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Sie fliegen wieder und ein Praxistipp

Die Farbe der Bienenkästen passt sich gut in das herbstliche Laub der Bäume und Sträucher ein.

Nachdem es an einigen kalten Tagen an den Bienenständen sehr ruhig war, ging es am Wochenende wieder zur Sache. Recht starker Flugbetrieb und Eintrag von Pollen, d.h. die Brut ist noch im Gange.

Sie fliegen.

Praxistipp Hühnertränken

Im heißen Sommer haben die Hühnertränken gute Dienste geleistet. Aufgestellt in der Nähe der Bienenkästen, konnten sich die Bienen mit Wasser versorgen, ohne weite Strecken fliegen zu müssen. Die Tränken wurden sehr gut angenommen und auf den Steinen und Holzstücken der wassergefüllten Teller war immer viel Betrieb. Durch diese Schwimmhilfen sind nur sehr wenige Bienen ertrunken.

Die Hühnertränken werden jetzt zur Überwinterung geleert und aufgeräumt
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Wachs, Rähmchen und der Glüh-Met – alles braucht seine Zeit

Es ist auch nachdem die Bienen für die Winterruhe vorbereitet sind, noch einiges zu tun. Es wird ja auch wahrnehmbar so langsam Winter. Jetzt wird mehr Honig gekauft, als im Hochsommer. Nicht nur, weil er zur Bekämpfung von Erkältungen in den Tee gerührt wird, sondern auch in Vorbereitung der Weihnachtsbäckerei, als kleines Geschenk zu Nikolaus oder einfach nur für das ausgedehntere Sonntagsfrühstück.

Wachs ausschmelzen und Rähmchen reinigen

Dieses Jahr sind mehr Bienenwaben zur Aufbereitung angefallen und das nicht nur durch die Melezitose in der Waldtracht. Da es lange abends noch sehr warm war, konnten die Waben nicht ohne Räubereigefahr ausgeschmolzen werden. Die Bienen legen in dieser Zeit ihren Wintervorrat an und fliegen auf alles was süß ist. Wenn sie bemerken, dass beim Ausschmelzen auch Honig im Spiel ist, kommen sie schnell in großer Zahl zum Dampfwachsschmelzer geflogen. Sie wollen sich sozusagen ihren Treibstoff für den Winter wieder zurück holen. Das kann zu einem massiven Tumult führen und daher lässt man das besser.
Jetzt sind die Temperaturen auch tagsüber meistens so niedrig, dass die Bienen nicht fliegen und daher den Honigdampf auch nicht bemerken, damit ist das Wachsausschmelzen deutlich entspannter. Für die Bienen, aber natürlich auch für den Imker.
Bei uns werden die Rähmchen nach dem Ausschmelzen in einer Spülmaschine mit Natronlauge gewaschen (siehe Beitragsbild: die ausgeschmolzenen Rähmchen werden in die Maschine gestapelt). Das säubert die Rähmchen und desinfiziert sie auch. Wenn dann alle Waben ausgeschmolzen sind und das Wachs gereinigt und in Blöcke gegossen ist, kommt es zum Umarbeiten. Auch nächstes Jahr werden wir wieder viele Mittelwände benötigen und das eigenen Wachs ist da die beste Wahl.

Glüh-Met herstellen

Der Honigwein für die Weihnachtsmärkte ist bereits das erste Mal von der Hefe abgezogen und hat durch Gewürze eine weihnachtliche Note erhalten. Jetzt darf er noch einige Wochen lagern bis er dann als Alternative zum klassischen Glühwein angeboten werden kann.
Eine erste Verkostung im Freundeskreis war sehr vielversprechend und wir sind gespannt, wie dieses Experiment ankommen wird. Damit der Glühmet auch in der perfekten Trinktemperatur angeboten werden kann, haben wir in einen professionellen Heißgetränkebereiter investiert. Ein Glühmet-Topf sozusagen.

