eine Kopie des „Tractetlein von dem Ihmen“

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  • Andreas Picus: 1543 geboren, in Tübingen studiert und als Lehrer an Klosterschule Blaubeuren tätig, dann Pfarrer in Birkenfeld, 1573 als Pfarrer nach Beilstein gekommen und 35 Jahre dort tätig.
  • Protokolle der Visitationen sind noch erhalten, anfangs hatte er Streit mit dem Vogt und die Gemeinde nicht mit ihm zufrieden. Die Klagen ließen aber nach und er wurde zunehmend akzeptiert.
  • Nebenbeschäftigungen von Pfarrern waren damals kaum bekannt, später wurde zur Versorgung Vielfältiges unternommen, unter anderem auch Bienenzucht betrieben, die sonst nur in Klöstern nachweislich betrieben wurde.
  • Picus ist einer der ganz wenigen Pfarrern der damaligen Zeit, von dem eine Nebentätigkeit bekannt ist.
  • Erster Druck des Büchleins erfolgte 1592, ein einziges Exemplar der Erstausgabe ist in der Nationalbibliothek in Wien erhalten.
  • Im Titel wurde die Benennung „Immen“ bei späteren Nachdrucken in „Bienen“ verändert. Damit ist auch die Verbreitung außerhalb Württembergs erkennbar.
  • Grabmal in der Magdalenenkirche in Beilstein zeigt humanistische Bildung von Picus, auch Büchlein folgt der humanistischen Lehre guter Rede von Einführung bis Usus – dem Nutzen.
  • Schon in „Georgica“, einem Gedicht über den Landbau, führt Vergil (70 vChr.-19 n.Chr.) die Bienenzucht als einen von ingesamt 4 Bereichen der Landwirtschaft auf, Picus bezieht sich auf das Vorbild von Vergil.
  • Apisstier der antiken Literatur und Apis der Biene
  • Damaliger Wissensstand: 3 Arten der Bienen, der König, Arbeitsbienen, Drohnen
  • Picus beschreibt das Schwärmen als Auszug der Hofstaats mit seinem König. Lärm sollte das verhindern können. Das Einfangen des Schwarms wird ausführlich beschrieben. Picus empfiehlt dabei die Verwendung von Handschuhen und rät zur Vermeiden von schlechten Gerüchen.
  • Behandlung von Stichen solle mit frischer Erde, Honig oder dem eigenen Urin erfolgen.
  • Gewinnung von Honig und Wachs und deren Verwendung ist ebenso wesentlicher Teil der Ausführungen.
  • Verwendung von Wachs für Pflaster, Siegelwachs, Schiffsabdichtung aber natürlich auch Kerzen und Fackeln.
  • Büchlein war über rund 150 Jahre ein Standardwerk zum Thema Bienenzucht, es wurde bei späteren Drucken nachgebessert und aktualisiert. Da es sich um normale Haushaltsliteratur handelte, sind nur ganz wenige Exemplare erhalten. Insgesamt geht Prof. Ehmer von 11 verschiedenen Ausgaben aus.

Prof Ehmer hat sich mit Unterbrechungen nun rund 32 Jahren mit der Suche nach Informationen zu Picus verbracht

Prinzipien und Grundsätze des Imkerns werden noch heute in gleicher Weise befolgt. Dieses Wissen war in Mitteleuropa nach dem dreißigjährigen Krieg in Vergessenheit geraten. Noch heute werden immer neue Erkenntnisse über die Honigbiene durch Forschung gewonnen. Das angeblich so gut erforschte Tier bietet eine sehr lange Tradition und Erfahrung, aber auch immer wieder Neues und Überraschendes.

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Flow Hive: Honey on Tap Directly From Your Beehive

Seit einiger Zeit geistert die Information durch das Internet, dass australische Imker an einer technischen Lösung arbeiten, den Honig direkt mit einem Hahn aus der Beute abzuzapfen. Das Ganze scheint ernst gemeint zu sein und ist sicher auch ein aus technischer Sicht ein interessanter Gedanke. Für mich ist das aber nicht unbedingt ein „must have“. Die Honigernte ist mit der schönste Teil der imkerlichen Arbeit. Eine Technisierung der Arbeiten rund um das Bienenvolk ist sicher eher diskutabel, aber eine weitere Technisierung im Bienenvolk erscheint mir nicht unbedingt der richtige Weg zu sein.

Im Blog von Melifera wurde das Thema Flow Hive detailliert behandelt. Ein empfehlenswerter Artikel.

Webseite von Flow Hive.

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Frühjahrsdurchsicht und Futterteig

Heute habe ich meine Bienenkästen zum ersten Mal geöffnet, um zu prüfen wie die Völker über den Winter gekommen sind und um ihnen zur Sicherheit etwas Futterteig zur Verfügung zu stellen. Das Flugverhalten der drei in der Sonne stehenden Völker war in den letzten Tagen und Wochen bereits besser, als bei den drei im Schatten stehenden Völkern. Dieser äußere Eindruck hat sich auch in den Beuten bestätigt. Die drei Sonnenvölker erscheinen groß und vital. Sie tragen intensiv Pollen ein, was ein klares Anzeichen für Brutaktivität ist.

Von den drei Schattenvölkern erscheinen zwei in gutem Zustand, wenngleich auch deutlich weniger aktiv wie die Sonnenvölker. Ein Volk ist offenbar schlecht über den Winter gekommen. Es sind im Vergleich sehr viel weniger Bienen und sie sind auch deutlich inaktiver.

Jedes Volk hat einen halben Beutel Futterteig als Anschubhilfe erhalten.

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Erster Kundenstammtisch bei der Imkerei Kranich

Da es öfter einmal die Frage nach einem Erfahrungsaustausch unter den Imkern gab, hat Jürgen Kranich alle Kunden seines Grossbottwarer Imkerladens für den 13. März 2015 zum ersten Kundenstammtisch in die Gipshütte nach Winzerhausen eingeladen. Mehr als 20 Imkerinnen und Imker sind seiner Einladung gerne gefolgt, um bei diesem Kennenlernen und Erfahrungsaustausch mit dabei zu sein.

Nach einer kurzen Einführung durch Jürgen haben wir eine klassische Vorstellungsrunde gemacht. Viele der Teilnehmer haben in den letzten Jahren Imkerkurse bei Jürgen oder einem Bienenzüchterverein gemacht. Das Spektrum der Teilnehmer war weit gefächert, von der Hobbyimkerin, die aktuell kein Volk hat, bis zum Berufsimkermeister, der neben seinem beruflichen Aufgabengebiet auch privat noch rund 90 Völker bewirtschaftet.

Jeder hat neben seiner Völkerzahl auch über die Winterverluste Auskunft gegeben. Dabei zeigte sich, dass die anwesenden Imkerinnen und Imker offenbar weniger Verluste haben, als aktuell auch in unserem Raum berichtet wird. Bei der Wahlkreisversammlung am Vortag war beispielsweise von Verlustraten in der Größenordnung von rund 70% die Rede. Ich würde an dieses Stelle einfach einmal in den Raum stellen, dass dies vielleicht auch mit der guten Unterstützung und Beratung durch Jürgen Kranich zu tun haben könnte …
Es ist eben wie so oft bei unserem Imkerhandwerk, vieles können wir strukturiert und wissenschaftlich analysieren, aber manches passiert auch einfach, ohne dass man vollständig versteht warum. Aber das macht vielleicht auch ein Stück weit die Magie des Imkerns aus.

Danke an Jürgen Kranich für die Organisation des Stammtischs. Bis zum nächsten Mal!