



Ist das jetzt schon Frühling oder doch nicht… Die Bienen geben massiv Gas und werden dann von einer Kältephase wieder gebremst. In jedem Fall sind sie seit einiger Zeit in der Brut und es muss daher geheizt und die Brut versorgt werden. Der Futterbedarf steigt im Moment also an und die Natur drängt auch Richtung Frühling, z.B. blühen Weide und Kornellkirsche, die im Frühjahr wichtig sind für die Bienen.
Da sie bei gutem Wetter wieder verstärkt ausfliegen, bekommen die Bienenkästen wieder die Flugbretter montiert, die über den Winter teilweise instandgesetzt werden mussten.

Bei der Kontrolle bekommen einige Völker, die sich schon sehr stark entwickelt haben noch eine Futterteigpäckchen aufgelegt. Eine Reserve für die aktuelle Kältephase.



Dieses Jahr fand der Hohenheimer Tag der Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim e.V. im neuen Otto Rettenmaier Audimax statt. Da die Mensa an diesem Sonntag das Catering nicht übernehmen konnte, wurde es in Eigenregie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LAB Hohenheim übernommen. Eigentlich passten der große und sehr moderne Hörsaal und die klassisch einfache Verpflegung mit Saitenwürsten und Brötchen sehr gut zusammen.
Die Freunde der LAB und Mitarbeiter der LAB haben diesen Hohenheimer Tag in allen Aspekten, von den Vorträgen bis zum Kaffee sehr gut organisiert.
Kernthemen der Berichte und Vorträge:
Bericht des Vereins:
Bericht der LAB (Dr. Peter Rosenkranz):
Varroa-Kontrolle mit Lithiumchlorid (Dr. Bettina Ziegelmann):
Untersuchungen zur Wirksamkeit von Varromed ( Dr. Peter Rosenkranz):
Etablierung einer GC-Analysemethode zum Nachweis von Verfälschungen von Bienenwachs (Masterarbeit Anke Kohnle):
Entwicklung und Einführung eines biodiversitären Züchtungsprogramms zur Steigerung der Attraktivität des urbanen Grüns für Insekten (Lea Kretschmar):
Vorstellung des neuen Bieneninstituts in Braunschweig und aktuelle Probleme im Bereich Pflanzenschutz / Bienenschutz ( Dr. Jens Pistorius):
Herausforderungen auf dem Weg zur Erwerbsimkerei (Markus Schwarz):
Waldtracht: Verlauf 2017 und Aussichten für 2018 (Thomas Lorenz):

Jeder Winter ist spannend!
Werden die Bienen den Winter gut überstehen?
Wieviele Verluste wird es geben und warum schaffen es die jeweiligen Völker nicht?
Nachdem man die Bienenvölker im Herbst auf die Einwinterung vorbereitet hat, kann man eigentlich nur abwarten. Im letzten Herbst sah es gut aus. Die Bienenvölker waren stark und es ist nur ein durch Räuberei geschwächter Ableger vor der Oxalbehandlung eingegangen. An diesem Wochenende sind die Temperaturen über 10°C gestiegen und die Prognosen zeigen, dass es mindestens eine Woche warm bleiben soll. Es war also Zeit für die erste komplette Kontrolle der Völker.
Die Verlustrate liegt bei 0%!
Alle Völker haben den Winter überlebt und machen einen sehr guten Eindruck. Sie tragen Pollen ein und sind offenbar bereits wieder in die Brut gegangen. Ich habe zwar die Deckel geöffnet, lasse aber die Waben bewusst vorläuftig noch in Ruhe. Der Blick in die Wabengassen zeigt aber, dass die Völker teilweise erstaunlich stark sind.
Ein Volk, das letztes Jahr schon extrem stark war und manchmal seinen Kasten heftig verteidigt hat, steht nicht umsonst etwas abseits. Auch sie haben den Winter gut überstanden und das Öffnen des Kastens mit einem Frontalangriff quittiert. So habe ich schon mal die ersten Stiche für dieses Jahr und die Gewissheit, dass bei diesem Volk weiterhin Vorsicht geboten ist.
Dass alle Völker den Winter überstanden haben, ist noch keine Garantie dafür, dass sie sich zu guten Wirtschaftsvölkern entwickeln.
Aber ein guter Anfang ist schon mal gemacht.