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Zwischenergebnisse vom DeBiMo – Bottwarbienen auf dem Labortisch

In einem der vorangegangenen Beiträge hatte ich schon geschrieben, dass der letzte Besuch für das Deutsche Bienenmonitoring (DeBiMo) stattgefunden hat. Es werden bei den Völkern, die im Monitoring begleitet werden, noch einige Daten erhoben und Proben genommen. Der Schwerpunkt liegt auf der Erfassung der Volksstärke und von Auffälligkeiten, der Ermittlung der Befallstärke von Varroamilben und Viren und der Analyse des eingelagerten Futters.

Probennahme und Datenerhebung
Probe vom Futterkranz und Bienenprobe

Bei jedem der DeBiMo-Völker wird die Volksstärke aufgenommen, indem alle Waben gezogen werden und die Anzahl der Bienen bestimmt wird.

Als wir nach einem Seminar an der Landesanstalt für Bienenkunde noch im Labor vorbei geschaut haben, waren dort gerade ein paar Bottwarbienen auf dem Labortisch. Die Bienen wurden einzeln für die Untersuchung vorbereitet.

Bottwarbienen auf dem Labortisch

Kurz danach gab es dann auch schon die ersten Zwischenergebnisse:

Varroabefall:
Durchschnitt 0,97%, Minimum 0,0%, Maximum 4,0%
Abgesehen vom Volk mit 4% liegt die Varroabelastung bei den anderen Völkern bei <2%. Der Ausreisser muss genauer beobachtet werden.

Anzahl Bienen und Brut:
Bienen: Durchschnitt 6.850, Minimum 3.600, Maximum 9.710
Brut: Durchschnitt 3.720, Minimum nahezu Brutfrei, Maximum 6.060
Auch hier gibt es einen Ausreisser, das heißt ein Volk, das mit <4.000 Bienen recht klein ist. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass gerade ein vermeindlich kleines Volk doch gut über den Winter kommt und dann im Frühjahr durchstartet.

Wesentlich beinflussen lässt sich jetzt nichts mehr. Es gilt abzuwarten, wie die Bienen den Winter überstehen. Wenn es nicht zwingend erforderlich erscheint, werden die Bienenkästen jetzt nicht mehr geöffnet. Die Bienen sind eingefüttert und der Kasten ist mit einem Mäusegitter versehen. Die nächste reguläre Kontrolle erfolgt erst wieder im Rahmen der Oxalsäurebehandlung Ende Dezember.

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Honiglikör abfüllen und Vorbereitung für Glühmet

In der kälteren Jahreszeit kommen die warmen Getränke wieder mehr in den Fokus. Vielleicht nicht nur in Form von gutem Tee mit Honig, sondern auch mit etwas Alkohol. Wir haben wieder einige Flaschen unseres Honiglikörs abgefüllt. Nach der langen Zeit im Fass ist der Honiglikör noch harmonischer und feiner.

Wenn die Vorbereitungen zu einem guten Ergebnis führen, wird es dieses Jahr auch das erste Mal weihnachtlichen Honigwein geben. Wir werden nicht selbst auf Weihnachtsmärkten präsent sein, planen aber eine Kooperation. Zu diesem Zweck reift gerade ein Met, der als Glühmet angeboten werden soll. Die weihnachtliche Note erhält er mit Nelken, Sternanis und Zimt. Wir sind selbst sehr gespannt auf das Ergebnis.

Vorbereitungen für den Glühmet
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Letzte Tätigkeiten am Bienenstand und DeBiMo im Herbst

Nachdem das Einfüttern abgeschlossen ist, werden noch die Futterzargen abgenommen und sauber gemacht. Die meiste Arbeit haben die Bienen schon selbst gemacht, denn bei der letzten Füllung haben wir die Riegel geöffnet, das heißt sie konnten in die Futterzarge hinein und sie restlos ausschlecken. Es musste also nur noch das angebaute Wachs entfernt werden, das wir natürlich auch für den Wachskreislauf sammeln.

Wachs abkratzen und sammeln

Im Herbst steht auch noch ein Besuch für das Deutsche Bienenmonitoring (DeBiMo) an. Es werden bei den Völkern, die im Monitoring begleitet werden, noch einige Daten erhoben und Proben genommen. Im Herbst liegt der Schwerpunkt auf der Erfassung der Volksstärke und von Auffälligkeiten, der Ermittlung der Befallstärke von Varroamilben und Viren und der Analyse des eingelagerten Futters.

