Der Wabenbau der Bienen ist faszinierend und besonders spannend ist es, wenn sie frei bauen können. Beispielsweise im Baurahmen oder bei Ablegern.



Der Wabenbau der Bienen ist faszinierend und besonders spannend ist es, wenn sie frei bauen können. Beispielsweise im Baurahmen oder bei Ablegern.




Die Schwarmzeit ist die intensivste Zeit der Imkerei. Die Bienenvölker werden regelmäßig kontrolliert und Ableger werden gebildet oder Königinnen gezüchtet.
Die Wirtschaftsvölker der Bottwarbienen haben sich in diesem Frühjahr recht unterschiedlich entwickelt. Es sind aber auch 2-3 Völker dabei, die sich herausragend gut entwickelt haben und auch deutlich mehr Nektar eintragen als andere Völker am jeweils gleichen Standort. Von diesen Völkern bilde ich einige Ableger um neue bzw. weitere Wirtschaftsvölker für die nächste Saison zu bilden. Diese Ableger stehen derzeit an einem eigenen Standort, um sich in Ruhe eine neue Königin zu schaffen. Nachdem die neue Königin begonnen hat, Eier zu legen und sich die Ableger entsprechend weit entwickelt haben, werden sie aus dem Ablegerkasten in eine eigene Beute umgesetzt und auf die Bienenstände verteilt.



Wieder ein Diebstahl in der Region. Dieses Mal hat es Markus Schwarz getroffen, der mit seiner „Honigmanufaktur Spatzenhof“ in Wüstenrot ansässig ist. Solche Nachrichten nähren die Furcht, dass auch die eigenen Bienen gefährdet sind und machen vor allem wütend. Es drängt sich leider auf, dass solche Straftaten von Leuten begangen werden, die mit dem Umgang mit Honigbienen vertraut sind.
Auszug Heilbronner Stimme 26. Mai 2017:
Bienen und Honig geklaut – Belohnung ausgesetzt
Beilstein In den vergangenen Monaten ist es immer wieder zu Bienen-Diebstählen in der Region gekommen. Jetzt wurde Berufsimker Markus Schwarz an einem Standort in Beilstein sogar die gesamte Honigernte geklaut.
Von Adrian Hoffmann, „Also da ist sicher keiner mit dem Passat vorgeworfen, sondern mit etwas größerem“, sagt Markus Schwarz (45) von der Honigmanufaktur Spatzenhof mit Sitz in Wüstenrot.
Etwa 500 Kilo Honig seien gestohlen worden, er habe es am Mittwoch bemerkt und gleich der Polizei gemeldet. Es handle sich um einen Warenwert von rund 5.000 Euro, so Schwarz.
Die Honigmanufaktur Spatzenhof hat 30 Bienen-Standorte in der Region, im vergangenen Jahr sei man drei Mal von Bienen-Diebstahl betroffen gewesen, dieses Jahr ein mal – und jetzt aktuell der Honig-Klau. Als Täter kommen nach Ansicht von Markus Schwarz nur Personen infrage, die einen Bezug zur Imkerei haben.
Belohnung für Hinweise ausgesetzt
Neben dem Honig wurden „die kompletten Honigräume einschließlich Bienen und Innendeckel geklaut“, schreibt Markus Schwarz in einem Beitrag auf Facebook, der enorme Reichweite erzielt und bislang mehr als 1000 Mal geteilt wurde.
Die Polizei ist bereits informiert. Markus Schwarz hat eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. „Vielleicht hat jemand mitbekommen, dass ein selbsternannter Bienenfreund plötzlich über ungewöhnlich viel Honig verfügt“, hofft er. „Jeder noch so kleine Hinweis hilft.“
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise auf den Täter oder den Verbleib der Honigräume geben können, sich unter der Telefonnummer 07062 915550 beim Polizeiposten Beilstein zu melden.