Beim Start-Up-Treffen des Imkervereins hat sich am Tisch eine wunderbar gemischte Gruppe von Hobbyimkern zusammengefunden. Von der Neuimkerin mit einem Bienenvolk bis zum Imker mit einer großen Erfahrung bei der Herstellung von Obstweinen und Met. Im Laufe des Abends wurden gleich die ersten Projekte diskutiert und gestartet. Es wird also z.B. bald eine größere Menge älterer Honig zu feinem Met veredelt.
Ein anderes Thema war Wabenhonig. Wir waren uns schnell einig, dass die Rähmchenkassetten aus Kunststoff kein besonders eleganter Weg sind. Bei mir haben die Bienen diese vorgefertigten Bauteile komplett ignoriert. Meinen Wabenhonig habe ich mit Drohnenrahmen gewonnen, den meine Bienen nach der Drohnenbrut bei starker Tracht im Wald komplett ausgebaut und darin Honig eingelagert haben. Das kann klappen, oder auch nicht.
Ein Neuimker hat zu diesem Thema einen Internetfund ins Spiel gebracht. Bei Handimania.com gibt es einen Beitrag namens „Beehive In A Jar“. Dabei lässt ein Imker die Bienen direkt in Honiggläser Waben bauen und diese mit Honig füllen. Danach werden die Gläser entnommen und einfach mit Honig aufgefüllt. Das Ergebnis ist frische Naturwabenbau mit Honig. Schön anzusehen und hygienisch verpackt.
Dass Bienen in Gläser Waben bauen, kann man auch an der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim sehen. Dort befindet sich als Ausstellungsstück ein Bienenstock, der in einen sehr großen Glasballon gebaut ist.
Die Suche im Internet nach passenden Gläser-Zargen brachte Ergebnisse. Es finden sich solche Aufbauten z.B. bei russischen Imkerhändlern. Aber irgendwie passt das alles nicht so richtig.

Ich habe daher selbst mal einen Versuchsaufbau gebaut. Die Kiste hat das Format einer Halbzarge und passt mit dem entsprechenden bee-space direkt über einen Honigraum oder ein Absperrgitter. Als Gläser verwende ich meine 500g Standardgläser. Ich habe bewusst die Anzahl der Gläser nicht maximiert, sondern sie zur Mitte hin orientiert. Wie bei Honigräumen orientieren sich die Bienen über dem Brutnest in der Regel zur Mitte hin.


Die Versuchskiste ist sehr solide und schwer ausgefallen, aber die Verschraubung der Deckel sorgt dafür, dass die Gläser sicher in ihrer Position bleiben und keine Bienen ins Innere der Kiste kommen.
Soweit die Theorie. Sobald die Trachtverhältnisse entsprechend gut sind, wird die Gläserkiste zum Einsatz kommen. Mal sehen, was die Bienen von dieser Idee halten.

Herausragende Fotos von Wildbienen, Hummeln und Blühpflanzen, präzise Beschreibungen und ein ausgefeiltes Layout.
Man erkennt sofort, dass dieses Buch für Anja Eder eine persönliche Mission war. 3 1/2 Jahre Arbeit und ganz viel Herzblut stecken in diesem Projekt.
Darüber informiert das Buch:
Anja Eder: „Ein Buch für Entdecker und alle, denen unsere Artenvielfalt am Herzen liegt. Es macht jeden – der will – zum Wildbienenhelfer. Denn letztlich kann man nur schützen, was man kennt.“
Das Buch wurde unabhängig durch Crowdfunding über die Plattform Startnext finanziert. Statt der ursprünglich geplanten 500 Exemplare, konnten so bereits 3.000 Bücher gedruckt werden. Es freut mich sehr, einer der Unterstützer dieses Projektes gewesen zu sein.
Hier geht es zum Buch: https://www.wildbienen-garten.de/wildbienen-buch/
Die Wildbiene des Jahres 2018 ist übrigens die Gelbbindige Furchenbiene. Sie ist auf Seite 50 zu finden.