Probennahme und Datenerhebung
Probe vom Futterkranz und Bienenprobe

Bei jedem der DeBiMo-Völker wird die Volksstärke aufgenommen, indem alle Waben gezogen werden und die Anzahl der Bienen bestimmt wird. Unsere Völker lagen in einer Bandbreite von rund 4.000 bis 9.500 Bienen. Da die kleineren Völker zusätzlich auch noch Brut hatten, sind sie voraussichtlich trotz ihrer etwas geringeren Größe für den Winter gerüstet.

Schon Ende September haben wir die Beutenkäferfallen ausgetauscht. Im Rahmen der Untersuchungen für das DeBiMo und von der Landesanstalt für Bienenkunde werden sie zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Erwartungsgemäß wurden aber nur ein paar Wachspartikel und Ameisen eingefangen.

Austausch der Beutenkäferfallen

Es gibt zwar schon lange keinen Honig mehr zu ernten, aber die Bienenstände haben noch mehr zu bieten. Neben Äpfeln, Birnen, Zwetschgen und Quitten, gibt es dieses Jahr auch wieder ausreichend Walnüsse.

Walnusskorb und Bienenkasten
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Honigwein in the making oder was tun mit Melezitosehonig

Wir probieren immer wieder sehr gerne aus, was mit Honig alles möglich ist. Dabei sind bereits Honigschokolade, Honiglikör, Waldhonigsenf, Walnusslikör und ein paar andere Leckereien entstanden. Seit unsere Imkerei eine entsprechende Größe hat, können wir auch mal ein ein paar Kilo Honig für ein neues Thema einsetzen, ohne damit die Versorgung unserer Stammkunden zu riskieren. Nein, ganz sicher nicht, das Honiglager ist reichlich gefüllt. Falls also noch jemand Stammkunde werden möchte, sehr gerne  😉

Dieses Jahr wollten wir eventuell zum ersten Mal Honigwein bzw. Met herstellen. Ein Problem hat von dieser Idee zu einer konkreten Aktivität geführt.

Dieses Jahr hat es uns im Wald erwischt. Nicht nur uns, viele bekannte Imker und die einschlägigen Infoquellen und Foren berichten es auch: Melezitosehonig!

An dieser Stelle mal wieder die Wikipedia zitiert (ich darf das, ich finanziere sie mit…):
„Waldhonig aus der Imkerei, den die Bienen aus Honigtau gewinnen, enthält zuweilen viel Melezitose. Dieser Honig, sogenannter Melezitose- oder Zementhonig, kristallisiert schon im Honigraum des Bienenvolks vom Boden der Wabenzelle her aus. Er kann nicht oder nur schwer ausgeschleudert werden, und sobald der Melezitose-Gehalt im Honig eines überwinternden Volkes 10 % überschreitet, kann ein starker Populationsverlust eintreten.“

Die erste Ernte des Waldhonigs von unserem Standort im Schwäbisch-Fränkischen Wald war einwandfrei. Flüssig und mit charaktervollem Aroma. Bei den Kontrollen zum zweiten Schleudern hat sich dann gezeigt, dass teilweise Melezitose vorzufinden war. Die Waben ließen sich nur zu ca. 50% ausschleudern. Da ich beruflich viel unterwegs sein musste, kam ein kurzfristiges abwandern leider nicht in Frage und wir gingen das Risiko ein, dass uns die Bienen die Honigräume sozusagen zuzementieren. Haben sie dann auch getan und schleudern hat keinen wirklichen Sinn mehr gemacht.

Bienen im Wald

Wir mussten die Bienen mit den vollen Honigräumen aus dem Wald wieder in das Bottwartal wandern. Das war im wahrsten Sinne eine schwere Angelegenheit, da unser Standort nicht direkt mit dem Anhänger angefahren werden kann und die Bienenkästen vor der Verladung zuerst über eine Waldwiese transportiert werden müssen. Aber was tun mit dieser großen Menge Melezitosewaben?

Von den Bienen umtragen lassen* kam für mich nicht in Frage, da ich den Anteil des Waldhonigs am Wintervorrat zur Minimierung von Darmkrankheiten so gering wie möglich halten möchte.