Im Grunde bin ich kein „fundamentalistischer“ Umweltschützer. Alles solte mit der nötigen Sachlichkeit und mit Augenmaß diskutiert werden. Aber warum muss man Streuobstwiesen auf Golfrasengrün runtermähen? Dafür habe ich bei aller Toleranz gegenüber unterschiedlichen Ansichten dazu, was „schön“ ist, wirklich kein Verständnis.
Es ist völlig okay, wenn in den Wohngebieten die paar Quadratmeter Grünfläche um die Terrasse oder der Vorgarten auf 2-3cm getrimmt werden. Bei mir darf der Löwenzahn natürlich auch im Hausgarten wachsen, aber ich kann verstehen, dass man das auch anders sehen kann. Warum aber mitten in der Natur bzw. dem Kleinod unserer Kulturlandschaft, der Streuobstwiese?

Die Streuobstwiesen und Bienenstände bei den Bottwarbienen werden meistens nur zweimal im Jahr mit einem Balkenmäher gemäht. Das bedeutet, dass sich Gräser und Wiesenblumen voll entwickeln und Samen bilden können. So wird die Vielfalt erhalten und Insekten, Reptilien, Amphibien,Vögeln, etc. bleibt ein wertvoller Lebensraum erhalten.
Beispielsweise haben sich bei den Bienenständen der Bottwarbienen am Forstberg (Oberstenfeld) und am Lerchenberg (Großbottwar) Eidechsen unter den Paletten und Plattformen, auf denen die Bienenkästen stehen, angesiedelt. Häufig sonnen sie sich neben den Beuten oder sogar auf den dunklen Flugbrettern.
Es ist nicht das Ideal, eine Streuobstwiese garnicht mehr zu nutzen und sozusagen verwildern zu lassen. Um diese Kulturlandschaft für Natur aber auch den Menschen zu erhalten, ist eine sinnvolle Pflege und Nutzung der richtige Weg.
Also: Besser selten mähen und Balkenmäher statt Mulchmäher verwenden.

Wenn man den Bienen die Wahl lässt, entstehen filigrane aber sehr tragfühige Strukturen im Naturwabenbau. In diesem Fall 4 zusammenhängende Bögen, manchmal sind aber auch nur 1-2.
Im weiteren Verlauf werden die Waben noch mehr mit den Seitenteilen verbunden und tragen dann problemlos und stabil die Brut oder eingelagerten Nektar.

Mellifera e.V. leistet sehr über 30 Jahren herausragende Arbeit für die Honigbiene bzw. den Bien. Dies zeigt sich sowohl in der konkreten Arbeit mit den Honigbienen, aber auch durch nachhaltiges Lobbying für Bienen und Natur, und damit in letzter Konsequenz auch für den Menschen.

Dr. Johannes Wirz (Vorstand)
Zitat von Victor Hugo: „Nichts gleicht der Seele so sehr wie die Biene, sie fliegt von Blüte zu Blüte wie die Seele von Stern zu Stern, und sie bringt den Honig heim wie die Seele das Licht“
Markus Hilfenhaus (Beirat): Der Bien und der Mensch
Mellifera berichtet:
Thomas Radetzki (Bündnis zum Schutz der Bienen, Aurelia Stiftung)

Die Diskussionen zur Qualität des Bienenwachses werden in letzter Zeit immer intensiver und kontroverser geführt. Leider haben immer wieder Verfälschungen mit Stearin und Paraffin im Wachs zu Schäden bei den Bienen geführt.
Auch dieses Thema lässt sich am besten auf sehr sachliche Weise behandeln. Im Grunde ist die Etablierung eines eigenen Wachskreislaufs eine logische Konsequenz. Zukünftig sollen bei den Bottwarbienen daher keine zugekauften Mittelwände mehr verwendet werden. Das eigene Wachs geht nicht mehr im Tausch gegen Mittelwände an einen großen Hersteller von Mittelwänden, sondern wird gesammelt. Das Umarbeiten des Wachses in Mittelwände wird bei einem regionalen Anbieter durchgeführt. Hier sind persönlicher Kontakt und ein offener und transparenter Prozess essentiell.
Idealerweise sollte eine Eigenwachskreislauf nur auf Entdeckelungswachs und frischem Wachs aus dem Drohnenrahmen bestehen. Da diese Menge aber in meinem Fall nicht ausreicht, bzw. eine zeitnahe Umstellung auf eigenes Wachs unmöglich machen würde, ist der zweitbeste Weg der Weg der Wahl: Das bereits vorhandene Wachs wird weiter genutzt. Es stammt aus vertrauenswürdigen Quellen und hat bisher keinerlei negative Eigenschaften im Bienenvolk gezeigt. D.h. was vorhanden ist wird genutzt und durch frisches eigenes Wachs ergänzt. Von außen wird kein fremdes Wachs mehr eingebracht.
Das Wachs der alten oder nicht mehr benötigten Waben wird mit einem Edelstahl-Dampfwachsschmelzer ausgeschmolzen.