Die Verwendung von sauberem Bienenwachs ist essentiell für gesunde Bienen und reinen Honig.
Aus diesem Grund wird bei den Bottwarbienen inzwischen nur noch eigenes Wachs verwendet. Das heißt, dass für die Herstellung von neuen Mittelwänden nur das von den eigenen Bienenwaben ausgeschmolzene Wachs verwendet wird. Dieses Vorgehen wird als geschlossener Wachskreislauf bezeichnet.
Dieser Wachskreislauf enthält auch Wachs, das in den ersten Jahren der Imkerei von außen kam und dessen Herkunft nicht im Detail nachvollziehbar ist, beispielsweise in Form von erhaltenen Ablegern und zugekauften Völkern, aber auch in Form von gekauften Mittelwänden. Um zu Wissen, welche Rückstände ggf. im Wachs enthalten sind, habe ich eine Rückstandsanalyse bei der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim in Auftrag gegeben.
Ergebnis: Das Wachs hat eine gute Qualität, es ist rückstandsarm, aber nicht völlig rückstandsfrei.
Folgende Stoffe konnten bei der Analyse nicht nachgewiesen werden:
Brompropylat (Varroa-Bekämpfungsmittel Folbex VA Neu)
Coumaphos (Varroa-Bekämpfungsmittel Perizin / Asuntol)
Tetradifon (Varroa-Bekämpfungsmittel Tedion)
Acrinathin (Varroa-Bekämpfungsmittel Gabon PA)
Vinclozolin (Pflanzenschutzmittel Ronilan)
Alpha-Cyhalothrin (Pflanzenschutzmittel Fastac SC)
Lambda-Cyfluthrin (Pflanzenschutzmittel Karate)
Boscalid (Pflanzenschutzmittel Cantus)
Beta-Cyfluthrin (Pflanzenschutzmittel Bulldock)
Tolyfluanid (Pflanzenschutzmittel Euparen M WG)
Myclobutanil (Pflanzenschutzmittel Systhane)
Iprodion (Pflanzenschutzmittel Verisan)
Deltamethrin (Pflanzenschutzmittel Decis)
Chlorfenvinphos ( Pflanzenschutzmittel Supona)
Der folgende Stoff konnte nachgewiesen werden:
Fluvalinat (Varroa-Bekämpfungsmittel Klartan / Apistan)
Die Rücksprache mit dem Labor in Hohenheim hat folgendes ergeben:
Fluvalinat gehörte zu den weltweit am intensivsten eingesetzten Varroazide. In Deutschland wurde es illegal verwendet. Heute haben wir resistente Milben, die auf den Wirkstoff nicht mehr reagieren. Im internationalen Wachs gehört es zu den Wirkstoffen, die sehr häufig im Wachs auftauchen. Auch im Mittelwandhandel in Deutschland. Im Pflanzenschutz ist es als Rapsblüten-Insektizid im Einsatz und führt dort, sehr selten, zu Rückständen im Rapshonig. Der Wirkstoff ist gut wachslöslich und neigt prinzipiell zur Anreicherung im Wachs.
Allerdings ist der Wirkstoff auch fest an Wachs gebunden, d.h. seine Auswanderungstendenz in den Honig ist, im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen, sehr gering. Daher kann man den Messwert als einen Schönheitsfehler betrachten und nicht als wirkliches Problem. Die Honigqualität ist nicht gefährdet!
Die Behandlungsstrategie wird schnell zu entsprechenden Verdünnungseffekten führen, so dass die Gehalte im unmessbaren Bereich liegen.

Josefine ist 5 Jahre alt und isst gerne Honig. Beim Frühstück hat sie sich das Honigglas mal genauer angeschaut und festgestellt, dass die Bienenhäuser auf dem Etikett zwar schön bunt sind, aber dass ihnen etwas fehlt. Es fehlt Pink!
Damit die Bottwarbienen wissen, wie Josefine sich das vorstellt, hat sie am Frühstückstisch auch gleich noch ihren Verbesserungsvorschlag gemalt. Einen bunten Bienenkasten mit einem pinken Satteldach.
Josefine hat Recht, es gibt bisher keine Beutenteile in Pink bei den Bottwarbienen. Außer einigen Brauntönen sind alle Farben der Auro Holzlasur Aqua Nr. 160 vertreten. Das Problem dabei ist, dass es von Auro Naturfarben kein Pink, Rosa oder Violett gibt. Bestimmt hätten wir sonst auch schon eine dieser Farben ausprobiert.