Lösung: Die Waben mit den Honig aus jedem einzelnen Rähmchen ausschneiden, in einen geschlossenen Honigeimer füllen und in Wasserbad langsam so lange erhitzen, bis sich das Wachs vom Honig trennt. Dann wieder abkühlen lassen, das Wachs herausnehmen und den Honig in frische Honigeimer umfüllen. Das gute an diesem Verfahren ist, dass sowohl Honig als auch Wachs sauber getrennt werden können, ohne das z.B. der Wassergehalt des Honigs steigt. Er bekommt durch das Erwärmen zwar eine etwas malzigere Note, aber ist weiterhin gut lagerbar. Der Nachteil dabei ist, dass der Honig durch das Erwärmen nicht mehr verkehrsfähig ist. Aber wie schon geschrieben, wir wollten ja sowieso Met machen.

Ausschneiden der Honigwaben
Ausgeschnittene Waben werden in Honigeimer eingeschmolzen
Melezitosehonig für Met

Uns steht also jetzt eine größere Menge sehr aromatischer Honig für den ersten Met zur Verfügung!

Metherstellung ist ein längerer Prozess mit verschiedenen Schritten. Aktuell befindet sich unser Met in der Phase der Hauptgärung. Um gleich sicherer unterwegs zu sein und auch gleich etwas Varianz zu versuchen, haben wir die beiden Fässer mit unterschiedlichen Reinzuchthefen angesetzt.

Metansatz
Rehydrierte Reinzuchthefe

Mal abwarten, was daraus wird.


* Umtragen lassen heißt, dass man den Bienen in einem speziellen Aufbau der Kästen (Zargen) auf dem Magazin (Bienenstock) die Waben als Futter anbietet und sie damit provoziert, den Honig aus diesen Waben in den eigenen Honigraum umzutragen. Mit dieser Methode kann auch Melezitosehonig nutzbar gemacht werden. Man kann so auch ausgeschleuderte Waben für die Einlagerung ausschlecken lassen.

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Propolistinktur – Naturmedizin aus dem Bienenstock

Propolis, also das Bienenkittharz, ist ein faszinierender Stoff aus dem Bienenvolk.

Im letzten Winter hat der Eigenversuch wieder erfolgreich funktioniert. Natürlich gibt es keinen Beweis, aber vielleicht hat die regelmäßige Einnahme von Propolistinktur mitgeholfen, ohne Erkältung über den Winter zu kommen.

Propolis ist das von den Bienen überwiegend aus Knospenharz und eigenen Sekreten hergestellte Kittharz. Die Bienen verwenden es, um den Bienenstock abzudichten und Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen zurückzudrängen bzw. abzutöten. Propolistinktur ist ein altes Hausmittel und besteht aus in Alkohol gelöster Propolis.

Propolis bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Propolis

Über die Herstellung von Propolistinktur habe ich schon letztes Jahr geschrieben. Hier nochmal die Links zu den Blogbeiträgen:

Mit der im Rahmen der Honigernte getrennt gesammelten Propolis habe ich wieder Tinktur hergestellt. Der Vorrat ist damit wieder aufgefüllt und der nächste Winter kann kommen.

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Wachskreislauf dreht sich wieder weiter

Aktuell ist das Einschmelzen der alten Waben eine Art Wettlauf mit den Bienen.

Da es derzeit sehr wenig Tracht, das heißt Bienennahrung wie z.B. Nektar, zu finden gibt, stürzen sich die Bienen im wahrsten Sinne des Wortes auf jede Möglichkeit an Zucker zu kommen. Wenn man also mit dem Dampfwachsschmelzer im Freien oder in der Garage alte Waben ausschmilzt, die ja immer auch noch einen Rest Honig enthalten, sollte man das tunlichst außerhalb des Bienenfluges machen, d.h. am besten am Abend oder bei Regen.

Ich habe an einem Abend auch mal sehr schnell wieder zusammengepackt, als ein paar Bienen „den Braten“ gerochen haben und ihre Kolleginnen informiert hatten.

Neben dem Wachs, das ich aus alten Waben oder nicht mehr benötigten Honigräumen ausschmelze, gibt es dieses Jahr auch Wachs aus der Trennung des Melezitosehonigs (siehe auch Honigwein in the making oder was tun mit Melezitosehonig).