Das Wachs von mehreren Durchgängen beim Ausschmelzen wird gesammelt und mit einem Edelstahl-Einkochtopf langsam erhitzt, bis es vollständig flüssig ist.


Nach dem Filtern mit einem Fliesstoff kühlt der Wachsblock langsam ab. Dabei sammeln sich die Schwebstoffe an der Unterseite und können mit einem Stockmeisel großzügig abgekratzt werden. Damit sind die Wachsblöcke bereit für die Umarbeitung zu neuen Mittelwänden.


Im letzten Jahr habe ich versuchsweise zwei Ablegerkästen mit Futtertasche und 4 DN Rähmchen verwendet. Die Erfahrungen waren sehr gut und folgerichtig stehen jetzt für die neue Saison mehr Ablegerkästen dieser Art zur Verfügung.
Die Bauart ist sehr kompakt, die Kästen sind unten geschlossen und das Flugloch kann durch eine Holzklappe leicht geschlossen werden. Wenn das Flugloch zu ist (siehe Bild) wird ein Lüftungsloch mit Edelstahlgitter freigegeben.
Diese Kästen wurden in Handarbeit aus Weymouthkiefer gefertigt und erstrahlen bei den Bottwarbienen im typischen Mellifera-Rot (Vulkanrote Kräuterfirnis).

Auch in diesem Jahr war der Weissacher Imkertag des Regierungspräsidiums Stuttgart wieder ein Fixum im Imkerkalender. Starkes Schneetreiben und eine neue Parkplatzsituation haben den morgentlichen Start etwas komplizierter gemacht, aber es hat sich in jedem Fall wieder gelohnt nach Weissach-Flacht zu kommen.
Ursachen des Bienensterbens
Prof. Dr. Friedrich Hainbuch, Associated Professor an der Universität Oradea/Rumänien
Natürliche Selektion und Varroatoleranz, Lehren für die Imkerpraxis
Dr. rer. nat. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim
Fachberatung Imkerei, Rückblick 2016 – Ausblick 2017
Thomas Kustermann, Regierungspräsidium Stuttgart
Die biologisch-dynamische Imkerei
David Gerstmaier, Imkerei Summtgart GbR, Institut Summtgart gemeinnützige GmbH
Imkern im angepassten Brutraum – mehr Bienen, mehr Honig, weniger Schwärme, weniger Aufwand
Jürgen Binder, Imkermeister, HonigManufaktur Binder, Biolandimkerei

Begonnen hat es mit Bottwartal-Souvenirs. Inzwischen führt Beate Lutz-Kinkel in ihrem Laden am Marktplatz von Großbottwar aber auch ein umfangreiches Angebot an Wolle, Handarbeitsartikeln, Zeitschriften, Büchern und noch vielem mehr. Nachdem der Wolleverkauf und die Strick- und Häkelevents nun fest etabliert sind, wird das Sortiment an Spezialitäten aus der Region weiter ausgebaut. Nach dem Motto „Aus dem Bottwartal und dromrom“ werden Spezialitäten regionaler Produzenten mit viel Liebe und Engagement ausgewählt und präsentiert.
Diese Leidenschaft für regionale Spezialitäten passt ganz hervorragend zum Ansatz der Bottwarbienen. Schließlich leisten die Bienen einen wichtigen Beitrag beim Erhalt der regionalen Natur. Beispielsweise können die Äpfel für den Streuobstwiesen-Apfelsaft nur gedeihen, wenn Bienen und andere lokale Bestäuber dafür Sorgen, dass die Früchte überhaupt wachsen können. Nebenbei sozusagen entsteht dabei eine feine Honigspezialität mit lokaler Prägung.
Ab sofort gibt es den Honig und die Honigschokolade der Bottwarbienen auch im Laden Wollekauf & Souvenirs beim Rathaus in Großbottwar.