Liebe Josefine,
vielen Dank für deinen Vorschlag. Du bist herzlich eingeladen, die Bienen im Frühjahr im Bottwartal zu besuchen. Zusammen mit dem Imker kannst du dann in einen Bienenkasten hineinschauen und sehen, wie das die Bienen so machen mit dem Honig für dein Frühstück.
Herzlichen Glückwunsch an Dr. Peter Rosenkranz, Dr. Bettina Ziegelmann und das ganze Team der LAB Hohenheim!
Nachdem von den Mitarbeitern der LAB bereits beim Hohenheimer Tag der Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim im März 2017 von den erfolgsversprechenden Untersuchungen zur Wirkung von Lithiumchlorid berichtet wurde, wurden die Ergebnisse jetzt umfassend veröffentlicht. In einem detaillierten Artikel im international renommierten „Scientific Report“ haben die Hohenheimer Wissenschaftler ihre in Zusammenarbeit mit der Firma siTOOLs erzielten Forschungsergebnisse zum Lithiumchlorid veröffentlicht. Parallel wurde von der Universität eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben, die auch in der regionalen und nationalen Presse, sowie den sozialen Netzwerken aufgegriffen wurde.
Auszug aus dem Text der Pressemitteilung der Uni Stuttgart:
„Hoffnung für Imker: Erstmals gelang es Forschern der Universität Hohenheim in Stuttgart ein potentielles Medikament zu entwickeln, das befallene Bienenstöcke mit geringem Arbeitsaufwand über die Fütterung von der gefürchteten Varroa-Milbe befreien kann. Die Varroa-Milbe zählt weltweit zu den gefährlichsten Feinden der Bienen: innerhalb von ein bis drei Jahren kann sie ein Bienenvolk komplett ausrotten. Bislang mussten Imker befallene Bienenstöcke mit aggressiven organischen Säuren oder chemisch hergestellten Milbenbekämpfungsmitteln behandeln, die Resistenzprobleme und Rückstände verursachen. Bei der vielversprechenden Substanz handelt es sich um leicht verfügbares Lithiumchlorid. Nach über 25 Jahren Forschung steht damit erstmals ein neuer Wirkstoff im weltweiten Kampf gegen die Varroa-Milbe zur Verfügung, der völlig anders wirkt als bisherige Mittel. Derzeit laufen bereits Gespräche mit Unternehmen mit dem Ziel einer Produktentwicklung und Zulassung“
Jetzt bleibt zu hoffen, dass die weiteren Untersuchungen die Wirksamkeit ohne Nebenwirkungen und die einfache Handhabung bestätigen. Da die Zulassung eines Wirkstoffs als Medikament zeitraubend und vor allem sehr teuer ist, wird hoffentlich auch ein Weg gefunden, diese Ansatz zeitnah für Imker verfügbar zu machen.
Quellen:
Link zu Pressemitteilung der Uni Hohenheim vom 12.01.2018: Bienen-Parasit: Forscher entdecken Medikament gegen Varroa-Milbe
Link zu Artikel in Scientific Reports: Lithium chloride effectively kills the honey bee parasite Varroa destructor by a systemic mode of action