Wachsstücke vom Aufarbeiten des Melezitosehonigs

Bisher sind bereits die ersten 6 Wachsblöcke fertig für das Umarbeiten. Bis zum Ende des Ausschmelzens steht daher wieder genug eigenes und damit sicher sauberes Wachs für neue Mittelwände zur Verfügung.

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Bienen sitzen im Sommer abends auch gerne draussen

An den heißen Tagen in diesem Sommer ist es tagsüber manchmal kaum auszuhalten, aber die Arbeit muss eben trotzdem gemacht werden.

Auch den Bienen ist es an heißen Tagen in der Wohnung oft zu warm und sie sitzen abends noch lange auf der Terrasse bzw. dem Anflugbrett.

Am Abend sitzen die Bienen noch vor dem Flugloch
Auch tagsüber sitzen die Bienen gerne im Schatten

Zur Kühlung des Bienenstocks wird vor dem Flugloch mit vereinten Kräften ein Luftzug erzeugt:

 

 

 

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Füttern und Ameisensäurebehandlung

Die meisten Aktivitäten an den Bienenvölkern, sind für dieses Jahr schon abgeschlossen.

Die erste Fütterung ist schon erfolgt und auch die erste Ameisensäurebehandlung gegen die Varroamilben ist durch.

Fütterung am Abend mit Futtersirup in Kunststofffutterzargen

Gefüttert wird immer erst spät abends, damit fast alle Bienen im Stock sind und die Gefahr für Räuberei minimiert ist.

Mit der Behandlung habe ich bewusst so lange gewartet, bis die Tagestemperaturen wieder etwas gesunken sind. Zu hohe Temperaturen bedeuten zu hohe Verdunstungsraten und damit die Gefahr von Brutschäden und dem Schädigen der Bienen. Die AS-Behandlung ist in jedem Fall Stress für die Bienen und dann sollte besonders darauf achten, dass man die Bienen nicht über Gebühr belastet. Als gutes und einfaches Hilfsmittel gibt es varroawetter.de. Damit kann man gut abschätzen, ob eine Varroabehandlung sinnvoll durchgeführt werden kann und die eigene Planung entsprechend vornehmen. Bei den Bottwarbienen wurde die Behandlung daher am 11.08. gestartet.

Vorbereitung: Abfüllen von 60% Ameisensäure in Fläschchen für die Verdunster
Screenshot von varroawetter.de
Screenshot von varroawetter.de
Nassenheider Verdunster in aufgesetzter Leerzarge

Demnächst wird noch das restliche Futter eingefüttert, die zweite AS-Behandlung gemacht und dann sind die Völker gut für den Winter vorbereitet.

 

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Grüne Walnüsse und Honig werden zu feinem Walnusslikör

Dieses Jahr hängen die Bäume voller Früchte. Die alten Apfelbäume der Streuobstwiesen im Bottwartal brechen teilweise sogar unter Last der Äpfel zusammen. An vielen Bäumen sind sogar sehr große Äste abgebrochen.
Leider ist auch unser Kakibaum in einer sehr stürmischen Starkregennacht trotz Sicherung mit Seilen zusammengebrochen und wir müssen den inzwischen rund 4 Meter hohen Baum wohl ersetzen. Sehr schade, denn er hat in den letzten Jahre sehr guten Ertrag gebracht.

Aber nicht nur Äpfel, Birnen, Mirabellen und Zwetschgen gibt es im Überfluss. Auch die Walnussbäume tragen so viele Nüsse, dass die untersten Äste bis auf den Boden hängen. Einer unserer Walnussbäume steht direkt an einem asphaltierten Weg durch die Weinberge, der auch gerne als Abkürzung für Autofahrer oder als Spazierweg genutzt wird. Das hat zur Folge, dass wir von diesem Baum in den vergangenen Jahre keine Nüsse selbst ernten konnten. Wenn Spaziergänger nur 2-3 Nüsse aufsammeln, ist am Ende die Ernte auch erledigt.
Dieses Jahr haben wir bereits an Johanni (24. Juni) einen kleinen Teil der grünen Walnüsse geerntet, um damit Walnusslikör zu machen. Bei der Menge an Nüssen, die derzeit auf den Bäumen hängt, fallen die beiden Eimer voll grüner Nüsse garnicht auf.
Selbstverständlich verwenden wir für die Likörbereitung keinen Zucker, sondern, wie beim Honiglikör auch, unseren eigenen Honig.