Hier geht es per Link direkt zu Wollekauf & Souvenirs.
(Quelle Logo und Foto Laden: Wollekauf & Souvenirs)

Haben Sie das gewusst? Es werden mehr Schokoladenosterhasen produziert als Weihnachtsmänner. Offenbar ist die Lust auf Schokolade an Ostern noch ausgeprägter als an Weihnachten.
Laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie werden an Weihnachten zwar insgesamt mehr Süßwaren verkauft, an Ostern aber mehr Schokolade. Rund 200 Millionen Osterhasen werden produziert und knapp die Hälfte davon auch in Deutschland verkauft.
Vielleicht erklären diese großen Zahlen auch, was mit unserer Honigschokolade passiert ist. Ursprünglich war die Idee, für den eigenen Bedarf und als kleines Geschenk für Familie und Freunde, ein paar Gläser Honigschokolade herzustellen. Es hat einige Zeit gedauert, bis der richtige Bio-Kakao beschafft und der Rührprozess optimiert war.
Nachdem die Honigschokolade dann aber sehr gut ankam und wir immer wieder kleine Chargen hergestellt haben, bekommt sie jetzt auch ein eigens gedrucktes Etikett. Die Honigschokolade ist jetzt fester Bestandteil im Angebot der Bottwarbienen.


Wer sich für wesensgemäße Bienenhaltung und ökologische Ideen interessiert, kennt Mellifera e.V. .
Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die auf das Wesen und Verhalten der Bienen ausgerichtete Bienenhaltung mit Einfachbeuten und unter Demeter-Regularien zu praktizieren und zu verbreiten. Ein Teil dieser Aktivitäten ist auch das Netzwerk Blühende Landschaft, das die Bottwarbienen auch direkt unterstützen (siehe Siegeletiketten der Honiggläser).
Im Rahmen von „Rosenfeld live“ konnten am Wochenende 01./02. April 2017 auch die Firmen/Initiativen bei der Fischermühle besucht werden. Neben Informationsständen, z.B. von Helixor, Wala/Dr. Hauschka, gab es auch Angebote des b2 Biomarkts und der Staudengärtnerei Wagner.
Der wichtigste Teil für uns war jedoch die Möglichkeit, die Lehr- und Versuchsimkerei von Mellifera e.V. zu besuchen.



Auch wenn wir bei den Bottwarbienen keine Einfachbeuten verwenden, ist der achtsame Umgang mit den Bienen unser gemeinsamer Nenner. Es ist sehr wichtig, dass es Initiativen wie Mellifera und das Netzwerk Blühende Landschaft gibt!
Aktueller Imagefilm von Mellifera:

Sonntagmorgen – Honiggläser etikettieren und Bestellung über nearBees bearbeiten

Immer am zweiten Sonntag im März findet der Hohenheimer Tag der Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim e.V. statt.
Den Tag trotz strahlendem Bienenflugwetter in einem Hörsaal am Uni-Campus zu verbringen, hat sich aber gelohnt. Am Vormittag standen anfangs die klassischen Themen einer Mitgliederversammlung an: Rechenschaftsbericht, Wahlen, Ehrungen, etc.
Anschließend wurden von Mitarbeitern der Landesanstalt Kurzvorträge zu aktuellen Themen und Projekten gehalten:
Am Nachmittag wurden drei Vorträge gehalten. Drei sehr unterschiedliche Themen, aber alle sehr interessant.
Nachfolgend einige Stichworte zu den Inhalten:
Waldtracht: Verlauf 2016 und Aussichten 2017 (Thomas Lorenz, stockwaage.de, LVWI Obmann für Trachtbeobachtung und Wanderung)
Bienenviren und ihre Bedeutung für die Imkerei (Dr. Marina Meixner, Bieneninstitut Kirchhain)
Flügeldeformations-Virus (DWV)
Chronischer Bienenparalyse-Virus (CBPV)
Tierethische Überlegungen in der Imkerpraxis (Erwerbsimker Albrecht Pausch, Scheyern)
Fazit: Bienen so achtsam wie möglich behandeln. Immer abwägen, was eine Aktivität bewirkt.
Im Grunde sind meine Ansätze bei den Bottwarbienen recht nah an den Ideen und der Betriebsweise vom Bienenhof Pausch.

Ja, es ist noch zu früh, um von einem stabilen Frühlngswetter zu sprechen. Aber es geht mächtig voran und die Bienen tragen bereits wieder kräftig Pollen ein. Was die Heuschnupfengeplagten nervt, freut eben den Imker.

Es macht Spass, sich einfach mal wieder zwischen die Beuten auf das Podest zu setzen und die Sonne und das Bienensummen zu geniessen. Die Bienen zeigen auch schon wieder ihre unterschiedlichen Eigenschaften. Die Chaoten, die am Bienenstand am Forstberg ganz am Rand stehen müssen, wollen dort offenbar keinesfalls weg und manifestieren das gleich mal zu Beginn.




Die klassischen Imkerjacken sind ja mehr oder weniger praktisch. Die letzten beiden Jahre war mein Favorit ein BienoProtect Schutzhemd. Diese Variante ist aufgrund der jackenähnlichen Art mit vorderen Reißverschluss schnell und einfach in der Handhabung. Leider ist die Sicht mit dem sehr großen Hutschleier recht eingeschränkt und selbst auf den Rücken geklappt ist er schnell im Weg, wenn man im Fahrzeug oder einem Geräteschuppen o.ä. arbeitet.
Ich habe daher schon länger nach einer Alternative geschaut. Letztes Jahr bin ich dann auch noch mit dem Kopf recht heftig an einem Baum hängen geblieben. Es musste genäht werden. Nein, nicht das Schutzhemd…
Eine deutlich schlankere Ausführung des Schleiers ist der offenbar mehr in Groß Britranien verbreitete Fechtschleier. Bei einem Händler habe ich vor kurzem dann das richtige gefunden: Den Honey Rustler von BJ Sherriff. Diese englische Firma bietet Schutzkleidung in verschiedenen Varianten mit Fechtmaske an.

Die ersten Tests am Bienenstand sind sehr vielversprechend. Die Sicht nach vorne ist hervorragend aufgrund des sehr feinen schwarzen Gitters und auch die Sicht zur Seite ist besser wie gedacht. Es gibt diese Schutzjacken übrigens auch in vielen Farben. Ich habe mich allerdings für khaki entschieden. Meine Beuten sind bunt genug, oder?
Da die Wirtschaftsvölker zur Überwinterung rund 16-18kg Futtersirup bekommen haben, sollten sie eigentlich noch genug Futter haben. Man kann die Beuten mit Federwaagen wiegen, um die Restfuttermenge zu bestimmen, aber das finde ich recht aufwendig. In der Vergangenheit ist mir auch schon ein Volk verhungert, das noch jede Menge Futter hatte. Bei einem Kälteeinbruch konnte es die wenigen Zentimeter Abstand zum Futter nicht mehr überbrücken.
Um den Bienen einen sicheren „Futterkick“ zu geben und auch als eine Art Monitoring, erhalten Sie ein kleines Paket Futterteig. Dabei kommt ein vom Block abgeschnittenes Stück in einen Gefrierbeutel. Dieser Beutel kann flach auf die Rähmchen aufgelegt werden und passt damit noch unter den Deckel. Der Beutel wird nach hinten umgeschlagen, um den Bienen einen flachen Schlitz als Zugang zu geben. So kommen sie nicht sofort an den ganzen Futterteig, die Masse klebt auch nicht an Rähmchen oder Abdeckfolie fest und trocknet auch nicht aus.