Der Winter ist keine wirkliche Pause für den Imker. In dieser Zeit müssen Vorbereitungen für das Frühjahr getroffen werden. Die Mittelwände aus dem eigenen Wachs liegen schon bereit, und die Arbeitsgeräte sind auch bereits vorbereitet. Der Bienenflug am ersten und warmen Januarwochenende hat eindringlich gezeigt, dass es im Zweifel schnell gehen kann. Als nächstes sind daher die Fluglochkeile und die Anflugbretter in der Werkstatt. Die Fluglochkeile müssen nur sauber gemacht werden, das ist schnell erledigt. Einige der Anflugbretter benötigen aber etwas mehr Aufmerksamkeit.
Sie bestehen aus beschichtetem Leimholz, das zwar mit wasserfestem Holzleim und Lasur gegen Feuchtigkeit behandelt wurde. Die wenigen Jahre im Einsatz haben den Brettern teilweise schon stark zugesetzt. Bei Regen sind sie immer in der Nässe und bei Sonne aufgrund der dunklen Oberfläche heiß. Die dünnen Bretter haben sich teilweise stark verformt oder in einzelne Schichten aufgelöst.
Die meisten Anflugbretter sind noch einsetzbar. Einige müssen jedoch mit wasserfestem Holzleim wieder neu verleimt werden oder mit neuen Beschlägen versehen werden. 2-3 Anflugbretter werden komplett erstetzt.


Nachdem ich in diesem Blog über die Probennahme für das Deutsche Bienenmonitoring (DeBiMo) geschrieben habe, möchte ich auch gerne etwas zu den Ergebnissen mitteilen. Zehn meiner Bienenvölker sind seit 2017 Teil dieses Langzeitmonitorings.
Fazit: Es sieht gut aus.
Die Varroasituation war in den von Hohenheim betreuten DeBiMo-Völkern besser als im Herbst 2016. Wir können also etwas entspannter sein. Für meine eigenen Völkern sieht es noch etwas besser aus, da sie mit 1,4% (1,4 Varroamilben auf 100 Bienen) deutlich unter dem Durchschnitt von 3,8% liegen.
Selbstverständlich sagen diese Daten nicht aus, welches Volk den Winter gut übersteht und welches nicht. Neben den Milben gibt es schließlich noch andere Einflussfaktoren. Es lässt sich aber prognostizieren, dass wir weniger Ausfälle aufgrund von Varroa haben sollten, als im letzten Winter.
Jahr Befall im Herbst
2012 2,9%
2013 4,6%
2014 5,1%
2015 3,6%
2016 4,5%
2017 3,8%
[Quelle Grafik und Daten: DeBiMo LAB Hohenheim]

Einige Personen haben schon den Waldhonigsenf probiert und ihren „Senf dazu abgegeben“.
Jetzt gab es noch 2 Härtetests:
Aus den verschiedenen Tests zeigt sich so langsam, wo der Weg hingehen müsste. Die Tipps und Hinweise der Tester werden in jedem Fall in die nächste Charge einfließen.

Unsere Bienen werden nach dem Hohenheimer Konzept gegen Varroamilben behandelt. Die auch als „Varroose-Bekämpfungskonzept Baden-Württemberg“ bezeichnete Vorgehensweise basiert auf der Entnahme von Drohnenbrut und der Verwendung von organischen Säuren. Dieses Konzept ist „bio“ und kann damit auch in der Bio-Imkerei (z.B. Bioland-Zertifizierung) eingesetzt werden.
Das Behandlungskonzept kommt ohne spezielle Medikamente aus, sondern setzt auf eine bewusste Völkerführung (Drohnenbrutentnahme im Frühjahr) und auf in der Natur vorkommende Ameisensäure (Sommerbehandlung) und Oxalsäure (Winterbehandlung). Ergänzend kann bei der Ablegerbildung im Frühjahr auch Milchsäure verwendet werden. Hier findet sich der Flyer der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim: hier klicken.
Im Winter, bzw. bei Brutfreiheit ggf. auch schon ab Spätherbst, werden die Bienen, die dann eng in einer Wintertraube zusammensitzen, mit Oxalsäure beträufelt. Diese 3,5% Oxalsäure-Dihydrat Lösung wird mit Zucker angerührt. Je nach Volkstärke werden bis zu 50ml Lösung zwischen die Wabengassen auf die Bienen geträufelt. Die Bienen putzen sich dann gegenseitig und nehmen dabei die Oxalsäure auf. Die aufsitzenden Milben werden abtötet, wenn diese an den Bienen saugen.
Mit diesem Schritt werden, die im Winter noch im Bienenvolk verbliebenen Milben eingedämmt, um im Frühjahr mit einem geringeren Milbendruck starten zu können.
Nach den aktuellen Ergebnissen des DeBiMo ist die Varroabelastung der 10 untersuchten Bottwarbienenvölker deutlich unterdurchschnittlich. Es bleibt also zu hoffen, dass auch die Winterverluste unterdurchschnittlich bleiben.