Walnusslikör im Honiglager

In den Likör kommen nur beste Zutaten: Grüne Walnüsse, Obstler, Honig, Zitrone und Gewürze. Aktuell riecht der Likör ähnlich wie Ramazotti mit einer angenehm deutlichen Nussnote. Der Likör braucht allerdings noch eine längere Reifephase, um sich voll zu entwickeln. Wir gehen davon aus, dass wir die ersten Fläschchen kurz vor Weihnachten abfüllen werden.

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Doch noch die Wiesen gemäht

Irgendwann müssen wir dann doch mal die Wiesen mähen. In jedem Fall ist inzwischen fast alles verblüht, was für die Bienen und Insekten interessant und wichtig war. Auch die Samen der Wiesenblumen und Gräser sind jetzt ausgefallen und die Wiesen können gemäht werden.

Trampelpfade zwischen den Bienenpodesten

Natürlich mähen wir mit dem Balkenmäher, damit möglichst keine Insekten und Eidechsen zu Schaden kommen. Die Eidechsen rund um die Bienenpodeste bringen sich darunter in Sicherheit, die Eidechsen mitten auf der Wiese nutzen die Spalten im Boden, um sich in Sicherheit zu bringen.

Der Boden ist so trocken, dass sich tiefe Spalten bilden

Das Gras ist aufgrund der schon wochenlang andauernden Trockenheit beim mähen praktisch schon Heu.

Wieder freie Flugbahn über die Wiese
Wespen haben sich unter dem Anflugbrett versammelt. Schatten oder Beute im Sinn?

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Bienen als Kleinteile beigepackt?

Der große Imkerversandhändler hat es gut gemeint und die kleineren Einzelteile in den sehr großen Kartons, die auch Bienenkästen enthalten haben, mit einem auffälligen Aufkleber markiert: „ACHTUNG Hier sind Kleinteile beigepackt“.

Witzigerweise fand der Aufkleber seinen Platz in der Mitte einer Auflagefolie. Dort kann er verbleiben, denn in gewisser Weise sind ja unter einer Abdeckfolie eine ganze Menge „Kleinteile“ (Bienen).

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Noch immer viel zu tun am Bienenstand

Obwohl wir derzeit hochsommerliche Temperaturen genießen müssen, bereiten sich die Bienen bereits auf den Winter vor.
Es gibt noch viel zu tun auf den Bienenständen und in der Imkerei.

  • Waldhonig ist geschleudert und Bienenvölker sind aus dem Wald zurück im Bottwartal.
  • In diesem Jahr gab es nahezu überall Probleme mit Melezitose, d.h. der Honig kristallisiert bereits in den Zellen der Bienenwaben und lässt sich nur schwer oder gar nicht ausschleudern. Auch wir haben einige Honigräume, die wir nicht schleudern können.
  • Waben der Bruträume werden ersetzt und eingeschmolzen. Mit dieser sogenannten Wabenhygiene wird Vorsorge gegen Krankheiten getroffen und Wachs für den eigenen Kreislauf und neue Mittelwände gewonnen.
  • Die Bienenvölker erhalten die erste Portion Winterfutter und sind damit auf die Behandlung mit Ameisensäure gegen die Varroamilben vorbereitet.
  • Proben für das Deutsche Bienenmonitoring wurden genommen. Die Ergebnisse sind gut, d.h. die Varroabelastung relativ gering.

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Herzlichen Glückwunsch an Laura, Daan und die Wunnensteinschule Großbottwar

Wie schon im Blogbeitrag „Schüler informieren sich vor Ort über die Welt der Bienen“ berichtet, haben sich Laura und Daan auf dem Bienenstand der Bottwarbienen direkt informiert und die Bienen aus der Nähe ganz genau beobachtet. Mit ihrer Projektarbeit haben es die beiden Schüler der Grundschule in Großbottwar richtig weit gebracht.