Auf den beiden Fotos kann man sehr gut den Unterschied erkennen. Die Bienen arbeiten sich auf der ganzen Länge des offenen Schlitzes in den Beutel vor. Sie haben Futter abgenommen, aber es reicht bei gleichem Fortschritt noch mindestens eine weitere Woche. Vielleicht ist das Wetter und die Entwicklung der Natur dann auch schon eine Stück näher am Frühling und braucht kein zusätzliches Futter mehr. Aber man weiß ja nie. Sicher ist sicher…!

Jedes Frühjahr ist man gespannt, ob alles gut gegangen ist und die Verluste im Winter im Rahmen geblieben sind. Es sind jetzt schon ein paar Winter vergangen, seit ich mit dem Imkern begonnen habe, aber es ist jedes Mal wieder ein ungutes Gefühl dabei. Man kann alles bei der Varroabehandlung und beim Einfüttern richtig gemacht haben und trotzdem kann es zu Ausfällen kommen.
Am Samstag den 11.02.2017 waren es im Bottwartal am Nachmittag sonnige 8°C. Ein guter Zeitpunkt für eine Rundgang über alle Bienenstände. Und siehe da: Sie fliegen!
Leider gab es doch Verluste, aber sie sind gering. Jetzt heißt es die Völker zu beobachten und bei Bedarf noch etwas nachzufüttern. Vielleicht werde ich auch in nächster Zeit auf jedes der Völker eine kleine Portion Futterteig legen. Damit lässt sich auch der Futterbedarf recht gut erkennen, ohne die Völker zu sehr stören zu müssen.

Dabei war es doch so gut gemeint, solle man meinen…!
Das Bundesumweltministerium von Ministerin Barbara Hendricks hat in einer aktuellen Kampagne „Gut für die Umwelt. Gesund für Alle.“ neue Bauernregeln getextet. Damit sollen aktuelle Probleme, wie zum Beispiel Massentierhaltung, Belastung des Grundwassers mit Dünger, Ackergifte und so weiter thematisiert werden. Im Grunde eine charmante Idee. Denkt man so.
Der oberste Bauer in Deutschland, Agrarminister Christian Schmidt, denkt da offenbar ganz anders. Der Chef des Bundeslandwirtschaftsministeriums sieht mit diesen Reimen den Berufsstand des Landwirts verunglimpft. Die beiden Kabinettsmitglieder schreiben sich nun offene Briefe und im Netz formiert sich schon eine Initiative gegen das staatliche Mobbing des landwirtschaftlichen Berufsstandes.
Ich erspare uns an dieser Stelle die Argumentationen beider Seiten aufzuführen. Das führt im Grunde zu nichts und zeigt allenfalls, dass es diese beiden Ministerien nicht schaffen, an einem Strang zu ziehen. Wenn man sich zwar in einer Koalition befindet, aber unterschiedlichen Parteien angehört, mag das vielleicht zu erklärbar sein. Dass man das so wichtige Thema Umweltschutz und Tierwohl aber so leichtfertig und brachial unterpflügt, um verfrühten Wahlkampf zu betreiben, schadet der Sache. Sehr schade!
Hier sind die 11 kleinen Regeln zu finden: www.neue-bauernregeln.de.
Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung oder ignorieren Sie diesen medialen Aufstand ganz einfach. Hat übrigens 1,6 Mio. € gekostet. Wenig Geld für einen ministerialen Haushalt, aber eine ganze Menge, wenn man damit zum Beispiel Bieneninstitute unterstützen würde. Es macht durchaus Sinn, mit einem vertretbaren Aufwand für ökologische Ideen Werbung zu machen. Am Ende entscheidet aber das Handeln. Wir sollten die beiden Ministerien also besser an ihrem Tun messen und nicht an den Streitereien ihrer Chefs.
Quelle der Bilder: Bundesministerium für Umwelt- und Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, www.bmub.bund.de