Der Wortwitz ist natürlich etwas flach, aber er drängt sich nun mal massiv auf:
Hat da ein Buntspecht die bunten Bienenkästen traktiert?
Ob es nun ein „Buntekästenspecht“ oder ein Grünspecht war, lässt sich nicht erkennen. Ein paar grüne Kästen haben wir ja auch…
In jedem Fall scheint sich hier ein Specht an den Zargen vergriffen zu haben. Das ist damit zum ersten Mal passiert und im Gegensatz zu anderen Imkern, die ihre Kästen teilweise mit Netzen gegen Spechte schützen müssen, gab es bisher noch nie Problemen mit Vögeln.
Der Specht hat versucht das dickste Brett zu bohren. D.h. er hat sein Glück an der Stirnseite der Zargen versucht und dort bei drei Kästen versucht, ein Loch zu meiseln. Hier ist das Holz am dicksten und offenbar hatte er auch bald die Lust verloren.

Honigsenf selbst gemacht. Aus frisch gemahlener Bio-Senfsaat und Waldhonig.
Honig war und ist in vielen Kulturen wichtiger Bestandteil der Ernährung. Je traditioneller die Küche, desto wichtiger ist Honig. Es ist interessant auszuprobieren, was alles damit zubereitet werden kann. Vom Lebkuchen bis zum Likör. Vom pur genossenen Wabenhonig bis zum Akazienhonig in italienischen Süßspeisen.
Dieses Mal steht nicht die Süße im Mittelpunkt, sondern die Schärfe.
Natürlich kann man ganz einfach den klassischen bayrischen süßen Senf kaufen. Schmeckt gut, ist aber eigentlich auch irgendwie langweilig und immer sehr ähnlich im Geschmack. Es war Zeit, selbst einmal die Zubereitung von Honigsenf auszuprobieren.






Wir haben keinen klaren Favoriten, jede dieser Senfvarianten hat ihren eigenen Geschmack und Charakter. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie ein viel kräftigeres Aroma haben, als der industriell hergestellte süße Senf. Wer die Mühe nicht scheut, sich Bio-Senfsaat zu besorgen, selbst zu mahlen und wertvollen Waldhonig einzusetzen, der kann sich tollen Senf selbst herstellen.

Zu Beginn der Imkerei haben wir nur 250g-Gläser verwendet, weil die Honigmenge noch überschaubar war und jeder etwas davon bekommen sollte. Später blieb das 250g-Glas dann unser Standard, weil viele Honigliebhaber gerne mehr als nur eine Sorte Honig auf dem Frühstückstisch haben wollten.
Das 250g-Glas ist noch immer unser Standard. Aber inzwischen haben wir für die, die gerne etwas mehr davon haben möchten, zusätzlich auch noch 500g-Gläser und 1kg-Eimerchen in unser Angebot aufgenommen. Was darf es sein?

Bisher hatte ich noch keine Erkältung. Ob das an der Propolistinktur liegt, lässt sich natürlich nicht so genau sagen…
Jedenfalls ist unser kleines Projekt der Herstellung unserer eigenen Propolistinktur erst einmal abgeschlossen. Der Vorrat reicht wahrscheinlich für mehrere Winter, aber vielleicht werden wir damit auch noch etwas Salbe o.ä. herstellen.


Honig zum Trinken.
Nachdem wir bereits hin und wieder Honiglikör in kleinen Mengen hergestellt hatten, haben wir diesen Herbst erstmals zwei „Fässchen“ davon gemacht.
Die Zutaten zu unserem Likör sind:
Der Likör ist naturtrüb und hat ein ausgewogenes Honigaroma. Er hat die Süße des Honigs ohne „pappsüß“ zu schmecken.