Sie haben ihre Präsentation nicht nur vor ihrer Klasse gehalten, sondern damit auch in ihrer Schule und sogar beim Wettbewerb der Haug-Taxis-Stiftung großen Eindruck hinterlassen. Sie haben ihr Thema so toll bearbeitet und präsentiert, dass sie den 3. Platz erreicht haben.

Herzlichen Glückwunsch!

Quelle Artikel: Ludwigsburger Kreiszeitung und Marbacher Zeitung

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Brombeerspinner

Dass an den Bienenständen auch jede Menge andere Insekten heimisch sind, haben wir ja schon häufig berichtet. Jetzt ist uns eine Raupe buchstäblich neben den Bienenkästen über den Weg gelaufen, die wir noch nicht kannten.

Es handelt sich um die rund 8 cm lange Raupe des Brombeerspinners. Der Falter selbst hat eine Flügelspannweite von rund 4-7 cm und ist mit seiner braunen Färbung recht unauffällig. Die stark behaarte Raupe allerdings fällt mit ihrer schwarzen Farbe und den orangenen Segmenteinschnitten im trockenen Gras auf. Die Brombeerspinner kommen in ganz Europa vor und die Raupen ernähren sich neben Brombeeren auch von anderen Sträuchern und krautigen Pflanzen, wie z.B. Schlehen, Himbeeren usw.

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Phacelia und Linde

Nachdem einige Zeit Ebbe war, d.h. wenig Tracht im Bottwartal, geht es jetzt wieder voran.

Die Linden blühen und nicht weit entfernt vom Forstberg steht ein großes Feld mit Phacelia in voller Blüte.

Unsere Linde, voller Bienen, Schmetterlingen und anderer Insekten

Die Lindenblüte könnte bald vorbei sein, aber die Phacelia blüht hoffentlich noch einige Zeit.

Phacelia und Bottwarbienen
Phacelia, viel wertvoller als nur Gründüngung

 

 

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Waldbienen und die letzten Ableger

Zuerst war es deutlich zu trocken, dann wieder viel zu nass. Und jetzt?

Das Wetter und damit die Entwicklung im Wald ist nicht zuverlässig zu prognostizieren. In der letzten Woche ist die Lage bestenfalls als Stagnation zu beschreiben. Vielleicht aber besser als Rückgang. Die Bienen im Wald haben zwar etwas Honig eingetragen, einen Teil aber auch selbst wieder benötigt.

Es braucht dieses Jahr wohl etwas mehr Geduld.

Waldhonig

Die Völker haben sich teilweise sehr gut entwickelt haben, werden noch die letzten Ableger für diese Saison gebildet.

Letzte Ableger in diesem Jahr
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Schmetterlings- und Bienenwiese

Die Grundstücke und Streuobstwiesen unserer Bienenstände sind noch immer nicht gemäht. Nicht weil wir es nicht könnten, sondern weil wir es noch nicht wollen. Momentan zeigt sich ganz besonders eindrucksvoll, warum diese Strategie gut ist.

Auf den Wiesen finden sich massenhaft Insekten. Besonders stark vertreten sind Schmetterlinge. Wahre Schmetterlingsschwärme tummeln sich dort.

Unter anderem haben wir folgende Schmetterlinge:

  • Tagpfauenauge
  • Schachbrett
  • Großes Ochsenauge
  • Kohlweisling
  • Zitronenfalter

Und weitere kleinere Schmetterlinge und Falter, die wir nicht namentlich kennen.

Besonders häufig am Lerchenberg sind Schachbretter, am Forstberg sind es mehr Tagpfauenaugen
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Hühnertränken für die Bienen

Schon vor 1-2 Jahren war ich auf den Artikel eines Imkers gestoßen, der in trockenen Phasen seine Bienen mit Hühnertränken bei der Wassersuche unterstützt. Eigentlich eine gute Idee, die ich auch mal ausprobieren wollte.

Im Moment ist es zwar wieder etwas feuchter, aber wer weiß, was dem Wetter noch einfällt.

Bienentränke neben der Bottwarbienenlinde
Mal sehen, ob es die Bienen annehmen
Tränke an anderem Bienenstand